[Rezension] Rockoholic – C.J. Skuse


Titel: Rockoholic

Autor: C.J. Skuse

Originaltitel: Rockoholic
Erschienen bei: Chicken House
ISBN: 978-3551520404
Preis Hardcover: 16,95 €
Erscheint am: 24.01.2013

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Inhalt

Kreisch! Jodys Lieblingsband ist in der Stadt. Klar, dass sie schon 13
Stunden vor Konzertbeginn da ist. Denn sie muss unbedingt ganz vorne
stehen. Es geht schließlich um Jackson, den tollsten aller Leadsänger.
Allerdings ist Jody nicht die Einzige und in dem ganzen Gedränge und
Geschubse kippt sie einfach um, knallt auf den Boden und anstatt vor der
Bühne zu stehen, wacht sie Backstage auf einer Liege auf. Schlimmer
kann es nicht werden. Außer – man entführt einen Rockstar, versteckt ihn
in der Garage und versucht so zu tun, als habe man alles im Griff.


Autor

C.J. Skuse wurde 1980 im englischen Badeort Weston-super-Mare geboren
und lebt heute in Burnham-on-Sea. Sie liebt Sitcoms aus den 80er Jahren,
Gummibärchen und die Band „My Chemical Romance“. An der Bath Spa
University studierte sie Kreatives Schreiben und erhielt eine
Auszeichnung für ihre Masterarbeit im Fach „Writing for Young People“.
Zurzeit beschäftigt sie sich für ihr drittes Jugendbuch mit Eidechsen,
Leichenhallen und 80er-Jahre-Elektropop.

Cover

Die Hauptfarbe dieses Cover ist ganz klar eine Mischung aus pink und rot. Untergrund bildet ein helles Rot, das schon fast rose ist. Darauf sieht man rote Kopfhörer, die den Titel, der ausnahmsweise nicht das klassische von links nach rechts Format besitzt, sondern vertikal verläuft. Die Kabel der Kopfhörer sind mit kleinen Herzchen verziert. Die Rottöne gehen dabei immer leicht ins Pinke und Rosane.
Insgesamt ein sehr auffälliger Cover, das einem ins Auge fällt, obwohl die Idee an sich eher schlicht ist.

Zitate

Die Luft ist geschwängert von Mayonnaise, Lachsschnittchen, Hähnchenbrusthappen und Törtchen; der Fußboden ist ein Schlachtfeld von Körpern, niedergestreckt von Wackelpudding und Eiscreme, und alle kriechen geduckt aus der Schusslinie. Das ist keine Beisetzung mehr. Das ist ein Buffet-Massaker.
S.15

Mac rückt den Spiegel zurecht und knipst die Innenbeleuchtung an. „Was zum…“ Er knipst das Licht wieder aus und wieder an. Dann knipst er aus und sagt kein Wort mehr.
S.89

„Die meisten Leute geben sich mit ’nem T-Shirt oder ’nem Poster zufrieden. Aber nicht Jody, nein. Jody schnappt sich gleich ein Bandmitglied.“
S.94  

Überblick

Die 439 Seiten reine Geschichte sind in 25 Kapitel sowie einen Epilog unterteilt. Jedes Kapitel ist zum einen mit „Kapitel…“ und einem Titel überschrieben. „Kapitel…“ steht dabei – wie der Titel auf dem Cover – zwischen Kopfhörern. Eine Besonderheit sind die Seitenzahlen, da diese nicht unten, sondern am Rand mittig stehen.
Das Buch ist aus Jodys Sicht geschrieben, in Form eines Ich-Erzählers. Somit erlebt man alles aus ihrer Sicht. Alles ist in Präsens verfasst worden.

Meine Meinung

Jody ist ein typischer Teenager, wenn nicht manchmal sogar noch etwas extremer. Immer wieder stellt sie Dummheiten an, so dass ihre Mutter teilweise glaubt, sie würde Drogen werden. Und überhaupt, ihre Mutter versteht sie überhaupt nicht und zieht immer ihre Schwester vor, ihre kleine, perfekte, liebe Schwester. Dann ist auch noch Jodys Opa gestorben, der einzige aus ihrer Familie, der sie verstanden hat und zu 100 Prozent hinter ihr stand. Jetzt hat sie nur noch ihren besten, aber vermutlich schwulen Freund Mac(Kenzie) und ihre heißgeliebten „The Regulators“, eine Band, die Jody verehrt, und deren Leadsänger sie auf einen Thron setzt.
Eines Tages, kurz nach der Beerdigung ihres Opas, ist Jody auf einem Konzert der „Regulators“ und gerät durch unglückliche Zufälle in den Backstagebereich. Und dann passiert etwas Unglaubliches: Jody weiß selbst nicht genau, wie, aber sie entführt Leadsänger Jackson, ihr großes Idol. Aber was nun?

Ich muss sagen, dass ich zu Jodys Charakter anfangs überhaupt keinen richtigen Zugang fand. Diese übertriebenen Fangirls, die alles für ihre Stars tun, von Hungern über die gleichen Bücher lesen bis hin zu teuren Artikeln ersteigern, habe ich allerdings noch nie verstanden, ich bin da einfach ein ganz anderer Typ Mensch 😉 Erst im zweiten Teil konnte ich sie dann so langsam verstehen und mich einfühlen. Da wurde Jody mir auch langsam sympathisch, doch streckenweise blieb sie eine egoistische kleine Zicke. Mac, ihren besten Freund, fand ich von Anfang an super. Ein ruhiger Charakter, der Jody aus allen Situationen hinaus hilft, aber nicht alles gut heißt. Und seine kleine Schwester Cree ist einfach super niedlich geschrieben worden. Zu Jackson möchte ich jetzt mal nichts schreiben, da ich sonst zu viel von der Geschichte verraten würde. Alle Charaktere sind liebevoll bis in das letzte Detail gestaltet – dass ich mit Jodys Charakter nichts anfangen konnte, hat damit also gar nichts zu tun.

Die Story ist… zwar gut, aber die Möglichkeit, Jackson wirklich zu entführen, sehr unrealistisch, würde ich sagen. Wenn man von dieser Realitätsferne mal absieht, es ist ja auch ein Teenie-Buch, da passt das schon, ist das Gesamtkonzept stimmig geschrieben. Die Entwicklungen, die die Charaktere durchmachen, sind nachvollziehbar und teilweise war ich echt froh darum. Der erste Teil, der viel mit dem Konzert und Jodys fast schon stalkerartigem Verhalten zu tun hat, hat mich noch nicht so in den Bann gezogen, der zweite Teil dagegen vollkommen.

Fazit

Ein guter Jugendroman, der zeigt, dass die Idole der Teenager nicht immer das sind, was sie zu sein scheinen. Die Grundidee mag realitätsfern sein, doch die Umsetzung ist dennoch gut gelungen.

Bewertung

3 Brillen hierfür. Nicht herausragend, aber auch nicht schlecht.

 
Quelle

Autorenvita
Inhalt
Bildquelle 

Die Zitate sind dem Buch entnommen und auf den angegebenen Seiten zu finden.

Danke an

Buchbotschafter
Chicken House

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