[Kommentar] Untot. Lauf, solange du noch kannst – Kirsty McKay

Quelle

Erster Satz


Ich möchte lieber sterben als die alle noch mal wiedersehen.
S.5


























Meine Meinung


Ich bin mal ganz ehrlich: Auf Zombieapokalypsen kann ich verzichten, bei der Vorstellung gruselts mich immer, aber Bücher dazu lesen, da bin ich immer dabei. Hier kommt es zu genau so einer Zombieapokalypse, als Bobby mit ihrer Klasse auf Klassenfahrt ist. Mit einem Mal sind alle… fast alle ihre Mitschüler tot und kommen dann wieder zurück. Außer ihr gibt es nur drei weitere Personen, die dem entgangen sind.

Und jede dieser vier Personen ist einzigartig, aber zugleich auch doch etwas klischeebehaftet. Den Anfang macht natürlich Bobby, die Außenseiterin, die zugezogen ist und keinen richtigen Anschluss findet. Neben ihr überlebt auch noch der rebellische Smitty mit seiner schwarzen Lederjacken und den Sprüchen. Dann gibt es noch Alice, die ehemalige Klassenschönheit und Diva, die selbst während der Apokalypse noch die Schminke erneuert und deren Haar einfach immer wie frisch gebürstet aussieht, sowie Pete, den blassen Computerfreak, der Nerd in der Runde. Auch wenn diese Charaktere doch an ein gewisses Schema erinnern, gibt es bei ihnen zumindest eine Entwicklung zu beobachten. Die Charaktere sind nicht starr, die Zombieapokalypse erfordert Veränderungen und das sie, insbesondere Pete, stellenweise über sich selbst hinaus wachsen. Dadurch wirken die Handlungen realistischer.

Auch die Tatsache, dass das Buch aus Bobbys Sicht geschrieben wurde und mit ihren Kommentaren und Gedanken durchsetzt ist, macht es sehr angenehm zu lesen (aber immer wieder auch sehr amüsant).

Trotzdem, obwohl es eigentlich lauter positive Eigenschaften hat, und ich das Buch in einem Rutsch weggelesen habe, bin ich in einem Zwiespalt. Untot lässt sich hervorragend lesen, aber es ist kein Buch, das mich irgendwie berührt, auf keiner Weise. Technisch und auch inhaltlich gefällt mir eigentlich alles, ich habe es auch gerne gelesen, aber es löst in mir weder einen Sturm der Begeisterung noch Abneigung oder ähnliches aus. Es ist ein Buch, das sich für mich nicht hervorhebt, mir fehlt das einfach noch das gewisse Etwas.

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