[Rezension] Vom Mondlicht berührt – Amy Plum

Titel: Vom Mondlicht berührt
Autor: Amy Plum
Original: Until I die
Band: 2/3
Verlag: Loewe
Erschienen: Januar 2013
ISBN: 978-3785570432
Preis Hardcover: 18,95€

Autorin


geboren in Birmingham, Alabama; Kunsthistorikerin in New York; lebte in
London und Paris; zog mit ihrem Mann in die französische Provinz;
schreibt ihre Geschichten in dem kleinen Steinhäuschen im Garten

Inhalt

In Kates Leben ist nichts mehr, wie es einmal war. Vincent und sie
scheinen die Probleme überwunden zu haben, die sein Dasein als Revenant
mit sich bringt. Als ihre Liebe zueinander stärker wird, drängt sich
allerdings eine Frage auf: Wie sollen sie zusammenbleiben, wenn es
Vincents Schicksal ist, immer wieder sein Leben zu opfern, um das
anderer Menschen zu retten? Vincent hat zwar einen Weg gefunden, nicht
mehr sterben zu müssen, aber der Preis dafür ist hoch. Kate kann und
will es nicht ertragen, ihn derart leiden zu sehen, und sucht nach einem
Ausweg aus dieser Situation. Doch dann tauchen plötzlich die
skrupellosen Feinde der Revenants wieder auf und Kates Pläne drohen zu
scheitern. Wird Vincents und ihre Liebe stark genug sein, um alle
Hindernisse zu überwinden?

Cover

Während das erste Cover einen Straßenzug von Paris zeigte, sieht man hier nun ein typisches Café – dies übrigens auch das einzige, was sich auf dem Cover außer der Farbe verändert hat. Statt dem schönen Grün vom ersten Band ist hier ein Fuchsiaton dominierend. Dunkles Pink, das schon eher rötlich ist. Leider gefällt mir dadurch ein Detail nicht mehr, die roten Rosen, weil ich diese Farbkombination nicht sonderlich mag. 
Ansonsten finde ich das Cover wieder sehr gelungen. Ich finde schön, dass Paris und insbesondere die für Kate wichtigen Schauplätze (sie besucht ja oft Cafés) in Skizzenform miteingebracht werden.
Zitate

Das Mondlicht fiel hell in den gesamten Hof und erleuchtete den marmornen Brunnen mit der lebensgroßen Statue eines Engels, der eine Frau in den Armen hielt. Wie jedes Mal erinnerte mich diese Darstellung an Vincent und mich. Für mich war das symbolische Gehalt der Statue so schwer wie der Marmor, aus dem sie geschlagen war.
S.26

„Es gibt eine uralte Prophezeiung, die mal ein ein Revenant zu Zeiten der Römer verfasst hat. Sie besagt, dass eines Tages ein Meister aus unseren Reihen hervorgehen wird, um uns im Kampf gegen die Num zu führen und sie zu besiegen.“
S.65

„Aus seinem Stammbaum wird der Seher hervorgehen, der eines Tages den Auserkorenen erkennen wird. Wenn dir je einer den Weg aus deiner Misere weisen kann, wird es ein Heiler sein, der dieser Familie entstammt. […]
S.175

Meine Meinung

Es geht weiter mit der Geschichte um Kate und ihren Revenant Vincent. Nachdem die beiden im letzten Band gemeinsam den Pariser Numa-Anführer besiegt haben, ist es ruhig um diese geworden. Zu ruhig. Und das macht den Revenants Sorgen, denn sie befürchten einen Angriff aus dem Nichts.
Hinzu kommt, dass Kates einzige weibliche Freundin, Charlotte, zusammen mit ihrem Charles zu Erholung aufs Land geschickt wird. Und Ersatz für die beiden ist auch schnell gefunden: Violette und Arthur, zwei sehr alte Revenants mit viel Erfahrung, komplettieren nun das Team.

