[E-Rezension] Innerste Sphäre – Sarah Fine

Titel: Innerste Sphäre
Autor: Sarah Fine
Original: Sanctum
Band: 1/3
Verlag: AmazonCrossing
Erschienen am: 26.02.2013
ISBN: 978-1611099225
Preis: 9,99€ (TB); 4,99€ (E-Book)
Leseprobe

Autor

Sarah Fine wurde an der Westküste der USA geboren, ist im
Mittleren Westen aufgewachsen und lebt heute fest verwurzelt mit ihrem
Mann und ihren beiden Kindern an der Ostküste. Wenn sie gerade nicht
schreibt, arbeitet sie als Kinderpsychologin. Nein, Sie müssen sich
jetzt nicht auf die Couch legen! Innerste Sphäre ist ihr erster Roman.

Inhalt

Vor einer Woche hat sich Lela Santos’ beste Freundin Nadia das Leben
genommen. Heute steht Lela nach einem missglückten Abschiedsritual im
Paradies und blickt zu einer gigantischen ummauerten Stadt in der Ferne
auf – der Hölle. Niemand durchschreitet freiwillig das Selbstmordtor, um
an einen Ort zu gelangen, der in Dunkelheit erstickt und von
verkommenen Geschöpfen heimgesucht wird. Aber Lela lässt sich nicht so
leicht abschrecken – sie ist entschlossen, die Seele ihrer besten
Freundin zu retten, auch wenn sie dafür ihr ewiges Leben opfern müsste.
Bei
ihrer Suche nach Nadia wird Lela von den Wächtern gefangen genommen –
ungeheuren, unmenschlichen Aufsehern, die in den endlosen Straßen der
dunklen Stadt patrouillieren. Ihr menschlicher Anführer Malachi hat nur
eins mit ihnen gemeinsam: seine tödliche Effizienz. Als er die mutige
Lela kennenlernt, fasst Malachi einen Plan: Er will sie aus der Stadt
schaffen, selbst wenn das bedeuten sollte, dass sie Nadia zurücklassen
muss. Denn Malachi weiß etwas, das Lela nicht ahnt – die dunkle Stadt
ist nicht der schlimmste Ort, an dem Lela enden könnte, und er schreckt
vor nichts zurück, um sie vor diesem Schicksal zu bewahren.

Erster Satz

Wenn mir jemand an meinem ersten Tag an der Warwick-Highschool erzählt hätte, dass ich für eine meiner Mitschülerinnen durch die Hölle gehen würde, und noch dazu für dieses Warwick-Alphaweibchen, hätte ich gelacht.
S.7

Meine Meinung

Was für eine Athmosphäre! Was für ein Buch! Ganz ehrlich: Ich bin begeistert von diesem Buch. Und das beginnt wirklich schon bei der Athmosphäre, die hier geschaffen wurde. Doch auch die Themen, so beklemmend und bedrückend sie erscheinen mögen, sind schon an sich etwas Besonderes und dieser Kombination wirklich außergewöhnlich. ‚Innerste Sphäre‘ beschäftigt sich mit dem Selbstmord von Jugendlichen und ihrem Leben nach dem Tod. Wie es ja oft im religiösen Umfeld der Fall ist, wird in dem Buch zwischen den Todesarten unterschieden. Wer den Freitod wählt, landet in der finsteren Stadt, aus der es nur einen Weg herausgibt, das Gericht. Allein schon diese Idee ist wirklich als genial zu bezeichnen, denn diese Stadt ist einfach faszinierend und beängstigend zugleich.

Lela ist die Protagonistin des Ganzen und eine wirklich taffe, starke, junge Frau, die sich durchgekämpft hat und das noch weiter tut. Sie selbst stand bereits an der Grenze der Stadt und kennt diese schon. Was an ihr so beeindruckend ist, ist ihr absoluter Wille zum Kampf für ihre beste Freundin Nadia, die Selbstmord begeht und somit ein Opfer der Stadt wird.
Ich war wirklich beeindruckt davon, wie sie sich – nach ihrem versehentlichen Tod – gegen das Paradies entscheidet und einfach in die Stadt marschiert und nach Nadia sucht. Wer hat schon eine solcher Aufopferungsbereitschaft?

Ihr Gegenpart in der Stadt ist Malachi: groß, attraktiv, stark, ein Bild von einem Kerl eben. Leider muss ich sagen, dass seine Charakterwandlung recht schnell von dannen geht, für mich der einzige kleine Wermutstropfen an der Geschichte. Lela verändert ihn ein bisschen zu schnell und überstürzt. Der Entwicklung dieses Charakters bleibt somit kein großer Zeitraum. Aber an sich ebenfalls ein wirklich toller Charakter, weder Macho noch Feigling, sondern genau das richtige Maß, auch als Partner für Lela. Perfekt getroffen!

Übrigens find ich es auch wichtig zu erwähnen, dass die Liebesgeschichte hier nicht überhand nimmt und nicht Hauptteil der Geschichte wird. Ganz im Gegenteil, sie bleibt neben der Suche nach Nadia und dem Kampf gegen das Böse in der Stadt fast nebensächlich.
Da ist natürlich nicht nur die Stadt der Selbstmörder, die an sich schon grausam und komplex genug ist. Darin gibt es neben den Selbstmördern und den Wächtern ebendieser noch eine dritte Partei, die hier wirklich schon fast als das ultimative Böse bezeichnet werden kann. Zumindest waren die sogenannten ‚Mazikin‘ das für mich. Warum? Lest das Buch, ihr werdet es bestimmt nicht bereuen!

Fazit

Was für ein Buch! Abgesehen von Malachis Charakterentwicklung hat dieses Buch einfach alles, was ein gutes Buch braucht: Spannung, Geschwindigkeit, einen tollen Schreibstil, einen spannenden Hintergrund mit der Stadt, interessante und vor allen Dingen glaubwürdige Charaktere, eine Liebesgeschichte, einen Gegner usw. Einfach alles! Ich persönlich kann Band 2 kaum erwarten und bin gespannt, ob es das halten kann, was Sarah Fine hier begonnen hat. Band 2 erscheint im Oktober auf Englisch.

Bewertung

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.

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