[E-Rezension] Stolen Mortality – Jennifer Benkau

Titel: Stolen Mortality
Autor: Jennifer Benkau
Verlag: Sieben-Verlag
Erschienen: Juni 2013
ISBN: 978-3864431111
Preis E-Book: 8,99 €
Preis broschiert: 14,90 €
Leseprobe

Autorin

Jennifer Benkau ist Jahrgang 1980, was ihr selten jemand abkauft. Sie
lebt mit Ehemann und ein paar Kindern, Hunden, Katzen, lauter Musik und
vielen hundert Büchern in einem chaotischen Haus im Rheinland, wo sie so
einige der peinlichsten Schriftsteller-Klischees erfüllt. Zu ihren
Veröffentlichungen gehören die Nybbas-Trilogie und Phoenixfluch im
Sieben Verlag sowie die Dark-Canopy-Dilogie und Himmelsfern bei script5.


Inhalt

Jamian Bryonts steht mit dem Rücken zur Wand. Um seinen jüngeren Bruder
zu schützen, nimmt er die Schuld für einen Fehler auf sich, den er
nicht begangen hat, und unterwirft sich damit einem ewigen Fluch:
Mittels eines Giftes raubt der Senat der Vampirjäger ihm die
Sterblichkeit. Doch warum gerade diese diabolische Strafe für ihn
gewählt wurde, stellt Jamian vor ein Rätsel. Und was hat es mit der
Vampirfrau Laine auf sich, die zeitgleich in seinem schottischen Dorf
auftaucht und über Gesetze nur lacht? Klar ist nur eins – sie ist die
Letzte, der Jamian vertrauen darf. Denn Laine hat einen tödlichen
Auftrag. 

Erster Satz

Flüsterworte in einem Wald, irgendwo in den Highlands.
S.8 

Meine Meinung

Das Erstlingswerk der Autorin ist zugleich auch mein erstes Buch, das ich von ihr gelesen habe. Daher habe ich auch keine Vergleichsmöglichkeiten, fand aber Kathrineverdeens Rezension in dieser Hinsicht sehr interessant.
Der Auftakt des Buches war wirklich rasant, die Charaktereinführung war super, denn es hat gleich das Typische gezeigt, dass die Rassen in diesem Buch ausmacht. Außerdem war mir Jamian von Beginn an gleich ans Herz gewachsen, durch die Emotionen, die Aufopferungsbereitschaft und seine grundsätzliche Art und Weise. Es gelingt der Autorin, die Charaktere lebendig und vielschichtig zu gestalten, sie einem ans Herzen wachsen zu lassen, so dass man selbst für die eigentliche Gegenspielerin Laine schnell Sympathien entwickelt. Dabei ist keiner der Protagonisten einer dieser perfekten Figuren, denen alles gelingt, denen die Fähigkeiten scheinbar nur so zufliegen, ganz im Gegenteil: Diese viele Ecken und Kanten, allein von Junias‘ Tat, die so viel auslöst, sind für mich das, was einen Charakter sympathisch macht und diese hier sind verdammt sympathisch.
Was ein bisschen fehlt, ist die Ausarbeitung von Jonathan, dem großen Unbekannten hinter Laines Auftrag. Von ihm geht vieles aus, aber über ihn erfährt man fast nichts. Dadurch verliert für mich auch gerade dieser Auftrag mitsamt seinen Hintergründen etwas. Allerdings muss ich sagen, dass auch eben diese Hintergründe etwas kurz geraten. Allgemein fand ich, dass das Buch abflacht, die Inhaltstiefe ist nicht immer gegeben. Das wird gerade im Endkampf ersichtlich. Dieser ist für meinen Geschmack sehr kurz geraten und ich hatte das Gefühl, den spannenden Kampfteil überlesen zu haben, dem war aber nicht so. Die ‚Beziehung‘ zwischen Laine und Jamian fand ich einfach hervorragend gelungen, auch Junias‘ Einblicke waren fantastisch (Junias ist mir auch der Sympathischere, seine Erzählungen, seine Sicht auf das Leben war das Faszinierende, das besser Gelungenere). Aber sobald es an den Inhalt ging, fehlt mich für einfach der Tiefgang und die ausführlichere Umsetzung.
Aber die Welt, in der das Buch spielt, ist einfach wundervoll. Die Beschreibungen wirken so lebendig und so konnte ich mir den Wohnort der Brüder bildlich vorstellen. Da würde ich auch gerne mal Urlaub machen… wenn man von den Vampiren absieht.
Schreibstil = fantastisch, keine Frage. Sehr schöne Sprache, liest sich sehr leicht und sehr schnell. Da greife ich doch sicher im Buchladen mal zu einem weiteren Buch der Autorin, vor allen Dingen, wenn ich bedenke, dass dies das erste Buch, das sie geschrieben hat (und nach der oben verlinkten Rezension).

Fazit

Am Schluss und im rein inhaltlichen Teil fehlte mir noch etwas Tiefgang, etwas mehr von allem, aber die Charaktere, die Landschaft, das Zwischenmenschliche ist einfach traumhaft und hat mich überzeug.t

Bewertung

Danke an den Sieben-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.

Weitere Posts zum Thema

4 thoughts on “[E-Rezension] Stolen Mortality – Jennifer Benkau

  1. Das klingt alles im allem gar nicht schlecht, aber trotzdem schade, dass es dein erstes Buch der Autorin war, ein kleiner Vergleich wäre interessant gewesen. Ich überlege, ob ich das Buch lesen soll. Mit "Dark Canopy" ist der Autorin ja ein absoluter Kracher gelungen und es ist verdammt schwer da wieder ran zu kommen. Es ist vielleicht ein bisschen gemein, aber man kommt als Leser um den Vergleich zu anderen Büchern von den gleichen Autoren einfach nicht drum rum. Zumindest mir fällt es schwer, da ganz unbedarf ranzugehen =)

    LG
    Anja

    1. Also, ich denke schon, dass das Buch keineswegs an 'Dark Canopy' rankommen wird. Da bin ich mir ziemlich sicher, dafür ist es nicht gut genug. Es ist kein Kracher. So viel kann ich sagen, ohne weitere Bücher der Autorin gelesen zu haben 😉
      Ich mochte es aber dennoch sehr und ich freu mich drauf, mehr von ihr zu lesen und ihre Entwicklung dann zu sehen.

      Liebe Grüße
      Chimiko

  2. Hm… Bei Vampirromanen bin ich ja immer skeptisch, aber man kann ja doch oft positiv überrascht werden, weshalb ich das Buch nach seiner Ankündigung trotzdem auf meine WuLi geschrieben habe..;)

    Und scheint sich ja doch zu lohnen ^^. Ein guter Schreibstil ist mir schon sehr viel wert!

    Alles Liebe, Clärchen 🙂

    1. Ich bin auch nicht so der Vampirromantyp, allerdings fand ich, dass das hier gar nicht schlimm war. Eher sehr interessant, die Regeln und das alles. 🙂

      Liebe Grüße
      Chimiko

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.