[Rezension] Warte auf mich – Philipp Andersen & Miriam Bach

Titel: Warte auf mich
Autoren: Philipp Andersen & Miriam Bach
Verlag: Pendo
Erschienen am: 14.05.2013
ISBN: 978-3866123571
Preis HC: 16,99 €
Leseprobe

Autoren

Philipp Andersen – geboren 1955, Studium der Literaturwissenschaft und
Philosophie. Promotion. Tätigkeit als Übersetzer, freier Verlagslektor,
Drehbuchautor, Werbetexter und Unternehmensberater. Verfasste unter
Pseudonym Fach- und Sachbücher sowie Ratgeber zur
Persönlichkeitsentwicklung. 
Miriam Bach – geboren 1972, Studium der Germanistik und Anglistik,
anschließend Volontariat und Ausbildung zur Drehbuchautorin.
Veröffentlichte zahlreiche Romane, schrieb mehrere TV-Filme und arbeitet
darüber hinaus als Journalistin.

 
Inhalt

Auf einer Feier lernen sich der Erfolgsautor Philipp
Andersen und die Schriftstellerin Miriam Bach kennen. Sie verbringen
eine Nacht miteinander, in der fast nichts passiert – und in der sich
doch alles verändert. Am nächsten Morgen tauschen sie ihre Adressen aus,
schicken sich ihre Romane zu und verlieben sich über die Lektüre der
Bücher hoffnungslos ineinander. Hoffnungslos, denn Philipp lebt seit
vielen Jahren in einer glücklichen Ehe, und Miriam ist nicht bereit, die
Rolle der Geliebten einzunehmen. Dennoch leben die beiden ihre
leidenschaftliche Amour fou, kämpfen mit sich und ihrer Liebe. In ihrer
Not beginnen sie, alles, was zwischen ihnen passiert, aufzuschreiben.
Was wird am Ende ihrer Geschichten stehen? Das Scheitern und die
unvermeidliche Trennung? Oder gibt es doch eine lebbare Liebe für sie?

Erster Satz

Warten. Ihr schien es, als bestünde ihr Leben seit Monaten nur noch aus Warten.
S.10.

Meine Meinung

Bei dem Buch fällt es mir nicht leicht, meine Meinung zu schreiben, einfach weil ich das Gefühl habe, immer noch etwas verwirrt zu sein – trotz oder gerade aufgrund der Art, wie das Buch endet. Das Ende ist schwer zu beschreiben, aber auch schwer zu begreifen. Egal wie oft ich es versucht habe… es ging einfach nicht mehr weiter.
Schon der Anfang war neugiererweckend: der Brief an den Verleger, das Manuskript, eines gedruckt, eines handschriftlich. Bereits hier musste ich unbedingt weiterlesen, das war ein Anfang, der mich sofort in den Bann gezogen hat.

Ehe man sich versieht, wird man in diese chaotische Liebesgeschichte zwischen Miriam ‚Mirchen‘ und Philipp hineingezogen und sieht, wie sich ihre Gefühle langsam, aber intensiv entwickeln. Es ist tatsächlich faszinierend.
Leider war ich relativ schnell von Philipps Kosenamen für Miriam genervt: ‚Süßkind‘, das Wort konnte ich irgendwann nicht mehr lesen. Fand ich persönlich einfach nur furchtbar und mich hat es wirklich gestört.
Auch Philipps fehlendes Schuldbewusstsein gegenüber seine Frau (aber auch gegenüber Miriam) hätte die Geschichte doch noch etwas aufwerten können. Dass er sich so wenig Gedanken macht, fand ich schade, denn das wäre auch ein spannendes Element gewesen.

Besonders ist hier natürlich die Schreibweise, die beiden Erzählweisen, die sich nicht nur stilistisch, sondern auch in der Perspektive schon unterscheiden. Das ist das, was an dieser Geschichte besonders reizt. Auch die vielen modernen Medien, die mit eingearbeitet wurden – seien das nun SMS, E-Mail oder auch das momentan so beliebte Whatsapp -, geben dem Buch einen Großteil seines besonderen Flairs. Und es ist doch immer wieder unglaublich, wie viel man über diese Medien loswerden kann. Hier fand ich persönlich übrigens auch etwas ganz anderes ziemlich bezeichnend: Über diese anonymen, gesichtslosen Methoden lässt es sich doch oft viel leichter reden als von Angesicht zu Angesicht. Das wurde immer wieder deutlich hervorgehoben und das ist für mich etwas, das mir als Aussage sehr gut gefällt, weil es doch immer mehr der Wahrheit entspricht.

Fazit

Ein wirklich unglaublicher Roman, der mich als Leserin sehr nachdenklich zurückließ. Zwar gab es für mich im Nachhinein auch einige Dinge, die ich ‚bemängeln‘ würde, aber dennoch überwiegt hier die Sprachlosigkeit angesichts der Umsetzung, auch wenn sie eben nicht ganz perfekt ist.

Bewertung

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.  

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2 thoughts on “[Rezension] Warte auf mich – Philipp Andersen & Miriam Bach

  1. Ich hatte mich für die Leserunde bei Lovelybooks beworben, weil mich der Schreibstil in der Leseprobe so umgehauen hat ^^.

    Klingt auf jeden Fall echt gut und Sprachlosigkeit ist ja auch nicht das schlechteste, was man beim Rezensieren erleben kann, oder ;)?

    Alles Liebe, Clärchen 🙂

    1. Das stimmt, Sprachlosigkeit ist nicht das Schlechteste. Ich bin immer noch nachhaltig beeindruckt von dem Buch, das muss ich wirklich gestehen.

      Liebe Grüße
      Chimiko

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