[E-Rezension] Näher als du ahnst – Kris Benedikt

Titel: Näher als du ahnst
Autor: Kris Benedikt
Band: 1
Verlag: Edition Tingeltangel
Erschienen am: 07.03.2013
ASIN: B00BQVAF4S  
Preis E-Book: 2,99€
Leseprobe













Autor

Kris Benedikt
ist das, was herauskommt, wenn sich Christine Spindler und Thomas (Benedikt) Endl gemeinsam im Fantasieren ergehen.
Christine Spindler hat zahlreiche Krimis, Lovestories, Kinderbücher und vieles mehr verfasst, auch unter ihrem Pseudonym Tina Zang.
Thomas Endl ist zwar studierter Germanist, findet es aber seit seiner ersten Kurzgeschichte von 1999 viel spannender, sich selbst etwas auszudenken, als die Texte anderer zu analysieren. Er hat nicht nur etliche Anthologien mit herausgegeben, sondern schreibt u.a. Kinderbücher und er dreht Dokumentarfilme fürs Fernsehen.

Inhalt
April Stevenson weiß, wie es ist zu sterben – zu verbrennen, zu ertrinken, überfahren und verschüttet zu werden. Sie hat viele Tode durchlitten. Doch sie lebt weiter, körperlich unversehrt. Nur ihr Seele hat Schaden genommen, denn April leidet seit ihrer Kindheit an Visionen. Und jede einzelne davon ist wahr geworden.
Es ist eine schreckliche Gabe: Sie sieht den gewaltsamen Tod anderer Menschen voraus – und kann nichts dagegen tun. Erst als sie sich Detective Inspector Frederick London offenbart, scheint eine Rettung des nächsten Opfers möglich. Doch längst ist April selbst verstrickt in die tödlichen Entwicklungen.

Erster Satz

„Alles startklar? Also los jetzt.“

Meine Meinung

Zuerst mal das Cover: Ich finde es wirklich schön, liegt bei mir zum Teil auch daran, dass ich diese Masken sehr mag und gerade diese hier wirklich ein Traum ist. Außerdem passt das auch zum Inhalt, denn Protagonistin April verbirgt sich aufgrund ihrer Fähigkeiten gerne vor der Außenwelt. Die Skyline, die hier zu sehen ist, findet sich auch im Buchlayout selbst wieder – ein sehr gelungener Übergang und auch sehr schön gestaltet, wie ich finde.

Bücher, die von Menschen mit Visionen handeln, faszinieren mich und daher habe ich mich gefreut, als ich das Angebot bekam, das Buch zu lesen. Die hier behandelte Fähigkeit ist sogar noch spannender als ‚einfache‘ Visionen, denn April kann den Tod ihr nahe stehender Personen nicht nur sehen, sondern fühlt deren Qualen im Angesichts des Todes. Das ist eine wirklich fantastische Grundidee, die hier geboten wird. Die Verknüpfung von Alltagsgeschichten, unserer normalen Welt, und diesen Visionen finde ich sehr gelungen – ein Buch mit dem gewissen Quäntchen an Magie, genauso wie ich es mag.

Gerade Aprils Charakter ist sehr interessant gestaltet, aber auch die Figuren um sie herum. Insbesondere ihre Probleme mit der Außenwelt, mit den Reaktionen auf ihre Visionen sind großartig dargestellt. So zieht sie sich zurück und führt ein ziemliches Einsiedlerleben, um niemanden nahe zu sein. Somit bekommt das Buch einen wunderbaren Tiefgang, denn Visionen sind nicht nur positiv – das Autorenduo zeigt hier insbesondere auch die negative Seite. Das ist etwas, das man nicht sehr oft liest, und das dieses Buch aus der Masse hervorhebt.
Nur Aprils Verliebtheit und das daraus resultierende hat mir nicht so gut gefallen. Ein Mensch, der sich so zurückzieht und so abgeschieden lebt, verliebt sich so schnell und so extrem? Doch auch wenn mir persönlich dieser Teil nicht ganz gefallen hat, ist alles dennoch sinnvoll beschrieben, hier spielt mein persönliches Empfinden mit. Vielleicht liegt das auch daran, dass das Gefühlsleben der Charaktere oft nicht wirklich detailliert beschrieben wird, dass der Erzähler selbst keinen richtigen Einblick hat. Das hat mir gefehlt.
Bei den anderen Charakteren kann man stellenweise erahnen, dass diese noch in kommenden Bänden eine große Rolle spielen werden, und damit meine ich nur den wirklich wundervollen Frederick London, den ich schon nach diesem (viel zu kurzen Band) in mein Herz geschlossen habe.
Hervorzuheben ist auch Blue. Blue ist toll, Blue ist spitze, Blue hats drauf. Wer Blue ist? Nachlesen 😉

Fazit

Bis auf die Sache mit der Liebe, Aprils Innenwelt und die Tatsache, dass ich gerne mehr davon gelesen hätte, ist dies ein Buch, das wirklich liebevoll gestaltet ist und auch über eine spannende Idee verfügt. Da freue ich mich auf die Fortsetzungen.

Bewertung

Mein Dank geht an Christine Spindler für das Rezensionsexemplar.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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