[Rezension] Lords und Ladies/Helle Barden – Terry Pratchett

Titel: Lords und Ladies. Helle Barden
Autor: Terry Pratchett
Original: Lords and Ladies/Men at Arms
Verlag: Goldmann
Erschienen am: 12.02.2007
ISBN: 978-3442133932
Preis TB: 9,-
Leseprobe

Autor

Terry Pratchett wurde 1948 in Beaconsfild geboren und ist mit über 45
Millionen verkauften Scheibenweltbüchern wohl einer der erfolgreichsten
Autoren der Gegenwart. 1983 legte er mit „Die Farben der Magie“ den
Grundstein der fantastischen Scheibenwelt. All seine Verdienste, Preise
und sein unglaubliches Wirken kann ich hier gar nicht nennen, zu viel
kam von diesem großartigen Autor. Seit 2007 ist jedoch bekannt, dass er
unter einer Frühform von Alzheimer leidet und seitdem konzentriert sich
Terry Pratchett nur noch auf das Schreiben. Für Interessierte empfehle
ich den unten angegebenen Link der Autorenvita.

Inhalt

„Lords und Ladies“: Im Königreich Lancre auf der Scheibenwelt wohnen die
Hexen Oma Wetterwachs, Nanny Ogg und Magrat Knobloch. Ausgerechnet
Magrat steht kurz vor ihrer Vermählung mit dem König von Lancre. Aber
als ein paar Nachwuchshexen und bissige Elfen auftauchen, wird der
Mittsommernachtstraum verhexter als je zuvor …

„Helle Barden“:
In Ankh-Morpork, der größten Stadt der Scheibenwelt, wird der
Assassinengilde das Gfähr gestohlen, eine Waffe mit noch unbekannter
Wirkung. Ausgerechnet die Stadtwache, berüchtigt für ihren Hang zum
Chaos, soll eine Reihe Morde aufklären, die mit dem Gfähr begangen
wurden …

Erste Sätze

Normalerweise sind die einzelnen Scheibenweltromane unabhängig voneinander.
S.5 von Lords und Ladies

Korporal Karotte von der Stadtwache in Ankh-Morpork (Nachtschicht) nahm im Nachthemd Platz, griff nach em Stift, kaute eine Sekunden lang darauf und schrieb dann: „Liebe Muther, lieber Father, hoite habe ich eine große Überraschung, denn man hat mich zum Korporal befördert!! […]“
S.5 von Helle Barden

Meine Meinung

Die beiden Bücher gehören ja zu den älteren Büchern der Scheibenwelt und denen bin ich so oder so hoffnungslos verfallen. Inhaltlich sind die Bücher – wie immer – humorvoll, kritisch und sehr lesenswert. Terry Pratchett gelingt es meistens, die Gesellschaftskritik so zu verpacken, dass sie nicht bösartig oder garstig wird. Gleichzeitig hat er einen wundervollen Humor, der hier gut zum Vorschein kommt.
Außerdem spielen zwei meiner Lieblingsgruppierungen der Scheibenwelt hier die Hauptrolle: die Hexen rund um Oma Wetterwachs und bei Helle Barden dann die Stadtwache – zuständig für die Nachtwache – mit Mumm, Karotte und vielen mehr.

Diese Protagonisten sind mir wirklich so ziemlich die liebsten der Scheibenwelt: Oma Wetterwachs, Nanny Ogg, Margrat, das sind alles die Namen von liebgewonnen Charakteren. Terry Pratchett hat mit diesen Gestalten wirklich urige, kauzige und einzigartige Protagonisten erschaffen, die durch ihre besondere Art und Weise einen immer wieder bestechen.

Was soll ich groß zum Schreibstil sagen? Durch die amüsanten Fußnoten bekommen die Geschichten immer etwas Besonderes. Der Stil an sich ist bildreich, wortreich und pointenreich. Ich persönlich mag ihn einfach sehr, für mich ist das Lesen von Pratchett-Büchern immer wieder Entspannung. Diese Bücher kann ich immer lesen, egal wie es mir geht, ein Scheibenwelt-Roman geht immer.

Besonders ist hier, dass das eine Spezialausgabe von 2007 ist, in der die beiden Büchern zusammen raus kommen. Ähnlich wären hier „Rincewind der Zauberer“, „Mummenschanz/Helle Köpfe“ oder „Schweinsgalopp/Fliegende Fetzen“.

Fazit

Okay, ich bin Terry Pratchett einfach verfallen. In den neueren Büchern gefällt mir zwar nicht alles, aber wenn ich ältere Bände der Scheibenwelt-Reihe vor mir habe, so wie hier, bin ich einfach nur hin und weg. Diese Bücher entspannen mich, amüsieren mich, entführen mich in eine Welt und haben alles, was ich an Büchern schätze.


Bewertung

Quellen

Cover
Autorenvita
Inhalt

Die Zitate wurden dem Buch entnommen und sind auf der angegebenen Seite zu finden.

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