[Rezension] Percy Jackson/Diebe im Olymp von Rick Riordan

Titel: Percy Jackson – Diebe im Olymp

Autor: Rick Riordan

Band:  1
Originaltitel: Percy Jackson and the Olympians
Erschienen bei: Carlsen
ISBN: 978-3551310583
Preis Taschenbuch: 8,95 €
Erschienen: September 2011

Link: Amazon

Inhalt

Irgendjemand hat etwas gegen ihn, da ist sich Percy
sicher. Ständig fliegt er von der Schule, immer ist er an allem schuld
und dann verwandelt sich sogar seine Mathelehrerin plötzlich in eine
rachsüchtige Furie. Wenig später erfährt Percy das Unglaubliche: Er ist
der Sohn des Meeresgottes Poseidon – und die fiesesten Gestalten der
griechischen Mythologie haben ihn ins Visier genommen! Percys einzige
Chance: er muss sich mit den anderen Halbgöttern verbünden.

Autor

Rick Riordan war viele Jahre lang Lehrer für Englisch und Geschichte.
Mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen lebt er in San Antonio, USA, und
widmet sich inzwischen ausschließlich dem Schreiben. Seine
Percy-Jackson-Serie hat den Buchmarkt im Sturm erobert und ist in 32
Länder verkauft worden. Auch seine nachfolgenden Serien, „Die
Kane-Chroniken“ und „Helden des Olymp“, schafften auf Anhieb den Sprung
auf die New-York-Times-Bestsellerliste.

Cover

Das Cover ist in dunklen Tönen gehalten, überwiegen grün und blau. Man sieht darauf Percy Jackson mit seinem Schwert, der vor dem übermächtigen Zeugs steht. Dies wird nicht nur durch den Inhalt des Buches, sondern auch durch den grellen Blitz, der einen Großteil des Covers einnimmt deutlich.
Besonders schön ist das kleine Detail im Titel: Das Y von Percy wird als Dreizack des Gottes Poseidon dargestellt – insgesamt ist der Titel in einem Grünton gehalten, der Poseidon entsprechen könnte, das Ganze erinnert mich so ein bisschen an Algen und Unterwasserpflanzen.
Allgemein wirkt das Cover düster, auch wenn der Blitz das zwar aufhellt, mutet die ganze Szenerie gefährlich, bedrückend und vielleicht sogar etwas beängstigend an.

Zitate


Es ist komisch, mit einem Lehrer oder einer Lehrerin  allein zu sein, und das gilt vor allen Dingen für Mrs Dodds. Sie starrte den Fries auf eine so seltsame Weise an, als wollte sie ihn mit ihren Blick zu Staub zermahlen…
S.22

Unter unseren Füßen hörten wir ein lautes, bohrendes Geräusch. Schwarzer Rauch quoll aus dem Armaturenbrett und im ganzen Bus stank es wie faule Eier.
S.36

Gabes Gestank war fast schlimmer als meine Albträume von Mrs Dodds oder das Geräusch, mit dem die Obstverkäuferin den Faden durchgeschnitten hatte.
S.44 

Überblick

Das Buch wird mit einem ganz besonderen Vorwort eingeleitet: Und zwar hat man hier ein Brief von Chiron Kentaurus, Schrifleiter des Half-Blood-Hill-Camps, der einen warnt, unter gewissen Umständen lieber nicht weiterzulesen. Hier wird der Leser selbstverständlich direkt angesprochen, was einem schon gleich das Gefühl gibt, dazu zu gehören.
Auf diesen Brief folgt erst einmal ein Inhaltsverzeichnis, das uns die Bezeichnungen der 22 Kapitel sowie deren Seitenzahlen angibt. Jedes Kapitel hat seine eigene Überschrift, mir persönlich hat besonders „Drei alte Damen stricken die Socken des Todes“ gefallen. Der „richtige“ Inhalt beginnt somit dann auf Seite Neun.
Auf das Buch folgt schließlich noch eine Danksagung des Autors und ein Glossar, in dem sämtliche Mythenwesen und vor allen Dingen auch die Gottheiten noch einmal näher erklärt werden.
Das Buch an sich – bis auf den Brief in der Einleitung – ist vollständig auch Percys Ich-Perspektive geschrieben. Daher haben wir auch nur Einblick in seine Gefühlswelt. 

Meine Meinung

Percy Jackson ist ein ganz normaler Junge, der einfach nur hyperaktiv ist und an Legasthenie leidet. Nichts Besonderes also, oder? Tatsächlich wird hier ein ganz normaler Junge, noch nicht mal ganz Teenager zum Helden, der die Welt retten muss, indem er den Frieden auf dem Olymp bewahrt. Ich finde Percys Charakterdesign wirklich sehr gut gelungen, denn trotz seines mächtigen Vaters, seiner Siege und Erfolge bleibt er ein zweifelnder Junge, der das Ganze nicht wirklich glauben kann und auch Fehler macht. Das ist etwas, dass ich an Charakteren schätze und man hier bei jedem findet: Auch wenn sie Entwicklungen durchmachen, bleiben sie dennoch nicht frei von Fehlern und Zweifeln. Ich würde schon fast sagen, dass sie menschlich bleiben – aber das geht auch nicht bei jedem Charakter hier 😉
Der Schreibstil ist einem Jugendbuch entsprechend, das Buch fließt geradezu dahin und hat mich mitgenommen. Es hat mir Spaß gemacht, das Buch zu lesen und den Protagonisten auf ihrem Weg zu folgen.
Interessant finde ich die Thematik: Ich habe ja seit meiner ersten Lateinstunde ein Faible für griechische/römische Götter, daher finde ich Überlegung, was diese wohl heute in unserer Welt machen würden, wie sie leben würden und vor allen Dingen, wo sie leben würden, sehr spannend. Die Götter, denen man im Buch begegnet, sind sehr gut umgesetzt. Insbesondere fand ich die erste Begegnung mit Ares doch sehr intensiv, sein Gemüt kommt sehr gut zur Geltung – vor allen Dingen nach Dionysos, der durch die Bestrafung seines Vaters sehr an Göttlichkeit und Erhabenheit gewinnt. 
Ich sehe noch viel Potenzial in dem Thema und auch in den entwickelten Charakteren, die mir alle schon ans Herz gewachsen sind. Da freu ich mich doch glatt auf mehr davon!

Fazit

Ein gut gelungener Jugendroman, der einem die griechische Mythologie auf spannende Weise näher bringt und diese mit der heutigen Zeit verbindet.

Bewertung

Quellen

Cover Carlsen
Autoreninfo Carlsen
Inhalt Amazon

 

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