[Rezension] Herzblut. Gegen alle Regeln – Melissa Darnell

Titel: Herzblut – Gegen alle Regeln
Autor: Melissa Darnell
Band: 1/3
Original: Crave
Verlag: Darkiss
Erschienen am: März 2013
ISBN: 978-3862785131
Preis broschiert: 12,99€
Leseprobe

Autor

Melissa Darnell war von klein auf buchversessen. Sie hat
über 70 Titel verfasst, lektoriert oder gestaltet. Frühe Texte haben ihr
so unterschiedliche Preise eingebracht wie eine
Harry-Potter-Gesamtausgabe und ein Pony inklusive Futter. Mit ihrem Mann
und zwei Kindern lebt Darnell heute in South Dakota, schaut am liebsten
„True Blood“ und probiert gern neue Haarfarben aus.

Inhalt

Wenn zwei Herzen in deiner Brust schlagen und du für deinen Freund zur größten Gefahr werden kannst – was würdest du tun?
Als
Kinder waren sie wie Seelenverwandte. Doch auf der Jacksonville High
leben sie wie in zwei Welten. Denn Tristan gehört zur elitären
Clann-Clique. Und es vergeht kein Schultag, an dem Savannah den Hass der
anderen Clanns nicht zu spüren bekommt ? Dennoch fühlt sie sich immer
noch die besondere Verbindung zu Tristan. Als plötzlich dunkle Kräfte in
Savannah erwachen, offenbart ihr Vater ihr ein erschütterndes
Blutsgeheimnis. Jetzt weiß sie, warum die Clanns sie ablehnen und warum
sie Tristan nicht lieben darf: Sie alle haben eine magische Gabe, aber
Savannah ist anders – und kann für Tristan zur tödlichen Gefahr werden!
Und trotzdem siegt Savannahs Sehnsucht, als Tristan sich heimlich mit
ihr treffen will…

Erster Satz

Vorsichtig näherte ich meinem bewusstlosen Freund, der an einen Stuhl gefesselt war. 
S.7

Meine Meinung

Beim Cover kann ich mich nicht entscheiden, was ich davon halten soll. Grundsätzlich finde ich diese Kombination aus roten Blütenhintergrund und weißem Kleid sehr schön. Auch dass die junge Frau fast ein Herz formt, gefällt mir. Aber irgendwie schreit diese Art von Cover zugleich auch ‚Vampirbuch, Vampirbuch!‘. Ich bin mir nicht schlüssig, was ich denken soll.

Auch inhaltlich habe ich einige Kritikpunkte und war nicht vollkommen überzeugt. Savannahs Art ist eher selten, sie ist ein Dhampir. Das fand ich grundsätzlich einen interessanten Anhaltspunkt, auch die Tatsache, woher ihre Eltern kommen und dass ihr Vater ein Vampir ist, passt da natürlich sehr gut.
Trotzdem finde ich vieles hier etwas problematisch: Man erfährt praktisch nichts über die Vampire und ihre Gemeinschaft, ihre Gedanken und ihr Vorgehen. Vielleicht wird das ja in Band 2 genauer erwähnt, dennoch hat mir das einfach gefehlt, es ist alles sehr einseitig.
Die magischen Fähigkeiten an sich haben mir auch sehr gut gefallen, nur es wird diesen viel zu wenig Zeit gewidmet. Stattdessen konzentriert sich fast alles, das sich nicht mit Savannah und Tristan beschäftigt, auf Savannahs Hobby und so wichtig ist dieses für den Story-Verlauf auch nicht. Dadurch bekommt das Buch streckenweise etwas sehr Langatmiges.

Auch das Benehmen der Charaktere ist oft sehr stereotyp. Das gilt besonders für die Nebencharaktere, die auftreten: Cheerleader-Zicken, ein mobbender, ach so lustiger bester Freund, die superkluge und männerverachtende intelligente beste Freundin, das Lästerdummerchen vom Dienst usw.
Aber auch Savannah und Tristan handeln teilweise ziemlich vorhersehbar und immer wieder gleich. Vor allen der typische Teenager-kann-nicht-mit-Eltern-reden-Konflikt wird hier wirklich auf die Spitze getrieben und geht einem nach einigen dieser inneren Monologe diesbezüglich doch etwas auf die Nerven. Positiv an der Beziehung der zwei war hingegen ihre Traumverbindung. An und für sich nichts Neues, hat aber doch für Abwechslung gesorgt und war eindeutig besser als die vielen Klischees im wachen Leben.

Wie so oft hab ich hier viele schöne Ansätze gefunden, z.B. auch Savannahs Oma und ihre Tees sowie Amulette, die immer nur kurz abgefertigt wurden. Das finde ich einfach sehr schade. Die Erwachsenen waren hier die eindeutig interessanteren Charaktere, wurden aber immer kurz abgehandelt.

Zum Stilistischen muss ich sagen, dass ich den Perspektivenwechsel zwischen Savannah und Tristan – jeweils als Ich-Erzähler dann – auch gut fand. Das hat das Ganze etwas aufgelockert. Nur die Betrachtung einer Situation aus zwei Blickwinkeln war meistens erzähltechnisch nicht notwendig und hat den Lesefluss dann doch gebremst.

Übrigens hat die Autorin es trotz meiner vielen Kritikpunkte geschafft, meine Neugierde auf den nächsten Band zu wecken. Auch weil ich hoffe, dass die Seite der Vampire da nun auch mehr Platz erhält.

Fazit

Ich habe eine Menge zu kritisieren gehabt, darunter auch die vielen Klischees bezüglich Teenager. Dennoch ist meine Neugierde auf Band 2 geweckt (auch wenn ich immer noch finde, dass man das Buch hätte deutlich straffen können, da zu viel Nebensächliches zu genau beschrieben wurde).

Bewertung

Mein Dank geht an den Darkiss-Verlag sowie Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.

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2 thoughts on “[Rezension] Herzblut. Gegen alle Regeln – Melissa Darnell

  1. Ich durfte das Buch auch für BdB lesen, gestern wurde ich fertig und werde es hoffentlich die nächsten Tage auch schaffen, die Rezension zu schreiben. Aber unsere Meinung deckt sich schon ganz gut. Ich fand es auch zu langatmig. Das Buch hätte man locker um 100 Seiten oder so kürzen können. Dieses Rumgeeiere zwischen Tristan und Savannah ging mir irgendwann richtig auf die Nerven, und das Wort "Charmers" kann ich nach diesem Buch jetzt erstmal nicht hören, ohne panisch aufzuschreien. 😉 Mir blieb auch vieles zu oberflächlich. Aber das schreibe ich dann noch genauer in meiner Rezension. 😉
    LG, Bianca

    1. Oh ja… 'Charmers', furchtbar und unerträglich 🙂
      Na dann schau ich mal, wann deine Rezension online kommt, bin sehr gespannt darauf, was du aufschreibst.
      Eigentlich schade um das Konzept…

      Alles Liebe, Chimiko

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