[E-Rezension] Projekt Armageddon – Susanne Gerdom

Titel: Projekt Armageddon
Autor: Susanne Gerdom
Erschienen am: 08.08.2012
ISBN: 978-1478254966
Preis E-Book: 4,99€
Preis TB: 12,-
Leseprobe

Autorin

Susanne Gerdom, geboren in Düsseldorf, lebt, wohnt und arbeitet
im Familienverband mit vier Katzen und zwei Menschen in einer kleinen
Stadt am Niederrhein, bezeichnet sich selbst als „Napfschnecke“, die
ungern ihr Haus verlässt, und ist während ihrer wachen Stunden im
Internet zu finden. Wenn sie nicht gerade schreibt. Manchmal auch,
während sie schreibt. Sie schreibt Fantasy für Jugendliche und
Erwachsene für die Verlage Piper, ArsEdition und Ueberreuter. Man findet
sie dort auch unter den Pseudonymen Frances G. Hill und Julian Frost. 



Inhalt

Ashley Fraxinus findet sich nach ihrem Tod unvermutet zwischen den
Fronten eines seit Jahrtausenden tobenden Machtkampfes zwischen Göttern
und Menschen, Engeln und Dämonen wieder. Der Plan für ein geordnetes
Weltende läuft, der Countdown tickt. Derweil kochen die dämonische
Bürokratie und das Himmlische HQ ihr eigenes Süppchen. Mit im Spiel ist
auch noch der in seinem Exil schmollende Luzifer, der eifrig
intrigierend in der Quantenmetaphysik herumrührt. Die längst in Rente
gegangenen Götter Odin und Loki, zerstrittene Brüder mit einem
gemeinsamen Feind, versuchen, ihre eigene Haut und nebenbei die Welt zu
retten. Und wer hat nun eigentlich wirklich Iduns goldene Äpfel
gestohlen?
Ash macht sich auf, die Rätsel zu lösen und Armageddon zu verhindern.
Oder wenigstens bis zum Kaffee wieder zu Hause in ihrem alten Leben zu
sein …

Erster Satz

Der Wanderer lehnt auf seinen Speer gestützt in der ewigen Nacht und blickt über den Weltenfächer.

Meine Meinung 

Das ist wirklich eine ganz besondere Fantasy-Geschichte! Besonderer Aspekt hierbei liegt auch auf der nordischen Göttermythologie, Odin, Thor, Loki – Namen, die dem ein oder anderen sicher auch aus einem Film bekannt sein dürften. Doch auch wenn man jetzt in dieser Mythologie nicht ganz fest ist – so wie ich – macht das hier nichts aus. Am Anfang ist man vielleicht ein bisschen verwirrt, aber am Schluss ist eigentlich alles klar. Und für die, die mit den Namen nichts anfangen können und nachlesen wollen, gibt es auch ein tolles Glossar im Anhang, das wirklich alles erklärt.
Der Erzählstrang mit den alten nordischen Göttern, von denen besonders Odin gegen den Weltuntergang angehen will, ist jedoch nur einer. Die Haupterzählung dreht sich nämlich um Ash und auch Ravi, dem sie immer wieder begegnet. Ihre Geschichte ist unglaublich raffiniert erzählt, man bekommt die Informationen häppchenweise serviert und nur langsam versteht man, was genau passiert – eine hervorragende Erzählweise! Das Ganze ist unglaublich detailliert, vielschichtig und hat so viele Kleinigkeiten und Dinge, die miteinander verbunden sind, dass es mich wirklich begeistert hat. Es gibt so viele Ebenen und Erzählorte, auch Zeiten, wirklich sehr gelungen, dass man am Ende tatsächlich durchblickt. Ich liebe ja solche Bücher, die so ‚komplizierte‘ Handlungen haben.
Auch die Protagonisten nehmen einen von der ersten Sekunde an mit: Es sind so interessante und besondere Personen, die hier beschrieben werden, dass man eigentlich zu jedem einen Zugang findet und jeden auf seine Art und Weise schätzt. Es hat jeder wieder so viele Facetten, ebenso wie die Geschichte, und keiner davon ist reines Klischee, jeder ist etwas Besonderes. Ins Herz geschlossen habe ich persönlich Macnamara, aber ich finde jeden einzelnen Charakter auf seine Art und Weise faszinierend.
Der Schreibstil ist den Handlungen angepasst: So reden die Götter komplizierter, ich bin sicher, manch einer würde schwülstig sagen, ich finde es einfach passend. Ihre Sprache hat etwas, das sie eben von den Menschen und Engeln abgrenzt, sie sprechen ihrem Alter angemessen. Noch dazu kommt, dass dort eine gewisse Entschleunigung vorherrscht, während in der Haupthandlung oft Hektik und Eile, Kampf und Intrigen vorherrschen, findet man bei den Göttern eine Intensivität des Erlebens und Empfinden, des Erinnerns und auch der Trauerns, alles durch den hervorragenden Schreibstil.
Doch auch allgemein finde ich Susanne Gerdoms Stil wirklich sehr lesenswert, ihre Beschreibungen fesseln einen und lassen alles vor dem inneren Auge entstehen.

Fazit

Wirklich eine der ungewöhnlichsten Fantasy-Geschichten, die ich seit langem gelesen habe. Solche, die mit Göttern zu tun haben, faszinieren mich immer, doch das hier entstandene Szenario ist außergewöhnlich, so voller Vielfältigkeit und einfach perfekt umgesetzt, dass ich dieses Buch jedem nur empfehlen kann.

Bewertung

Quellen


Cover
Autorenvita
Inhalt

Das Zitat wurde dem Buch entnommen.

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