[Rezension] Der König der Komödianten – Charlotte Thomas

Titel: Der König der Komödianten
Autor: Charlotte Thomas
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen am: 25.03.2010
ISBN: 978-3431038071
Preis TB: 9,99€
Leseprobe

Autorin

Charlotte Thomas war Richterin und
Rechtsanwältin, bevor sie sich ganz ihrer Leidenschaft, dem Schreiben,
widmete. „Die Liebenden von San Marco“ ist der dritte große historische
Roman der versierten Venedigkennerin, die bereits mit ihren Bestsellern
„Die Madonna von Murano“ und „Die Lagune des Löwen“ die Leser
begeisterte. Charlotte Thomas lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön
in Hessen.

Inhalt

Veneto, 1594: Sie sind ein bunt
zusammengewürfelter Haufen – eine hinreißende Hauptdarstellerin, ein
waffenstarrender Zwerg, ein schlitzohriger Intendant und dessen
bockige Enkelin. Mitten hinein in dieses schillernde Ensemble gerät der
völlig unerfahrene, achtzehnjährige Marco. Begeistert von der
faszinierenden Welt des Theaters zieht er mit der Truppe nach Venedig,
wo es bald um Sein oder Nichtsein geht: Nur ein neues Stück kann das
Ensemble noch retten. Langsam entwickelt sich Marco vom einfachen
Kulissenschieber zum Autor seines eigenen Stücks – doch bis er dieses
auf die Bühne bringen kann, muss er noch viel lernen. Über das
Schreiben. Über die Liebe. Und vor allem über das Leben selbst.

Erster Satz

Mucksmäuschenstill lag ich der Länge nach ausgestreckt auf dem Deckenbalken und starrte hinunter zu dem Paar auf dem Küchentisch.
S.9

Meine Meinung

Was für eine tolle Idee und was für eine – zumindest für mich – langweilige Umsetzung. Als ich die Inhaltsangabe gelesen hatte, musste ich sofort zugreifen: Veneto, Venedig, Schauspieler, Autor… spannend! Doch leider hat mich das Buch nicht überzeugt. Vieles war schon lange vorhersehbar, u.a. auch durch eine Geschichte, die Marco erzählt bekommt, aber spannender hat es das nicht gemacht, obwohl man das durch diesen Kniff sicherlich hätte erreichen können.
Sobald Marco auf die Gaukler traf, war klar, in wen er sich verlieben und mit wem er eine Beziehung eingehen würde. Auch anderes war leider alles andere als ein Geheimnis und das nimmt einem dann doch den Lesespaß weg. Das Ende hat mich nicht sonderlich überrascht.

Auf den ersten Blick fand ich die Protagonisten sympathisch, doch je mehr das Buch fortschritt, umso mehr verlor sich das: Beispielsweise Baldassare, ein wirklich komischer, niedlicher, kauziger alter Mann. Am Anfang. Und so konnten auch die Protagonisten die vorhersehbaren Wendungen wieder gut machen. Schade, denn ich finde immer noch, dass die Gaukler da hätten viel retten können, aber das Benehmen, das ihnen auf den Leib geschrieben wurde, verdirbt das. Oft überreagieren die Charaktere, sind so überzogen und das nicht mehr auf eine liebenswerte Art und Weise.

Der Schreibstil ist angenehm, aber auch nicht dazu geeignet, hier noch Spannung zu erzeugen. In seiner Sprache ist er der Zeit hervorragend angepasst, die Protagonisten versetzen einen zumindest vom Sprachgefühl in ihre Zeit hinein. Ganz besonders schön fand ich die Gedichte, die sich in den Theaterstücken oder auch stellenweise in Gesprächen befinden.

Fazit

Was soll ich noch groß schreiben? Der Roman hat mich wirklich gelangweilt, schade bei der tollen Idee. Die Charaktere waren unsympathisch; einzig und allein die Sprache und die Gedichte darin haben mir wirklich gut gefallen.

Bewertung

Quellen

Cover
Autorenvita
Inhalt

Das Zitat wurde dem Buch entnommen und ist auf der angegebenen Seite zu finden.

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2 thoughts on “[Rezension] Der König der Komödianten – Charlotte Thomas

    1. So unterschiedlich kann es sein 😉 Vielleicht war es auch das falsche Zeitpunkt für dieses Buch, wer weiß das schon.

      Liebe Grüße
      Chimiko

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