[Rezension] Wir sind die Nacht – Wolfgang Hohlbein

Titel: Wir sind die Nacht
Autor: Wolfgang Hohlbein
Verlag: Heyne
Erschienen am: 11.10.2010
ISBN: 978-3453266780
Preis broschiert: 12,99€
Preis HC – Restexemplar bei Amazon: 6,99€
Leseprobe

Autor

Wolfgang Hohlbein wurde 1953 in Weimar geboren. Seit er 1982 gemeinsam mit seiner Frau Heike den Roman Märchenmond veröffentlichte,
arbeitet er hauptberuflich als Schriftsteller. Mit seinen Romanen aus
den verschiedensten Genres – Thriller, Horror, Science-Fiction und
historischer Roman – hat er mittlerweile eine große Fangemeinde erobert
und ist einer der erfolgreichsten deutschen Autoren überhaupt. Er lebt
mit seiner Familie in der Nähe von Düsseldorf.

Inhalt

Eine Nacht verändert alles im Leben der jungen Lena. Sie wird von Louise
gebissen, der Anführerin eines weiblichen Vampir-Trios, und gibt sich
von nun an hemmungslos den Verlockungen der Unsterblichkeit hin. Als sie
sich aber in den jungen Polizisten Tom verliebt und der Vampir-Clique
den Rücken kehren will, kennt Louises Zorn auf die Verräterin keine
Grenzen. Lena muss sich zwischen der Liebe und dem ewigen Leben
entscheiden.

Erster Satz

Die Gulfstream flog zu tief und zu schnell, so als wollte sie verzweifelt vor dem Gewittersturm fliehen, dessen letzte Ausläufer sie eine Viertelstunde zuvor hinter sich gelassen hatte.
S.6 

Meine Meinung

Das erste Viertel des Buches konnte mich noch nicht fesseln, stattdessen habe ich es immer wieder zur Seite gelegt und mich ablenken lassen. Kein sonderlich guter Einstieg, oder? Aber danach hat es Wolfgang Hohlbein dann doch noch geschafft, mich in den Bann dieser Vampirgeschichte zu ziehen und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Wenn nun der erste Teil genauso gut gewesen wäre wie der Rest, wäre ich hellauf begeistert.
Weiteres kleines Manko war, dass zumindest ein Part des Schlusses sich schon länger andeutet und daher keine große Überraschung war, zumindest für mich. Dafür wiegen die Actionszenen das Ganze wieder auf. Ich bin immer wieder begeistert, wenn Autoren diese Szenen so gut schreiben, wie es hier – aber eben auch viel zu selten – der Fall ist. Bei Kämpfen gibt es so viele schlechte Beschreibungen, dass mich gelungene Szenen umso mehr erfreuen können.

Ich bin kein großer Vampirfan, das muss ich auch mal vorweg sagen, aber dennoch gefielen mir die Vampire, die hier dargestellt wurden recht gut. Zuerst das Klischee: reich, hübsch, verwöhnt, können jeden haben. Aber hinter jeder der vier Protagonistinnen steckte noch deutlich mehr, was dem gesamten Buch mehr Tiefe verliehen hat. Über Lena weiß man ja die ganze Zeit Bescheid und mir gefällt ihr Charakter, ihr Misstrauen. ihr Denken doch recht gut. Von den anderen drei Damen war mir keine sonderlich sympathisch, zumindest nicht auf den zweiten Blick. Und diese Einblicke hinter die Fassaden waren das Spannendste – allgemein finde ich die Charakterentwicklung sehr gelungen.

Man kann sagen, was man will, aber an Wolfgang Hohlbeins Stil gibt es nichts Großartiges auszusetzen. Angenehm zu lesen, dem Genre und der Story angepasst. Es fügt sich alles zu einem guten Gesamtbild zusammen.

Ich habe ja die Filmausgabe des Buches mit drei der vier Vampirdamen auf dem Cover. Passt zum Film, passt zum Buch, hätte mich aber nicht danach greifen lassen, wenn es mir nicht bedingt durch seine Größe in der Mängelexemplarkiste aufgefallen wäre. Das Gleiche gilt auch für den Titel, der mich – als absoluter Titelkäuferin – eher weniger angesprochen hat. Dennoch bin ich ganz froh, es reduziert gekauft zu haben, da es bis auf einige bereits genannte Mängel doch gut war.

Fazit

Leider war der Anfang nicht sehr mitreißend und am Schluss gab es Vorhersehbares, ansonsten ein klasse Buch, das insbesondere durch seine Kampfszenen und die Charakterentwicklung lebt.

Bewertung

Quellen

Cover
Autorenvita
Inhalt

Der Satz ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.

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