[Rezension] Abaton. Im Bann der Freiheit – Christian Jeltsch & Olaf Kraemer

Titel: Abaton. Im Bann der Freiheit
Autor: Christian Jeltsch & Olaf Kramer
Band: 3
Verlag: Mixtvision
Erschienen am: 15.10.2013
ISBN: 978-3939435686
Preis HC: 16,90€
Leseprobe





Autor

Christan Jeltsch, geboren 1958 in Köln, versuchte sich als Fußballspieler, im Studium der Psychologie, als Filmtechniker, als Regieassistent am Theater und beim Film. Im Anschluss konzentrierte er sich aufs Drehbuchschreiben. Dafür erhielt er u.a. den Adolf-Grimme-Preis.

Olaf Kramer studierte Ethnologie und Publizistik in Berlin, war Sänger und Texter in einer Garagen-Band und arbeitete zwölf Jahre als Journalist und Übersetzer in Los Angeles. Aufsehen erregte er mit der Uschi-Obermaier-Biografie „High Times“. Sein erster Roman „Ende einer Nacht“ erschien 2008, ist jedoch nur zensiert erhältlich.

Inhalt

Edda und Simon landen auf einer geheimnisvollen Plattform mitten im eiskalten Meer. Von hier aus planen hoch spezialisierte Rebellen den ultimativen Schlag gegen Gene-Sys und die Macht des Geldes. Edda, Simon und Linus sind der wichtigste Teil dieser Aktion, doch Linus bleibt verschwunden…


Erster Satz

Rau schlug der Sturm in sein Gesicht, als Bernikoff an Deck des kleinen Schiffs wankte.
S.14

Meine Meinung

Was für eine Trilogie. Wirklich außergewöhnlich und ich habe das Gefühl, mit einem Mal Lesen einfach nicht alles darin erfassen zu können. ‚Im Bann der Freiheit‘ schließt die Abaton-Reihe nun ab und steht seinen Vorgängern in nichts nach.

Der dritte Band schließt recht nahtlos am zweiten an und man hat somit keine große Lücke. Wieder ist das Ganze durch Zeitsprünge und Perspektivenwechsel geprägt – es hat mir einfach Spaß gemacht, das zu lesen. Bemerkenswert fand ich, dass sich hier Kreise geschlossen haben, von denen ich erst hier erfahren habe, dass sie existieren. In den ersten zwei Bänden geschieht wirklich nichts ohne Absicht und somit finden einige Handlungen hier ihren Abschluss, sie werden neu aufgenommen und mit dem neuen Wissen wirkt es ganz anders. Die Hintergrundgeschichte empfinde ich immer noch als recht komplex und eine ziemlich beängstigende wie faszinierende Vorstellung. Und ich hab schon jetzt große Lust, die ganze Trilogie noch mal zu lesen 😉
Offiziell hat die Reihe zwar das Prädikat Jugendbuch – und auch die Protagonisten sind recht jung gestaltet -, aber dennoch kann man Abaton auch getrost älteren Lesern empfehlen.

Wer findet, dass die Rezension bis jetzt etwas chaotisch ist, hat vollkommen recht. Mir schwirren so viele unterschiedliche Gedanken durch den Kopf, das ich gar nicht mehr weiß, wo ich ansetzen soll. Aber zugleich ist das auch das Tolle an diesem Buch (und der gesamten Reihe): Es regt zum Nachdenken an. Vor allen in diesem letzten Band werden auch viele aktuelle Themen angesprochen und verarbeitet, die einen dann doch vielleicht beschäftigen. Wirtschaftspolitisch ist das unglaublich viel Spannendes dabei, das im ersten Moment möglicherweise wie Zukunftsmusik klingt, aber bei näherem Betrachten… ist das alles schon Realität und eigentlich zum Greifen nahe. Beängstigend!

Die Charakterentwicklung. Linus, Simon und Edda sind ja ziemlich jung, was man anfangs auch merkt. Doch durch diese ganzen Ereignisse wirken sie am Ende viel erwachsener. Manchmal war es mir sogar zu erwachsen, gerade der Abschluss des Epilogs… hat mir persönlich nicht ganz zugesagt. Das ist jedoch nur eine Kleinigkeit und sehr subjektiv.
Dennoch eine sehr realistische Entwicklung, dieses abrupte Erwachsenwerden, das hier dargestellt wird. Von allen Charakteren hat mich Simon am meisten beeindruckt. Linus‘ spezielle Entwicklung in diesem Buch ist zwar schon fast unglaublich, aber etwas zu viel für mich. Daher fand ich Simons Weg den eindeutig faszinierenderen.

Ich denke, die vielen schnellen Wechsel und Schnitte sind wirklich Geschmackssache. Mir gefällt es, denn dadurch erhält die Geschichte etwas Rasantes, Atemloses und manchmal Gehetztes. Also genau das, was Linus, Simon und Edda erleben.

Fazit

‚Im Bann der Freiheit‘ ist ein wirklich gelungenes Finale der Abaton-Trilogie: Es schließen sich langsam die Kreise und man hat erst jetzt diesen ‚Natürlich. Ist doch logisch!‘ – Moment, der in vielen anderen Büchern fehlt. Dazu dann noch die aktuellen Themen und der fantastische Schreibstil ergeben einfach ein tolles Buch. Punkt. Ich persönlich bekam dabei richtig Lust, die gesamte Reihe noch einmal zu lesen und nochmal zu entdecken, denn ich glaube, hier kann man bei jedem Lesen Neues entdecken.

Bewertung



Mein Dank geht an den Mixtvision-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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