[Rezension] Auracle – Gina Rosati

Titel: Auracle
Autor: Gina Rosati
Original: Auracle
Verlag: Bloomoon
Erschienen am: 05.02.2013
ISBN: 978-3-7607-8907-1
Preis Hardcover: 16,99 €
Leseprobe 

Autorin

Gina Rosati hat schon als Sekretärin, Kuchendekorateurin und Bibliothekarin geabriet, bevor sie Schriftstellerin wurde. Sie ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. Auracle ist ihr Debütroman.

Inhalt

Die 16-jährige Anna Rogan ist ein ganz normaler Teenager – hätte sie
nicht die Gabe, unbemerkt ihren Körper zu verlassen. Astral besucht
Annas Seele die entlegensten Winkel des Universums. Reisen, deren
Schönheit Anna genießt, deren Gefahr sie jedoch übersieht – bis es zu
spät ist:

Ich brauche eine Weile, um zu verstehen, dass mein Bett leer ist. Was fehlt, bin ich. Ich bin NICHT DA! Ich sehe auf den Boden und unter das Bett, aber ich kann mich nirgendwo finden. Nein, nein, NEIN! Panik steigt in mir hoch wie eine Tsunami-Welle. WO zum Teufel bin ich? 
Dann geht die Badezimmertür auf. Was zur Hölle…? Es ist mein Gesicht, aber mit einem Ausdruck wie aus einem Zombiefilm. Doch irgenetwas kommt mir bekannt vor.
Dieses Miststück!!! DAS IST TAYLOR DA DRIN – IN MEINEM KÖRPER!

Cover

Ich finde das Cover einfach nur wunderschön und ich könnte es mir immer wieder ansehen. Diese dunkle Türkis, fast schon stellenweise Grüne, gibt dem Ganzen eine mystische Aura, der noch durch diese Blasen, Punkte oder wie auch immer ihr es bezeichnen würdet, verstärkt wird. Man sieht eine junge, blonde Frau im weißen Kleid, die fast zu schweben scheint, und sich dabei auf ein helles Licht zu bewegt. Im Hintergrund ein Wasserfall, ein See, Wald und Berge, aber alles verschwommen, so dass der Fokus auf der jungen Frau bleibt. Wie schon erwähnt, hat das Cover für mich eine fast schon mystische Stimmung. Im Original sieht man das gleiche Bild, doch hier ist das Blau härter – zumindest meiner Ansicht nach – während unsere Variante mit diesem tollen Farbton eher weich wirkt.

Erster Satz

Als das Licht ausgeht, flüstert mir Rei Ellis leise zu: „Anna, geh nicht.“
S.7

Meine Meinung

Anna hat die besondere Fähigkeit, ihren Körper zu verlassen und nur als reine Energie zu existieren und hinzugehen, wo sie möchte. Einzig und allein ihr bester Freund Rei weiß von dieser Fähigkeit, vor allen anderen hält sie es geheim, auch vor Seth, dem dritten im Bunde ihrer Freundschaft. Doch als dann etwas Schreckliches geschieht, besetzt Taylor Annas Körper, ausgerechnet Taylor! Und für Anna beginnt ein Kampf ums Überleben, bei dem nur Rei ihr zur Seite stehen kann.

Wer hätte nicht gerne die Fähigkeit, sich innerhalb eines Sekundenbruchteils an einen anderen Ort zu beamen, wo man auch hin will? Vielleicht in das All oder einen Vulkanausbruch beobachten? Oder einfach nur am Strand rumhängen? Möglicherweise mit wilden Tieren durch die Gegend ziehen? All das kann Anna und all das probiert sie auch aus. Sie ist einfach eine neugierige Jugendliche, die eine besondere Fähigkeit hat und diese auch ausgiebig nutzt. Doch der wahren Möglichkeiten wird sie sich erst im Verlauf der Geschichte bewusst. Ansonsten ist Anna eher unauffällig, sie gehört nicht zu den Beliebten, ist eher ruhig und schüchtern und auch nicht auf Kerle aus.
Ganz anders Taylor, die es vor allen Dingen mit allen Mitteln auf Seth abgesehen hat. Sie kleidet sich sehr freizügig, legt gerne MakeUp auf und gehört zu den beliebten Mädchen, aber auch zu den klügsten. Sie ist das komplette Gegenteil von Anna und da man auf Annas Seite steht, wird einem Taylor nicht unbedingt sympathisch. Positiv fand ich jedoch, dass am Ende wenigstens ein kleiner Einblick in ihr Denken gegeben wird und sie sich dem Leser etwas mehr öffnet. Der Teil hat mir sehr gut gefallen.
Rei ist ein interessanter Charakter, er betreibt Kampfsport, joggt gerne mit Seth, betreibt aber auch Krafttraining und meditiert. Er liebt seine kleine Schwester, ist in der Schule hervorragend, sieht auch noch gut aus und setzt sich immer für andere ein. Er hilft seiner Mutter usw. Kurzum: Er ist eigentlich schon fast zu perfekt. Aber andererseits passt vieles davon hier einfach in seiner kulturelle Abstammung: Wir alle kennen doch die Berichte von asiatischen Kindern und Jugendlichen, die scheinbar in allem, was sie tun, perfekt sind und das Beste erreichen wollen. Trotz diesem Hintergrund bleibt Rei sehr sympathisch und auf dem Boden. Auch seine Freundschaft zu Anna ist bombenfest, obwohl die ja nun eigentlich nicht in sein Leben passt, genauso wenig wie Seth, denn beide sind alles andere als perfekt.

Die Idee hat mir sehr gut gefallen, diese Möglichkeit, sich so zu befreien, einfach fantastisch! Auch die Erklärungsversuche, die Rei anstellt, was mit Anna passiert, fand ich an und für sich als Laie logisch und stimmig. Sehr schön gelungen war der Aufbau des Buches, denn man stürzt nicht in das Geschehen hinein, sondern lebt erst eine Weile mit Anna und lernt ihre Fähigkeiten kennen. Es ist nicht hektisch oder überzogen, aber auch nicht langweilig. Der Grund für Taylors Aufenthalt in Annas Körper wird systematisch entwickelt und herangebracht. Es ist in sich stimmig, logisch und eben… ich kann mich nur wiederholen, es ist nicht überstürzt. Die Autorin hat sich Zeit gelassen für Charakter- und Storyentwicklung. Einziger kleiner Minuspunkt ist für mich die Lösung des Problems, die zwar an sich sehr sinnvoll ist, doch sehr überraschend kam. Hinzu kommt dabei, dass ich den Ort dieses Geschehens und vor allen Dingen auch den Zeitpunkt etwas ungünstig gewählt und konstruiert fand.

Fazit

Tolles Buch, das einen langsam gefangen nimmt und eine innovative Grundidee hat.


Bewertung

    

Quellen

Cover
Autorenvita – dem Buch entnommen
Inhalt sowie Klappentext des Buches

Mein Dank

geht an den Bloomoon-Verlag sowie Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar.  

Weitere Posts zum Thema

2 thoughts on “[Rezension] Auracle – Gina Rosati

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.