[Rezension] Ynsanter – Pfade des Feuers von Annette Eickert

http://1.bp.blogspot.com/-xUur2-fOj6Y/UH7gwU_KMLI/AAAAAAAAA8M/pmLB3bA1Wgg/s1600/buchcover-ynsanter-annette-eickert.jpgTitel: Ynsanter – Pfade des Feuers
Autor: Annette Eickert
Verlag: Aavaa
ISBN: 978-3862548255
Preis Taschenbuch: 11,95 €
Erschienen am: 01.12.2012

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Autorin

1978 in Worms geboren; erst Ausbildung zur Arzthelferin, dann zur Bürokauffrau; 2005 erhielt sie die Diagnose Multiple Sklerose; das war der Wendepunkt: seitdem schreibt sie in verschiedenen Genres

 

Inhalt

Zanthera – Eine Welt der Mysterien – die Welt der Raukarii, Iyana, Menschen und Drachen.

Zwanzig Jahre nach ihrer Verbannung taucht Tallex – die verstoßene
Tochter des Hohepriesters – wieder auf und sinnt nach Rache. Sie schart
Verbündete um sich, darunter den mächtigen Nekromantenzirkel, um das
gesamte Land ins Chaos zu stürzen. Aber der Klerus steht ihr im Weg.
Denn niemand anderer als ihr Vater ist ihr ein Dorn im Auge, um ihr
eigentliches Ziel zu erreichen: das Götterschwert Ynsanter. Mit diesem
absoluten Machtsymbol könnte sie über das ganze Volk herrschen. Doch der
Feuergott Zevenaar lässt sich von einer Sterblichen nicht vom Thron
stoßen. Er benötigt das verschollene Götterschwert, um seine eigene alte
Kraft zurückzugewinnen. Aus diesem Grund schickt er eine kleine Gruppe
Krieger auf eine gefährliche Reise. Ihre Aufgabe ist es das zu tun, was
dem Feuergott verwehrt ist. Dem Vorhaben stehen jedoch viele Hürden und
Gefahren bevor. Als plötzlich auch noch die verschwundene Enkeltochter
des Hohepriesters auftaucht, nimmt das Schicksal eine unerwartete
Wendung.

Eine fantastische Reise für Jung und Alt, über wahrhaften Glauben, Liebe, Mut und Intrigen.

Cover

Auf dem Cover sieht man einen Mann, der seinen Blick in die Ferne streifen lässt. Übrigens, kleine Anmerkung, ich kann mir nicht helfen, aber kennt ihr diese Herkulesserie (und dieses Xena, was früher lief)? Ich fühle mich von dem Mann einfach total an Herkules erinnert, den Schauspieler. Kevin Sorbo. Aber gut… zurück zum Cover. Das Porträt des Mannes ist von Lava umrahmt, die hervorbricht, passt also ganz gut zu dem Feuer im Untertitel. Auch sein Gesicht wirkt wie durch Flammen beleuchtet, ein sehr schöner Effekt. Die Schrift ist sehr verspielt, kann aber aus der Ferne leicht feurig wirken, ein Eindruck, der eben durch die Verspieltheit sowie die Farbgebung entsteht.


Zitate


Sie brauchte keinen Reichtum, um glücklich zu sein, aber darauf lief es immer heraus, auf Macht und Vermögen.
S.23


Der Fluch der Hexenmeisterin Myrvoda hat Malea fest im Griff. Tagsüber konnte sie sich an nichts mehr erinnern, nur schemenhaft geisterten Bilder durch ihren Kopf, die für sie jedoch keinen Zusammenhang ergaben. Nach Sonnenuntergaang war sie wieder ganz sie selbst, doch ohne Erinnerungen an den vergangenen Tag und das brachte sie aufs Neue zur Verzweiflung.
S.48


„Das ist ein… ein…“, stammelte Rylance fassungslos.
„Ein Drache“, beendete Tallex seinen Satz. „Ein schwarzer Drache und leibhaftiger Wächter Zantheras […]“
S.70


Meine Meinung

Normalerweise würde ich hier noch einen groben Überblick aus meiner Sicht verfassen, allerdings kriege ich das bei diesem Buch nicht hin. Es gibt zu viele verschiedene Stränge und Aktionen und auch Charaktere. Ich bin mit diesem Buch nicht warm geworden, erst im letzten Drittel fand ich es gut.
Das fäng schon bei den Charakteren an und zwar bei den Namen: Ich habe nichts gegen fantasievolle Namen, ich finde das schön. Aber hier habe ich zwei Probleme: Erstens gibt es wenig ersichtliche Unterschiede zwischen Männer- und Frauennamen. Hier als Beispiel die beiden aus dem oben stehenden Zitat: Rylance und Tallex. Wer ist hier die Frau, wer der Mann? Natürlich wird das aus dem Buch ersichtlich, aber irgendwie verwechsele ich die beiden immer noch. Und zweitens habe ich bei ein, zwei Namen das Gefühl gehabt, die Autorin hat einfach nur auf der Tastatur rumgehauen und geschaut, was dabei rauskam, z.B. Ysophytaasxiv. Ich habe wirklich kein Problem mit fantasievollen Namen, Rylance finde ich beispielsweise wirklich schön, aber Ysophytaasxiv ist unaussprechbar (und beim Schreiben hatte ich auch meine Probleme…). Und dann noch so viele fremdartige Namen auf einen Schlag – das hat es mir wirklich erschwert. Allerdings – das hätte ich vorher mal nachschauen sollen – findet man einen Anhang mit einer Auflistung aller Charaktere, die vorkommen, sowie ein Glossar für Begriffe wie Iyana. Das erleichtert es natürlich, wenn man es vorher bemerkt.


Auch wenn das bisher alles sehr negativ klingt, habe ich großen Respekt vor der Autorin, die dieses komplexe Gefüge langsam miteinander verknüpft und verbindet. Ich hätte da – selbst mit Hilfsmitteln – schon längst den Überblick verloren. Annette Eickert entwickelt hier wirklich eine unglaubliche Welt, so dass ich es auch schade finde, dass ich persönlich mit dieser Welt einfach nicht warm werde. Diese vielen Fäden, die sich durch die ersten zwei Drittel des Buches ziehen, werden am Ende miteinander verknüpft und ergeben langsam einen Sinn.


Fazit

Es ist eine fantastische Welt, eine komplexe Welt, die Annette Eickert sich hier erbaut. Doch für mich war es zu viel auf einmal, das geschah, so dass ich nicht hundertprozentig von der Geschichte gefangen genommen wurde. 


Bewertung

  
Quellen

Cover
Autorenvita 

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