[E-Rezension] Die Flamme von Atragon – Rainer Stecher

Titel: Die Flamme von Atragon
Autor: Rainer Stecher
Band: 1/3
Verlag: Asaro
Erschienen: 2005
ASIN: B0061JWGL0
Preis E-Book: 2,68 €

Autor

geboren 1955 in Thüringen. Das Schreiben erlernte er autodidaktisch und 2005 erschien „Die Flamme von Atragon“.

Inhalt

Seit Jahrtausenden wachen die Feen von Atragon über die Ordnung des
Lebens auf der Erde. Eine Ordnung, die durch Verrat und Machtgier eines
unheilvollen Bundes plötzlich zerstört wird – in der nun das Böse
überwiegt, die Angst den Mut beherrscht, der Tod über das Leben
triumphiert und selbst die Nacht zur Ewigkeit wird. Mit Gleichgesinnten
deckt Adinofis, die Hüterin der Menschen, das verräterische Komplott
auf.
Im Strudel der Ereignisse wendet sich das Böse gegen
Atragon, um sich allmächtig über das Leben zu erheben. Vor den Toren
Taurons, der letzten Bastion der Menschen, soll es zu einer alles
entscheidenden Schlacht kommen, deren Ausgang in den Händen Adinofis und
dem Rat der Fünf Feen liegt.

Erster Satz

Die fünf Elemente des Lebens (Sol, Idro, Terris, Ferra und Aeras), kleine rauchige Gestalten, waren die Schöpfer der Erde und aller Lebewesen.

Meine Meinung

Am Anfang hatte ich wirklich Schwierigkeiten, mich in die Geschichte einzufinden. Stellenweise habe ich den Kindle auch weggelegt, weil mich alles andere mehr interessiert hat, als diese Geschichte. Das ist natürlich kein so guter Einstieg in ein Buch. Da ich aber kein Buch ungelesen lasse und ich es einfach nicht leiden kann, wenn es unvollendet ist, habe ich mich durch diesen für mich nicht sehr leseanregenden Start ‚gequält‘ und wurde dann auch belohnt.
„Die Flamme von Atragon“ entwickelt sich zu einer richtig spannenden Fantasy-Geschichte, die mit interessanten und vielseitigen Charakteren aufwarten kann. Dabei geht es nicht immer harmlos zu, es fließt Blut, es gibt Gewalt, es gibt Tote, doch alles auf eine sehr niveauvolle Art und Weise, also kein Splatter oder ähnliches. Es dient auch dem Voranbringen der Geschichte und ist somit nicht nur zum Befriedigen von gewissen Wünschen bei manchen Lesern gedacht.
Allerdings empfand ich Szenen teilweise als starke Inhaltssprünge, die mir auch nicht immer logisch erschienen, so beispielsweise von Adinofis und ihrem Vater hin zum Krieg. Auch das Verhalten der Protagonisten war in dieser Hinsicht nicht immer gelungen. Schade.
Die Struktur der hier entwickelten Welt wird mit dem Lesen immer deutlicher und ist sehr durchdacht. Ich hätte das am Anfang nicht gedacht, aber jetzt freue ich mich wirklich auf die beiden Nachfolger dieses Buches. Zwar finde ich die Geschichte in sich abgeschlossen, aber sie ist doch noch so offen, dass ich mir schon Gedanken darüber gemacht habe, wie es weiter gehen könnte.

Die Protagonisten sind in ihren Entwicklungen und Gedanken an mancher Stelle überraschend. U.a. habe ich mich jedoch darüber gewundert, dass Adinofis nach der Entdeckung ihres Geheimnis dennoch keine negativen Erfahrungen machen musste und ihre Stellung behalten konnte. Ehrlich gesagt, in diesem Fall hätte ich deutlich größere Schwierigkeiten für sie erwartet, doch es wird nebenbei abgefertigt, sozusagen mit einem Schulterzucken.
Für mich besonders in Erinnerung geblieben sind die kleinen Helferlein, die die Feen immer begleiten und unterstützen, sowie die Engel, die Himmelsarmee gegen Ende. Es sind viele interessante fantastische Gestalten, die hier ihren Teil beitragen.

Dennoch finde ich den Stil hier immer noch etwas schwer und manchmal langatmig. Zwar macht die Geschichte dies größtenteils wieder wett, aber dennoch bleibt dies für mich immer ein kleiner Wermutstropfen. Es ist einfach kein Schreibstil, der mir sonderlich gut gefällt.

Fazit

Ich kam sehr schwer in das Buch rein und habe auch, als mich die Geschichte doch noch gepackt hatte, immer wieder Schwierigkeiten mit einzelnen Szenen gehabt – nichtsdestotrotz ist es eine einzigartige fantastische Geschichte, auf deren Fortsetzung ich mich dennoch freue.

Bewertung

Quellen

Cover
Autorenvita
Inhalt

Das Zitat ist dem Buch entnommen.

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