[Rezension] Necare. Verlockung – Juliane Maibach

Titel: Necare. Band 1: Verlockung
Autor: Juliane Maibach
Band: 1/?
Erschienen am: 6.2.2013 (Taschenbuch)
ISBN: 978-1482094862
Preis Taschenbuch: 9,90€
Amazon
Leseprobe

Autorin

wurde 1983 geboren; das Schreiben begann sie bereits in der Grundschulzeit; an Necare arbeitet Juliane seit zehn Jahren, seitdem entwickelt sich die Geschichte immer wieder; ihre Freizeit verbringt sie gerne mit ihrem Freund sowie ihrer Katze und den zwei Hunden

Inhalt

Normalerweise flippt Gabriela nicht gleich wegen eines
hübschen Kerls aus, doch Night ist anders. Er ist nicht nur äußerst
attraktiv, er raubt ihr den Atem, die Sinne, den Verstand. Leider
scheint er unerreichbar und das bleibt nicht ihr einziges Problem, als
sie nach Necare, die Welt der Hexen reist. Sie ist an einem
Eliteinternat aufgenommen worden, wo sie von nun an leben wird. Doch
nicht nur, dass sie als einzige über keine Zauberkräfte verfügt, bald
geschehen auch merkwürdige Dinge; Dämonen bedrohen die Welt. Gabriela
lernt schnell, dass ihr neues Leben viel gefährlicher ist, als sie es
sich je vorgestellt hat. Überall lauern finstere Geheimnisse, die sich
auch um sie selbst ranken.

Cover
Das Cover ist sehr dunkel gehalten, nachtblau und schwarz dominieren. Doch gerade dies ergibt einen starken Kontrast, so dass die junge Frau noch mehr hervorsticht. Ihr braunes Haar verschmilzt jedoch (leider) sehr mit der Umgebung. Auch für die extrem blauen Augen muss man genauer hinsehen, doch diese passend sehr gut zu dem Nachtblau, welches sie wie ein seidiger Umhang umgibt.
Zitate

„Ich bin nicht verrückt, aber ich kann verstehen, dass du das denkst. Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass diese andere Welt existiert. Sie heißt Necare und dein Vater stammt aus ihr. Er ist ein Hexer.“
S.12

„[…] Immerhin sind Ihre Kräfte noch nicht erwacht, normalerweise ist dies nur bei unseren Grundschülern der Fal.. Dass jemand in Ihrem Alter gar keine Kräfte hat, ist bei uns bislang noch nie vorgekommen.“
S.34

Sie hatte Ventus gesagt. Einer der Venari der Radrym. 
S.135


Meine Meinung

Als Gabriela erfährt, dass ihr Vater aus Necare, der Welt der Hexen kommt, und sie dort an einer neuen Schule einen Neuanfang starten könnte, zögert sie nicht lange. In ihren Zimmergenossinnen findet sie auch schnell Freundinnen, denn Céleste, Shadow und Thunder akzeptieren sie so, wie sie ist, auch ohne ihre Zauberkräfte. Doch auch Feindinnen kriegt sie recht schnell, als der absolute Schulschwarm Night ihr hilft. Und dann ist da noch der seltsame Duke, der Night abgrundtief hasst, gleichzeitig aber etwas für Gabriela empfindet.

