[E-Rezension] Die Chroniken der Seelenträger. Der Wächter – E. Snyder

Titel: Die Chroniken der Seelenträger. Der Wächter
Autor: E. Snyder
Erschienen am: 01.03.2013
ISBN: 978-1482633085
Preis TB: 8,99€
Preis E-Book: 3,99€

Autorin

wurde 1974 in Karlsruhe geboren; gelernte Krankenschwester; lebt in der Nähe von Heidelberg

Inhalt

Jenny will doch nur ein normaler Teenager sein! Doch sie ist krank.
Starke Kopfschmerzen, Sehstörungen und düstere Träume plagen sie. Ein
Blackout verschlägt sie an einen weit entfernten Ort. Und dann ist da
Konrad: Der geheimnisvolle Neue. Er eröffnet ihr den Blick in eine Welt,
in der Licht und Dunkel miteinander ringen und in der sie die
Auserwählte einer Rettung verheißenden Prophezeiung zu sein scheint.

Erster Satz

Jenny friert.

Meine Meinung

Zuerst mal ein kleiner Hinweis: Ich habe die zweite Auflage auf dem Kindle gelesen, die im Selbstverlag erschienen ist. Die Erstauflage gab es beim Aavaa-Verlag – auch mit anderem Cover – als Taschenbuch. Von der Ausgabe, die ich gelesen habe, gibt es auch ein Taschenbuch.

Die Geschichte dreht sich rund um Jenny, die plötzlich Farben um Menschen erkennen kann, was sie als Sehstörungen empfindet. Visionen in Form von Träumen plagen sie auch und plötzlich ist sie mitten drin im Kampf von gut gegen böse und muss lernen, ihre eigenen Kräfte einzusetzen. Sie ist eine Seelenträger, eine ganz besondere mit einzigartigen Fähigkeiten. Ihr zur Seite steht nicht nur ein Wächter, sondern auch viele Krieger, Heiler und Seher.

Jenny ist eine sehr unsichere Protagonistin und auch ziemlich ahnungslos. Sie weiß nicht, was passiert, warum es passiert und was sie machen soll. Gut gelungen sind die Schritte, in den sie sich entwickelt, es gibt immer wieder Schübe, aber auch kleine Rückschläge, nur gegen Ende geht mir das alles etwas zu schnell und zu leicht. Leider muss ich auch sagen, dass ich es nicht mehr sehen kann, wenn eine Protagonistin sich nicht sonderlich hübsch, klein, unauffällig und zu pummelig findet, im Moment lese ich das in fast jedem zweiten Buch und mir macht das den Charakter auch nicht sympathischer.
Die anderen Charaktere find ich sehr schön wirklich, ich habe jeden einzelnen, gerade vom weißen Bund, in mein Herz geschlossen, insbesondere aber den großen Arthur. Sie sind speziell, haben trotz ihres Daseins als Nebencharakter genug Spielraum, um sich selbst zu präsentieren und entwickeln. Auch wenn Jenny und ihr Wächter natürlich im Vordergrund stehen, lernt man auch die Facetten der anderen gut kennen.

Ich habe ja ein Faible für Geschichten, in denen auch Aura erkennen eine Rolle spielt, dementsprechend hat mir die Grundidee der Seelenfragmente gut gefallen. Es ist eine interessante Idee, deren Umsetzung mir zumindest rein inhaltlich sehr gut gefallen hat.

Aber die Sprache dagegen hat leider immer wieder viele Defizite vorzuweisen. Es gab oft Sätze, die seltsam konstruiert waren und über die ich immer wieder gestolpert bin. Kommata wurden stellenweise so verschoben, dass die Sätze keinen Sinn mehr machen konnten, wenn man sie sich nicht wegdachte. Und wenn es um solche Fehler geht, habe ich damit wirklich meine Probleme. Das trübt ganz eindeutig mein Lesevergnügen und ich erinnere mich einfach mehr daran, als an den Inhalt oder die Charaktere. Es schreckt mich ab, eine eventuelle Fortsetzung zu lesen. Über die üblichen Fehler, die es immer mal wieder gibt, sehe ich herüber, auch wenn die Kommata mal vor Wörtern sind, wo sie nicht hingehören, oder aber und zu mal fehlen. Aber leider fehlt hier an einigen Stellen das Gefühl für Sprache komplett und das ist angesicht der spannenden Geschichte doch sehr schade.

Fazit

Wenn es rein um den Inhalt und die Protagonisten gehen würde, wäre ich von der Geschichte sicherlich überzeugt, wenn auch nicht begeistert, aber durch stellenweise wirklich schlechte Grammatik wird das Lesevergnügen doch sichtlich getrübt – schade.


Bewertung

Quellen

Cover
Autorenvita
Inhalt – von Amazon

Das Zitat ist dem Buch entnommen.

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