[Rezension] Das Erbe des Zauberers – Terry Pratchett

Titel: Das Erbe des Zauberers
Autor: Terry Pratchett
Original: Equal Rite
Band: 3/momentan 34 in Deutschland erschienen Bände
Verlag: Piper
Erschienen am: 1.1.2005
ISBN: 978-3492285025
Preis TB: 9,99€

Autor

Terry Pratchett wurde 1948 in Beaconsfild geboren und ist mit über 45
Millionen verkauften Scheibenweltbüchern wohl einer der erfolgreichsten
Autoren der Gegenwart. 1983 legte er mit „Die Farben der Magie“ den
Grundstein der fantastischen Scheibenwelt. All seine Verdienste, Preise
und sein unglaubliches Wirken kann ich hier gar nicht nennen, zu viel
kam von diesem großartigen Autor. Seit 2007 ist jedoch bekannt, dass er
unter einer Frühform von Alzheimer leidet und seitdem konzentriert sich
Terry Pratchett nur noch auf das Schreiben. Für Interessierte empfehle
ich den unten angegebenen Link der Autorenvita.

Inhalt

Als der Magier Drum Billet seinen Zauberstab gemäß guter Sitte an den
achten Sohn eines achten Sohnes übergeben will, macht er einen
folgenschweren Fehler: Denn das Neugeborene ist ein Mädchen, und diesen
ist der Zutritt zur Unsichtbaren Universität verwehrt. Nun kann nur noch
Oma Wetterwachs den Zauberern in Sachen Gleichberechtigung auf die
Sprünge helfen …

Erster Satz

In der folgenden Geschichte geht es um Magie, wohin sie verschwindet und – was vielleicht noch wichtiger ist – woher sie kommt.
S.7

Meine Meinung

Hier haben wir eines der wirklich frühen Werke von Terry Pratchett, das erste Buch, in dem Oma Wetterwachs ihren Auftritt hat. Ihren Namen hat sie da noch nicht so, wie ihn Pratchett-Fans kennen und lieben, wird noch Granny Wetterwachs genannt – was meiner Ansicht nach überhaupt nicht zu ihr passt. Glücklicherweise ändert sich da ja mit den Nachfolgebänden und aus Granny wird nun dauerhaft Oma Wetterwachs.

Ich muss sagen, ich mag die späteren Hexen-Bücher deutlich mehr, auch weil Nanny Ogg hier als Gegenpart zu Oma Wetterwachs gefehlt hat. Dennoch ist es eine sehr interessante Episode, denn Eskarina, die junge Dame, die den Zauberstab erbt, ist jemand, dem man immer mal wieder begegnet und der insgeheim eine große Rolle spielt. Ich finde ihren Charakter sehr interessant, insbesondere der Zusammenhang mit den Zauberern.
Doch hier fehlt mir etwas, das ich in den meisten Pratchett-Büchern habe, vielleicht liegt es wirklich an Oma Wetterwachs, die noch nicht die ist, die ich lieben gelernt habe – immerhin ist sie für mich auch einer der drei liebsten Scheibenwelt-Charaktere. Das Buch zeigt die Entwicklung zu ihr hin, aber angekommen ist man da noch nicht. Schade. Aber absolut lesenswert sind die Szenen zwischen ihr und dem Erzkanzler gegen Ende!
Aber gerade Esk’s Geschichte und ihr Charakter, ihre Ausgestaltung – allein schon die Geschichte des achten Kind eines achten Kinds, das Zauberer wird – wertet Oma Wetterwachs‘ mangelndes Oma-Wetterwachs-Sein wieder auf. Es ist auch eine Geschichte des Feminismus und der ‚Diskriminierung‘ von Frauen in ‚Führungsetagen‘, wenn man so will. Terry Pratchett schneidet ja immer etwas kritischere Themen an und verpackt sie dabei humorvoll, was ihm auch hier wieder gelungen ist.

Fazit

Es ist das erste Oma-Wetterwachs-Buch, was jedoch nicht an ihre späteren Geschichten herankommt. Doch Eskarinas Hintergrund macht dies wieder fast wett, denn die junge Zauberin wird auch später immer wieder eine Rolle spielen. Gewohnt humorvoll und gesellschaftskritisch, jedoch nicht einer meiner liebsten Scheibenwelt-Romane.

Bewertung

Quellen

Cover
Autorenvita
Inhalt

Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.

Weitere Posts zum Thema

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.