[Kommentar] Die Kane-Chroniken. Die rote Pyramide – Rick Riordan

Erster Satz

Wir haben nur ein paar Stunden, also hört gut zu.

Meine Meinung

Nachdem ich der Percy-Jackson-Reihe ja schon verfallen bin, haben mich jetzt die Kane-Chroniken in den Bann gezogen.
Carter und Sadie sind zwei vollkommen unterschiedlichen Geschwister, der eine dunkelhäutig wie sein Vater, die andere so hellhäutig wie ihre Mutter. Und getrennt wachsen die beiden auch auf, denn Carter reist mit seinem Vater, einem Archäologieprofessor durch die Welt, während Sadie nach dem Tod ihrer Mutter bei ihren Großeltern in London aufwächst. Zwei Mal im Jahr sieht sie ihren Vater und ihren Bruder und dieses Mal passiert etwas, mit dem keiner gerechnet hätte.
Beim Besuch im Museum lässt ihr Vater den weltberühmten Rosettasteine explodieren und für die ungleichen Geschwister ändert sich mit einem Mal alles. Ihr Vater ist tot, die Polizei will sie verhaften und dann ist da auch noch dieser seltsame Mann, der sie mitnimmt nach New York.

Ging es bei Percy Jackson noch um die Kinder griechischer Götter, setzt Julius Kane, Vater von Sadie und Carter, hier ägyptische Götter frei, die gefangen waren. Darunter auch Seth, der die Erde beherrschen will, und Professor Kane samt Osiris gefangen nimmt – die alte Geschichte also. Auch Carter und Sadie werden in diese ägyptische Welt hineingezogen und müssen lernen, mit Magie umzugehen, sie begegnen Götter und kämpfen gegen deren Diener. An ihrer Seite die Katzengöttin Bastet, die ihrem Vater den Schutz seiner Kinder versprochen hatte, sowie der Pavian Cheops.
Es ist faszinierend, die altägyptische Welt hier zu sehen, wie sie unsere Welt übernehmen will. Mich faszinieren Götter schon immer und neben dem griechischen und römische Götterpantheon mochte ich schon von früh an die ägyptische Götterwelt mit am Liebsten (ich wollte auch lange Zeit Archäologie mit Schwerpunkt Ägyptologie studieren, bis das Asthma kam). Daher spricht mich diese Reihe auch sehr an, denn hier werden die alten Geschichten neu belebt und dabei so logisch in unsere Welt integriert, dass es eigentlich real sein könnte.
Pyramiden, Portale in andere Erdteile und Magier, die die Erde in Nomoi unterteilt haben, nach dem altägyptischen System. Die Erzählung ist unglaublich detailreich und gut recherchiert.

Sehr gut gefallen hat mir auch, dass Sadie und Carter abwechselnd erzählen. Jeweils ihre Sicht auf die Dinge, dabei zögern sie jedoch auch nicht, sich über sich gegenseitig lustig zu machen. Doch nicht nur das sorgt für einige belustigende Momente, auch wenn sie sich in ihrer Erzählung unterbrechen, um Kommentar abzugeben, ist das doch immer amüsant. 

Wer sich für andere Kulturen und Religionen interessiert, gegen ein bisschen Fantasy nichts einzuwenden hat, ist hier sicher nicht verkehrt.

Quellen:

Cover

Das Zitat entstamm dem Hardcoverbuch und ist auf der angegebenen Seite zu finden.

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