[E-Rezension] Das Konzil von Atragon – Rainer Stecher

Titel: Das Konzil von Atragon
Autor: Rainer Stecher
Band: 3/3
Verlag: Asaro
Erschienen am: Oktober 2007
ASIN: B006QY1LW0
Preis E-Book: 2,68 €
Leseprobe

Autor

Geboren 1955 in Thüringen. Das Schreiben erlernte er autodidaktisch und 2005 erschien „Die Flamme von Atragon“. 

Inhalt

Man sagt, erlittener Schmerz bewahrt die Erinnerung an das Erlebte. Doch
die Zeit verrinnt ohne Rast und tilgt die Schreckensherrschaft der
Wächter und Sammler aus dem Gedächtnis der Menschen.
Kaum dass sie
den eisigen Gefängnissen von Trong entronnen sind und die Grenzen alter,
gefallener Königreiche überschreiten, nehmen sie das Land in Besitz und
raffen die Trümmer zu neuer Macht und Größe. Doch die Zahl der Menschen
ist klein und das weite Land braucht Zeit, um die dunklen Schatten von
einst abzustreifen.
So fechten die Menschen blutige Kämpfe um Macht
und Einfluss, um Wasser, Vieh und Ackerflächen – Oasen des Lebens, in
einer Welt des Hungers. Während sich die zwei Mächtigsten dieser Welt
auf eine Schlacht vorbereiten und der Menschheit mit ihrer Vernichtung
drohen, beruft Adinofis eilig das Konzil von Atragon ein. Denn sie weiß,
macht der Mensch nicht Frieden mit sich selbst, wird er ihn anderswo
nicht finden.

Erster Satz

Tag für Tag strahlte die Sonne am blauen Himmel, als wollte sie nachholen, was das Leben in den Jahren der Dunkelheit an Licht und Wärme entbehren musste.

Meine Meinung

Ich war ja bereits mit den letzten beiden Teilen nicht unbedingt glücklich, aber dieser Teil unterbot das noch. Für mich war dieses dritte Teil stellenweise ganz einfach unnötig. Das hätte in wesentlich weniger Worten und Kapiteln erzählt werden können.

Zuerst einmal wird ein weiterer Charakter eingeführt, bei dem ich mich doch fragte: Warum? Wieso? Wo kommt er her? Rogan kommt für mich aus dem Nichts, hat dann noch verwandtschaftliche Verbindungen, die mir eher seltsam herbeigeführt vorkamen und seine Geschichte ist einfach unnötig. Nicht einmal Adinofis versteht, woher er kommt und ist erstaunt darüber – was bei seiner Herkunft eigentlich eher verwunderlich ist. Aber gut…
Was ich damit ausdrücken möchte, ist auch, dass der dritte Teil etwas lustlos wirkt. Es wird nicht weiter ausgeführt, woher Rogan kommt oder auch warum er überhaupt eingeführt wird. Rogan ist einfach da. Punkt. Interessiert ja eigentlich auch nicht, wo er herkommt, aber man braucht ja doch einen Gegenspieler, noch dazu plötzlich einer der mächtigsten Männer des Landes. Warum da auch groß einen Zusammenhang mit den Vorgängerbänden finden?

Aber auch die anderen Charaktere wirken eher träge und agieren nicht wirklich spannend. Und überhaupt: Spannung findet man in diesem Band keine. Die Szenen, die ausführlich beschrieben wurden, haben eigentlich keinen richtigen Einfluss auf die eigentlich (seltsam anmutende) Geschichte. Szenen, die Spannung hätten aufbauen können und noch dazu relevant wären, werden kurz und knapp gehalten. Hier stimmt einfach nichts in meinen Augen.

Hätte Rainer Stecher lieber den letzten Band etwas ausführlicher enden lassen und die darin begonnenen losen Fäden verknüpft und beendet. So bleibt vieles offen, vieles unlogisch und unglaublich vieles einfach nur unnötig.

Einzig und allein der Schluss war überraschend und hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Leider hätte die Wirkung dieses Schlussaktes vielleicht noch etwas detaillierter ausfallen können. So gab es einen Auslöser und plötzlich: Friede, Freude, Eierkuchen. 

Fazit

Es bleibt dabei: Diese Trilogie hat eine spannende Welt und eine spannende Grundidee, doch es gelingt Rainer Stecher einfach nicht, dies auch umzusetzen. Dieses Buch ist voll von unnötigen Handlungen und Charakteren, vieles wird angefangen, wenig richtig beendet. Unnötiges wird ausschweifend behandelt, relevante Szenen knapp abgespeist.

Bewertung

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen.  

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