Gabriela als Protagonistin ist keine Überfliegerin, ganz im Gegenteil: In der Menschenwelt ist sie nicht sehr beliebt und auch in Necare hat sie mit Schwierigkeiten zu kämpfen – in Hinsicht auf Soziales, aber eben auch ihre Probleme mit der Magie. Letzten Endes kriegt sie sogar Nachhilfe und droht, von der Schule zu fliegen. Sie ist ein ganz normaler Mensch, bzw. eine ganz normale Halbhexe, sehr sympathisch, auf dem Boden geblieben, eben wie du und ich. Und ganz ehrlich, welches normale Mädchen würde angesichts dieses absoluten Traumtyps Night nicht ins Schwärmen geraten oder rot werden, wenn er einen anspricht? Wohl die Wenigsten.
Auch ihre Freundinnen sind sehr sympathisch. Ich fand irgendwie ganz amüsant, dass sie Optimismus, Realismus, aber auch Pessimismus verkörpern und diesen Zügen auch weitestgehend entsprechen. Insbesondere Thunder, die ja absolut nicht in Sky verliebt ist, muss ich hervorheben, weil sie für mich von den dreien am meisten Profil bekommen hat. Ich hoffe ja, dass Céleste (ich hoffe, ich verdrehe die ` und ´ nicht, das passiert mir nämlich ständig) und Shadow im nächsten Band noch mehr Persönlichkeit bekommen und somit auch noch mehr herausstechen werden.
Night. Der perfekte Typ. Sieht gut aus, ist super begabt, ist kein Betthüpfer, sondern treu und immer höflich und nett. Ich muss gestehen, obwohl er manchmal Sachen macht, die vielleicht nicht so ganz den Schulregeln entsprechen und bei den Lehrern nicht immer beliebt ist, ist mir Night zu perfekt. Ich mag Männer mit Ecken und Kanten, die nicht dauerfreundlich sind, die nicht supernett sind und eben auch mal Probleme haben. Und Night war mir in dieser Hinsicht nicht ganz greifbar.
Dagegen muss ich aber auch wieder positiv anmerken, dass die beiden Protagonisten nicht praktisch in eine Beziehung hereinfallen und nach einem Blick schon unzertrennlich sind, sondern sich die Geschichte wirklich langsam entwickelt – und Night auch manchmal Charakter zeigt, was mir gefällt. Schade, dass das nicht durchgehend ist (wobei das auch sehr subjektiv ist).

Zur Geschichte an sich: Manchmal, gerade am Anfang, habe ich mich wirklich an Harry Potter erinnert gefühlt. Gabriela erfährt von einer Welt, die sie nicht kennt, in der sie aber schon in einer Schule angenommen ist. Dementsprechend weiß sie auch noch nichts von ihren Fähigkeiten. Und es gibt einen Antagonisten, der wohl die ganze Reihe begleiten wird. Das war es dann aber auch schon mit den Ähnlichkeiten, doch gerade am Anfang habe ich unwillkürlich verglichen.
Umso mehr hat es mich gefreut, als die Geschichte sich immer weiter entwickelt hat und das definitiv auf eine sehr schöne Art und Weise. Es gab interessante fantastische Geschöpfe, deren Beschreibung genau richtig war: nicht zu detailliert, genauso dass man sich eben noch selbst ein Bild von ihnen machen kann. Die Fantasie kann hier wunderbar wirken und ich habe so manch gruselige Gestalt vor mir gesehen.

Was mir jedoch nicht so gefallen hat, sind die Namen. Auch das ist zwar wieder sehr subjektiv und die Idee mit dem Buch, welches den Schülern passende Namen gibt, ist zwar sehr schön, war für mich aber ein überflüssiges Detail. Ich habe mich gefreut, dass Gabriela eben Gabriela heißt, denn ich bin nicht so der Fan von so Namen wie Night, Sky oder auch Thunder. Letztendlich war es allerdings auch nicht störend und ist eher eine persönliche Vorliebe.

Fazit

„Necare“ ist eine gute Fantasygeschichte mit romantischen Elementen und dem klassischen Internatinhalt. Dabei lässt sie jedoch Raum für die eigene Vorstellungskraft und stellt einem sehr interessante, außergewöhnliche fantastische Gestalten vor. Außerdem bleibt noch viel Raum für weitere spannende Bände und ich freue mich auf eine Fortsetzung.


Bewertung

Quellen
 

Autorenvita 
Die Zitate sind dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.

Dank
 
Mein Dank geht an Juliane Maibach, die mir das Buch zur Verfügung gestellt hat. 

Weitere Posts zum Thema

One thought on “[Rezension] Necare. Verlockung – Juliane Maibach

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.