Am ersten Band hatte ich ja doch noch einiges, was mir nicht hundertprozentig gefallen hat, doch dieser Band hier hat mich ohne wenn und aber überzeugt. Okay, ein winzig kleines Aber: Ich fand den Rückblick auf Band 1 etwas erzwungen und nicht fließend. Das wars dann aber auch wirklich.

Kate und Vincent haben mir dieses Mal besser gefallen, vermutlich auch, weil der Fokus eben nicht mehr nur auf ihnen lag, sondern auch die anderen Revenants, Georgia und die Großeltern mehr Wörter gewidmet bekamen. Es ist nicht mehr eine reine Liebes-Show, jeder hat hier seinen Raum gefunden.
Auch Violette und Arthur sind sehr interessante Charaktere, die – nichts gegen Charlotte oder Charles – mehr Spannung reinbringen. Allein schon ihre Sprache und ihr Denken bezüglich Revenants und Menschen sorgt schon für einige Konflikte. Und ihre Entwicklung in der Gesellschaft und in diesem Jahrhundert ist interessant zu beobachten.
Ich mag ja Jules als Charakter sehr und habe mich gefreut, dass er in diesem Band viele Auftritte bekommen hat. Seine harmloses Flirten mit Kate fand ich zwar manchmal nicht so harmlos, wie sie es abtut, aber letzten Endes sorgt das doch immer wieder für amüsante Momente. Und gerade wenn er ernst wird, ist Jules eigentlich einer der faszinierendsten Charaktere des Buches.
Freche Sprüche produziert Georgia am laufenden Band und insbesondere der Konflikt zwischen ihr und Violette, dieser Unterschied im Charakter, beweist dies. Georgia ist definitiv ein Charakter mit vielen Schichten, die sie gerne unter oberflächlichem Getue verbirgt.

Dieses Mal war ich sofort in der Geschichte drin und hing an meinem Buch fest, ich war einfach gefesselt. Es stimmte alles: Inhalt, Charaktere, Sprache. Gerade der Inhalt hat mir sehr zugesagt, denn diese unterschwellige Gefahr, die immer von den Numa ausging, hat das Spannungslevel das gesamte Buch über hoch gehalten.
Hinzu kommt etwas, das die Welt der Revenants und der Numa gewaltig aufmischen könnte: die Prophezeiung über den Meister. Anfangs hab ich gezweifelt, ob ich das nicht übertrieben finden soll, aber es passt einfach perfekt in den Verlauf. Vor allen Dingen in Kombination mit Kates eigener Suche, doch darüber will ich nicht allzu viel verraten.
Und das alles vor Paris als wahrer Traumkulisse (auch wenn ich das echte Paris, zumindest den Touristenteil, nicht annähernd als so bezaubernd empfand). Doch die Beschreibungen dieser Stadt sind Amy Plum hervorragend gelungen. Und wo lässt sich so eine Liebesbeziehung besser arrangieren als in Paris? Ich finde sogar, dass die Geschichte der Revenants perfekt nach Paris passt, die Möglichkeit in einem dieser riesigen Häuser zu leben, die aus einer anderen Zeit stammen und eine andere Geschichte erzählen. Nur noch Rom oder Venedig wären hier für mich passende Orte gewesen, doch Paris wohnt natürlich ein ganz anderer Zauber inne.

Aber ich bin immer noch der Ansicht, dass Charlotte und Charles, insbesondere letzterer, ihren eigenen Band als Zusatz zu der Reihe bekommen könnten. Insbesondere Charles‘ Weg aus diesem Band würde mich noch mehr interessieren!

Fazit

War ich vom ersten Band zwar schon begeistert, habe da aber noch einiges zu bemängeln gehabt, hat mich „Vom Mondlicht berührt“ von der ersten Seite an verzaubert und in den Bann gezogen. Eine traumhafte Geschichte voller Romantik, Magie und Überraschungen!

Bewertung


Quellen

Cover
Autorenvita wurde dem Klappentext des Buches entnommen.
Inhalt

Die Zitate sind dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden. 

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