[Kommentar] Schönes Leben noch! – Susan Mallery

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Erster Satz

„Ich sehe aus wie ein Freak.“ Shelley ließ sich auf einen Stuhl fallen und versteckte das Gesicht in den Händen.
S.9 

Meine Meinung

Susan Mallery gehört zu den Autorinnen, von denen ich wirklich viel gelesen habe, auch weil ihre Bücher einfach sehr leichte Kost sind. Man liest sie in einem Rutsch – ohne großen Aufwand.
Auch dieses Buch gehört eindeutig wieder in diese Kategorie, nur fand ich diesen Band im Verhältnis zu ihren sonstigen Büchern noch flacher und auch ein bisschen langweilig. Ich habe es wie immer in einem Zug durchgelesen, ohne großen Pausen und ohne viel Zeitaufwand. Doch im Gegensatz zu anderen Büchern der Autorin blieb mir praktisch nichts im Gedächtnis. Es ist jetzt so ungefähr zehn Tage her, dass ich Schönes Leben noch! gelesen habe und ich saß im ersten Moment mit großen Fragenzeichen über dem Kopf davor. Nicht einmal die Namen der Charaktere geschweige denn weitere Details sind mir in Erinnerung geblieben.

Man findet hier ein recht typisches Setting: Frau trifft auf Mann – sie kennen sich bereits seit der Schule, Frau hat für Mann geschwärmt, Mann hat sie ignoriert, Frau heiratet anderen, es funktioniert nicht, Frau geht in die Heimat zurück und – peng – plötzlich interessiert Mann mit ebenfalls gescheiterter Beziehung sich für Frau. In diesem Fall gibts sogar noch ein Kind, ein Trauma sowie eine verrückte Tante dazu. So viel zum Inhalt.

Die Charaktere sind Susan Mallery recht steif geworden: Oft wirken sie ein bisschen lieblos beschrieben, manches Benehmen kann nicht immer logisch begründet werden. Der einzige Charakter, der für mich hervorsticht, ist tatsächlich die Tochter von MacKenzie. Emily ist ziemlich ‚farbig‘ beschrieben und hat sehr interessante kleine Macken und viele Probleme.
Auch ein Charakter, der dem Ganzen etwas mehr Würze verliehen hat, der aber leider so gut wie nie vorkam, ist Gracie, Jills beste Freundin, und Kandidatin für eine Folgeband. Sie hat Humor, ist schlagfertig, hat einen interessanteren Hintergrund und lässt hoffen, dass der zweite Band doch etwas mehr in Erinnerung bleiben wird.

Fazit

Zwar ist dies wirklich ein typisches Frauen-Liebes-Roman-Setting, nichts Außergewöhnliches also, aber zugleich ist die Ausarbeitung doch recht steif und hölzern, dass sowohl Inhalt als auch Charaktere sehr nichtssagend sind und nicht unbedingt in Erinnerung bleiben. Lediglich die Charaktere, die wohl in Band 2 verkuppelt werden, blieben mir präsent und lassen auf eine bessere Fortsetzung hoffen.

Quelle
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.

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