[E-Rezension] Schicksalsrelikte – Lena Minkus

Titel: Schicksalsrelikte
Autor: Lena Minkus
Verlag: PeBo-Verlag
Erschienen am: 22.11.2012
ISBN: 978-3939257325
Preis TB: 15,50€

Autorin

Lena Minkus wurde am 10. Dezember 1995 in Speyer geboren. Sie lebt mit
ihren Eltern und ihrer jüngeren Schwester in Freisbach, einem kleinen
Dorf in der Nähe von Speyer. Seit ihrer Grundschulzeit schreibt sie
gerne.Lena Minkus besucht die 11. Klasse des Gymnasiums am
Kaiserdom in Speyer. Dort ist sie seit dem 8. Schuljahr für die
Schülerzeitung als Journalistin tätig.
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Inhalt

Versteckt an den entlegensten Orten der Welt warten
die uralten Artefakte der Schicksalsgöttinnen auf ihre Entdeckung. Nur
mit ihrer Macht hat die Schatzjägerin Ivaine Glory eine Chance auf Rache
für den Tod ihres Freundes. Doch wer ist die Jägerin, wer die Gejagte?
Immer wieder taucht ein mysteriöser Fremder auf, alte Feinde verfolgen
sie vom brasilianischen Dschungel bis in die Wüste Afrikas und die
Mörderin ihres Freundes trachtet danach, ihre Welt endgültig zu
zerstören.
Erster Satz
Vermutlich hätte ich mich im Blitzlicht der Kameras winden sollen, doch der Schrecken des gerade Geschehenen hielt mich davon ab.

Meine Meinung

Der Inhalt des Buches erinnert mich an eine Mischung aus Indiana Jones, Crocodile Dundee und Lara Croft (etwas Ähnliches wird sogar einmal im Text selbst erwähnt). Aber das ist gut, ich mag solche Inhalte und solche Geschichten und daher bekommt die Idee von mir schon mal ein großes Plus. Die Umsetzung sagt mir im Großen und Ganzen zu, lediglich der Schluss war für mich nicht ganz so gut gelungen. Es war etwas abrupt, kam ziemlich plötzlich; aber ich muss sagen, dass zumindest der Überraschungsmoment sehr gut war, mit diesem Ausgang hätte ich nicht gerechnet.

Ivaine oder auch Ivy war als Protagonistin sehr schwierig. Einerseits mochte sie, andererseits fragte ich mich doch, warum: Sie ist stur, informiert sich nicht richtig, rennt blindlings drauf los und obwohl sie die Artefakte eigentlich schätzt, geht sie zugleich wirklich leichtsinnig mit diesen uralten Dingen um. Und bereuen tut sie es auch nicht, wenn sie mal aus Versehen einen alten Tempel oder so zerstört. Trotz allem mochte ich sie. Obwohl ich ihre Vorgehensweise wirklich nicht gut fand, empfand ich dennoch Sympathie für den Charakter.
Pat als ihr Freund gefällt mir, neben dem Butler Henry, mit am Besten. Was ich nicht ausgereift fand, war jedoch seine Krankheit. Diese wird immer nur nebenbei erwähnt, aber es wird nicht tiefer darauf eingegangen, man erfährt nicht, was er hat und wie es sich auswirken könnte. Es erschien mir, als wäre hier einfach nur ein irgendein Grund benötigt worden, warum Ivy alleine reist.
Dennoch hätten die Beziehungen durchaus noch mehr Potenzial gehabt, sie hätten noch mehr ausgebaut und beschrieben werden können, beispielsweise Ivy und ihr Vater, das ließ viele Fragen offen, leider.

Nicht ausgereift war gerade anfangs auch der Schreibstil, denn oft waren gerade im ersten Teil des Buches die Sätze sehr pathetisch, sehr gewollt. Allerdings entwickelt sich dieser im Verlauf der Geschichte immer weiter, so dass sich das auch legt und so hat mir das Ganze doch schon besser gefallen. Ein weiteres Problem für mich waren auch Sprünge im Geschehen, die sehr hart und plötzlich waren, welche eindeutig weicher und fließender hätten ausfallen können. Hier merkt man, dass die Autorin noch recht jung ist und ich bin mir sicher, das gibt sich mit der Zeit.
Doch auch wenn ich hier meine Kritikpunkte habe, hat mir der Stil an sich doch gut gefallen. Das Buch liest sich trotz allem leicht, besitzt schöne Beschreibungen, die mir dennoch erlaubten, meine eigene Fantasie wirken zu lassen. Und besonders die Action-Szenen sind sehr gelungen, etwas, das nicht immer der Fall ist.
Ein ganz anderes Problem hatte ich aufgrund der Tatsache, dass ich das Buch auf einem E-Reader gelesen habe. Da man sich ja die Schriftgröße individuell anpassen kann, hat hier die Worttrennung nicht wirklich funktioniert, so dass ich leider oft mitten im Fließtext getrennte Wörter hatte – ohne jeden Sinn. Das empfand ich doch als störend und irritierend.

Fazit

Auch wenn ich einige Kritikpunkt anzuführen hatte, bin ich doch in den Bann dieses Buches gezogen worden: Ich habe mitgefiebert und mitgelitten. Ich denke, Lena Minkus ist eine Autorin mit großem Potenzial und wird sich noch weiterentwickeln, doch hier hat sie schon ein wirklich gutes Abenteuer-Buch abgeliefert.

Bewertung

Ich muss mir wirklich mal halbe Brillen zulegen, da ich keine habe, schreibe ich es jetzt einfach: Eine halbe Brille gibts noch oben drauf.

Quellen

Cover
Autorenvita
Inhalt

Das Zitat ist dem Buch entnommen. 

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