[BaBü] Fünf – Doris Rothweiler

Titel: Fünf
Autor: Doris Rothweiler
Verlag: Bookshouse
Erschienen am: 22.03.2013
ISBN: 978-9963724581
Preis E-Book: 4,99€
Preis broschiert: 12,99€
Leseprobe

 

Autorin

Doris Rothweiler wurde 1972 in Villingen geboren und wuchs in
Blumberg, nahe der Schweizer Grenze auf. Nach einem Studium der
Verwaltungswissenschaften machte sie eine Ausbildung zur
Lerntherapeutin. Mit ihren beiden Töchtern lebt sie heute in
Donaueschingen.

Inhalt

Nach dem Mord an einem kleinen Mädchen erleidet die junge, unerfahrene
Kommissarin Katrin Schwarz einen Zusammenbruch. Nur langsam erholt sie
sich von den Eindrücken, die der Fall auf ihrer Seele hinterlassen hat.
In dieser Zeit lernt Katrin den Deutschamerikaner Daren Grass kennen und
verliebt sich in den gut aussehenden Journalisten.
Doch schon bald
erschüttert ein weiteres Verbrechen das beschauliche Städtchen Hüfingen
am Rand des Schwarzwaldes: Die fünfjährige Julia Göggel wurde entführt
und kurz darauf ermordet aufgefunden.
Noch bevor das Ermittlerteam
dem bestialischen Serienmörder auf die Spur kommt, wird ein weiteres
fünfjähriges Mädchen entführt, dessen Versteck der Täter nicht
preisgibt. Es beginnt ein Wettlauf um das Leben des Kindes, an dessen
Ende Katrin alles zu verlieren droht.

Erster Satz

»Ich will aber nicht zu Onkel Klaus«, maulte Ralf und verschränkte die Arme vor der Brust. »Der macht mir Angst.«

Meine Meinung 

Es ist wirklich ein spannender Thriller, den Doris Rothweiler da als ihr Debütwerk abliefert. Wir haben eine spannende Hauptgeschichte, mit Josef und Johanna oder auch Katrin und Daren tolle Nebenerzählungen, die dem Ganzen noch mehr Tiefenwirkung geben. Gerade die Geschichte von Kommissar Josef Horn ist eine wirklich tragische und mitgefühlerregende. Ich bin sicher, im Nachfolger „Maleficius“ werden wir noch mehr von diesem Schicksal erfahren.
Doch auch die eigentliche Geschichte, die Entführung und Morde an wirklich kleinen Kindern ist unglaublich spannend und mitreißend. Ich selbst hatte so ab Mitte des Buches das Gefühl, die Lösung zu kennen, zumindest teilweise und für mich hat es sich immer mehr rauskristallisiert, dass ich richtig liege. Dennoch blieb es spannend bis zum Schluss und gerade dieser war unglaublich emotional und berührend geschrieben.

Schon an Katrin sieht man, wie menschlich die Protagonisten hier gestaltet wurden, wie stark diese Gefühle zum Vorschein treten und welche Auswirkungen sie haben – natürlich spiele ich hier insbesondere auf ihren Nervenzusammenbruch an. Auch Johannas Krankheit ist sehr realistisch dargestellt – sehr beängstigend auch.
Und am Beeindruckendsten fand ich den Täter, wenn er eine Rolle spielte, Doris Rothweiler ist hier sehr gut gelungen, seine Motive, seine Gefühle und sein Denken zu beschreiben. Von Verständnis möchte ich jetzt nicht sprechen, aber seine Beweggründe für die Taten kann man nachvollziehen, zumindest auf rein logischer Ebene.

Schwarzwald im Buch?

Es steht Schwarzwaldthriller drauf, doch bis auf die Namen der Orte war kein Schwarzwald drin. Für mich sind es Orte, mit denen ich sogar recht viel verbinde, aber es kommt einfach nicht dieses Flair rüber, denn der Schwarzwald nun mal auch besitzt. Weder von Freiburg noch von Villingen oder Donaueschingen wurde viel rübergebracht. Wer diese Orte nicht kennt, wird sich auch nach Lesen dieses Thrillers kein Bild von ihnen machen können.
Dennoch ist es natürlich für einen Leser, der diese Orte wirklich kennt, deutlich beängstigender, weil man sich die Straßen vorstellt, auf denen der Mörder zuschlägt. Es ist doch immer realistischer, wenn man einen Bezug zu den Städten eines Buches hat, oder?
Trotzdem hätte ich mir in diesem Bereich deutlich mehr erhofft. Das einzige, was für mich richtig gepasst hat, war der Schwarzwaldhof, der beschrieben wurde. Schade, dass das Prädikat „Schwarzwaldthriller“ nicht das hielt, was es mir versprochen hat.

Fazit

An und für sich ist „Fünf“ ein wirklich spannender Thriller, der auch mit detailreichen Nebenerzählsträngen punktet. Doch unter dem Aspekt „BaBü“ war es für mich doch etwas enttäuschend, da kaum Schwarzwaldtypisches drin zu lesen war.

Bewertung

Und die vierte Brille steht in Klammern: rein inhaltlich betrachtet, würde ich sie geben, doch da Schwarzwald fehlt, gibts sie es nur so:

Quellen

Cover
Autorenvita
Inhalt

Das Zitat ist dem Buch entnommen.

Danke an den Bookshouse-Verlag für das Rezensionsexemplar.

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