[Plauderei] Rezensionen schreiben

In letzter Zeit habe ich immer mal wieder darüber nachgedacht und dann haben Janice von Janice’s Bücherwelt und Sandra von der Büchernische auch noch via Twitter darüber diskutiert, wie man ein Buch rezensieren soll, das so gut war, das ihnen einfach die Worte fehlen und sie nicht wissen, wie sie die Rezension schreiben sollen.
Und ganz ehrlich, das kennt doch jetzt von uns, oder? Mir zumindest geht es auch immer so, dass ich einfach nicht weiß, wie ich beginnen soll. Was soll ich jetzt ausgerechnet zu diesem Buch schreiben? Wo soll ich bei diesem genialen Buch bitte anfangen? Meistens fange ich dann auch genauso so an: Das Buch war so super, dass ich gar nicht weiß, wo ich nun beginnen soll. Und dann schaue, was so dabei rauskommt.
Manchmal frage ich mich dann doch, gibt es dafür ein besseres Rezept? Einen leichteren Weg, seine Ratlosigkeit zu besiegen? Ich bin immer der Typ, der einfach drauf los schreibt, was meinen Rezensionen doch manchmal anzumerken ist. Wenn ihr beim Lesen denkt ‚Okay… wirkt irgendwie planlos…‘, dann habt ihr vollkommen recht. Das kann mir nur zu gut passieren. Ich habe auch keine Notizen, die ich mir während dem Lesen mache. Das Maximum sind ein paar Zettel, die ich auf bestimmten Seiten dazwischen stecke, weil irgendetwas auf dieser Seite besonders ist. Ansonsten verlasse ich mich auf meine Erinnerungen, denn das, was wirklich hervorsticht, ob nun negativ oder positiv, daran kann ich mich sicher erinnern. Und das sind dann auch die Dinge, die ich in meinen Rezensionen erwähnen will. Anfangs habe ich versucht, systematischer vorzugehen, mir Dinge zu notieren, doch letzten Endes hielt ich mich nicht wirklich daran. Das ist meine Art, Rezensionen zu schreiben.
Ich bewundere alle, die da mit konkretem Plan vorgehen können, mir liegt das nicht. Manchmal kann es mir auch passieren, dass ich die Rezension für gut befinde, online stelle und dann denke: Man, das hättest du noch erwähnen können. Oder das. Und natürlich das! Ich ändere allerdings nachträglich nichts mehr daran.
Nicht immer sind die Rezensionen perfekt oder geordnet oder beinhalten alles. Das kann ich einfach nicht, dafür ist mir der Spaß viel zu wichtig. Denn ich schreibe nicht, um alles perfekt darzustellen, sondern weil ich Lesen liebe ♥ Dann kann es auch mal chaotisch werden – passt schon. Das bin nämlich ich!
Wie sieht es bei euch aus? Wie geht ihr vor?

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6 thoughts on “[Plauderei] Rezensionen schreiben

  1. Mir geht es genauso! ich schreibe auch einfach los….dann fällt mir wieder was Neues ein…aber das kann ja noch dazugefügt werden und und und….Zettelwirtschaft und neben dem Lesen markieren mag ich gar nicht, denn das hindert meinen Lesefluss und wie du schon sagst, das was wichtig ist, merkt man sich auch bestimmt. Und ich denke bei mir merkt man auch, dass ich so drauflos schreibe…deswegen kann ich jetzt nicht sagen, ob das eventuell einigen Lesern stört!
    Liebe Grüße
    Martina

    1. Stimmt, Markieren hindert noch zusätzlich. Man ist grad so in der spannenden Geschichte drin und dann – STOP – Notiz machen! Das ist irgendwie störend.
      Schön, dass es Blogger gibt, die ähnlich denken 🙂

      Alles Liebe, Chimiko

    2. Geht mir genauso. Ich mache mir auch wirklich seltenst Notizen während des Lesens. Ich fasse immer erst den Inhalt zusammen und danach schreibe ich alles, was mir zu dem Buch einfällt. Wie ich die Figuren fand, den Schreibstil, den Verlauf der Geschichte,… Ich habe aber immer ziemliche Probleme damit, z. B. den Schreibstil richtig zu bewerten. Mir fehlt da einfach immer die Eloquenz, so dass ich meist das Gleiche schreibe, "flüssig, lustig, locker-leicht" und mir dann denke, dass meine Rezis irgendwie ziemlich einfallslos sind. Aber das ist halt so, das ist mein Stil, ich denke, ZU verkünstelt darf eine Rezi auch nicht sein, so dass sie nur noch Akademiker verstehen. 😉

    3. Das denke ich manchmal allerdings auch. Ich versuche zu variieren, aber letzten Endes…
      Ich muss bereits bei meinem Studium in den Hausarbeiten akademisch vorgehen (logisch, nicht wahr), da brauche ich das nicht auch noch in meiner Freizeit. Es geht um meinen Spaß ♥

      Alles Liebe, Chimiko

  2. Das Problem kenne ich sehr gut.
    Erst gestern habe ich wieder ein Buch beendet, dass ich wirklich so gut fand und ich aber nicht genau beschreiben kann was so gut war.
    Vorallem möchte ich auch nicht zu viel verraten. Da werde ich wohl noch eine Weile drüber nachdenken, bevor ich da einfach so drauf los schreibe.
    Ein grobes Muster für meine Rezensionen habe ich schon. Aber meistens passe ich es dem Buch so an, wie es eben am besten passt. Ich quetsche ja nix einfach so in ein Backförmchen, das würde der Individualität des Buches ja dann auch nicht gerecht werden…

    Liebe Grüße
    Chrissi

    1. Das mit dem Backförmchen und der Individualität ist echt schön ausgedrückt 😉
      Ich habe für mich jetzt beschlossen: Okay… und wenn du was vergisst, ist das auch egal! Machs einfach nach bestem Gewissen und genau das mache ich nun auch.
      Und ich hab tatsächlich gar kein grobes Muster für die Rezension direkt (natürlich der äußere Aufbau, aber ansonsten?). Ich bin zu… gedankenlos dafür.

      Alles Liebe, Chimiko

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