[Rezension] Artemis Fowl von Eoin Colfer

Titel: Artemis Fowl
Autor: Eoin Colfer
Original: Artemis Foul
Verlag: Carlsen
Band: 1/8
Erschienen am: 1.4.2003/September 2008
ISBN: 978-3551357793
Preis Taschenbuch: 7,99€
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Autor
Lehrer, der mit seiner Familie in Wexford lebt; unterrichtete auch in Saudi-Arabien, Tunesien und in Italien

Inhalt

Artemis Fowl, der jüngste Spross einer alten irischen Gangsterdynastie, möchte mit einem unglaublichen Plan den finanziellen Ruin seiner Familie aufhalten. Mit Hilfe des in seinen Besitz gelangten Buch der Elfen deckt er ein Geheimnis auf, von dem bisher kein Mensch etwas ahnte. Tief unter der Erde hütet das Elfenvolk einen legendären Goldschatz und Artemis macht sich auf, diesen Schatz zu rauben.

Cover

Das Cover meiner Ausgabe, also der aus 2008, ist blau. Sehr blau. Vor einem blauen (überraschend, oder?), technisch wirkenden Hintergrund sieht man nur eine schwarze männliche Silhouette.

Zitate


Die Leute sagten, er sei ganz aus dem alten Holz geschnitzt. Doch sie irrten sich. Master Artemis war aus nagelneuem Holz, von einer Sorte, die noch keiner gesehen hatte.
S.19

Ein normales Kind hätte schon längst aufgegeben. Und ein durchschnittlicher Erwachsener hätte vermutlich nur noch wütend auf die Tastatur eingeschlagen. Doch nicht Artemis.
S.26

Doch Holly hatte ganz besonders schlechte Laune, selbst für eine Unterirdische. Genau genommen war sie eine Elfe. Unterirdische war eher eine allgemeine Bezeichnung. Außerdem war sie eine Alraune, aber das war nur ein Job.
S.31

Meine Meinung

Artemis Fowl ist kein ganz gewöhnlicher Junge, er ist das Oberhaupt einer Gangsterfamilie, nachdem sein Vater verschwand und seine Mutter in eine Art geistige Umnachtung fiel. Unterstützt wird er von Butler und dessen jüngerer Schwester Juliet. Zusammen mit dem Verschwinden seines Vaters ging auch eine Menge Geld verloren und Artemis fast einen ganz besonderen Plan: Er will Elfengold, um seiner Familie den altgedienten Standard zu bieten.

Artemis ist wirklich ein unsympathischer Zeitgenosse, das muss ich sagen. Arrogant, eingebildet, verwöhnt – aber genau das macht auch einiges an diesem Buch aus. Und wie er sich immer wieder dabei ertappt, dass er Witze reißt, was eigentlich nicht seine Art ist, wirkt wiederum sehr amüsant.
Seine Helfer, Butler und Juliet, mochte ich sofort. Der große, starke Butler, der seinen Master auf Teufel komm raus schützt und dann noch die nach Ringen verrückte Juliet, die trotz ihrer speziellen Butler-Ausbildung immer noch ein Teenie ist.
Am meisten fasziniert hat mich jedoch die Welt der Elfen, oder eher die Unterirdischen. Die Vorstellung, dass diese technologisch besser ausgerüstet sind als wir Menschen und dabei Magie mit Technik verschmilzt – z.B. die Flügel -, ist einfach nur spannend. Für mich ist das eine sehr innovative Idee, die aber perfekt umgesetzt wurde. Dazu kommt noch, dass Julius Root und Holly oder auch Foaly einfach tolle Charaktere sind, die ich gleich in mein Herz geschlossen habe.

Auch wenn ich die Protagonisten und Antagonisten sehr sympathisch finde, abgesehen von Artemis, finde ich, dass dieser erste Band doch ein bisschen mehr Spannung hätte vertragen können. Die Geschichte finde ich interessant, man lernt so die Charaktere besser kennen, aber es hat mich nicht mitgerissen. Gerade die Kampfszenen, beispielsweise gegen den Troll, haben ihr volles Potenzial nicht genützt und hätten noch deutlich besser und spannender sein können.

Fazit

Ein guter, aber nicht perfekter Auftakt, für eine sicher noch interessante Reihe. Artemis verkörpert hier vollkommen den Antiheld, was das Buch sicher lesenswert macht, auch wenn es an Spannung mangelt.

Bewertung



Quellen


Cover
Autorenvita
Inhalt

Die Zitate sind der Taschenbuchausgabe 2008 entnommen und auf den angegebenen Seiten zu finden.

Quellen 


Quellen
 Cover

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