[E-Rezension] Am dreizehnten Tag – Regina Mengel

Titel: Am dreizehnten Tag
Autor: Regina Mengel
Verlag: via Amazon
ASIN:  B00EVQZ3HE
Preis E-Book:
4,99€
Leseprobe


















Autor

Die Autorin erblickte 1966 in Wuppertal das Licht der Welt, zog aus, das Glück zu finden und landete in Köln. Dort verdiente sie lange Zeit ihr täglich Brot als Wortjongleurin im Vertrieb. Geschichten begleiteten ihr Leben, doch erst im Jahr 2010 machte sie ernst, sie nahm teil an einem Schreibkurs bei Rainer Wekwerth. Ehrenamtlich gibt sie Flüchtlingskindern Nachhilfe in der Deutschen Sprache und wirkt beim Ulla-Hahn-Haus in Monheim mit. Einige ihrer Texte hat sie in Anthologien, Literaturzeitschriften oder als Hörbuch veröffentlicht.

Inhalt

Stell dir vor, du bist etwas ganz Besonderes, und niemand hat es dir gesagt!


Seit Susannas dreizehntem Geburtstag überschlagen sich die Ereignisse. Wildfremde Menschen munkeln von einer Bestimmung und streuen Blütenblätter vor Susannas Füße. Ein Päckchen ohne Absender, ein Brief, der in Rätseln spricht, eine geheimnisvolle Flasche und ein Teeladen, der nicht von dieser Welt zu sein scheint. Doch das ist erst der Anfang.

Stell dir vor, das Märchenland aus deinem Buch existiert wahrhaftig, und eine wichtige Aufgabe wartet dort auf dich!


Susanna stößt auf eine magische Welt voller Abenteuer und außergewöhnlicher Wesen. Und dann ist da ja auch noch Patrick, der ihr besser gefällt, als sie es sich zunächst eingestehen möchte.


Erster Satz

Nur selten verirrte sich ein Fremder in die Ruelle-Gasse am Ende der Rue Münster.

Meine Meinung

Da hat die Autorin Regina Mengel mich in eine Welter voller Magie und märchenhafter Elemente entführt, die doch schwer an 1001 Nacht erinnern. Kis-Ba-Shahid heißt die Welt, von der Susanna erfährt und die der Leser mit ihr zusammen erkundet und kennen lernt. Und ich denke, diese Welt wird auch nach der abgeschlossenen Geschichte Susannas sicher noch einige überraschende Geschichten bereit halten.
Aber zurück zum Eigentlichen: Das gesamte Setting, das die Autorin entwirft, ist einfach wundervoll. Das beginnt im Teeladen der Aschems und setzt sich dann in Kis-Ba-Shahid fort. Das Cover ist da ja schon aufschlussreich und ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie es ungefähr aussehen wird. Doch auch wenn es Ähnlichkeiten gibt, entwickelt diese Welt eigenartige Gestalten und Wesen, die nicht immer das sind, was ich erwartet hätte: Karamele, Zweigen und das Hurn. Das sind nur einige Märchenwesen, die die Autorin entwickelt hat und ich fand sie wirklich super! Es hat Spaß gemacht, diese ganzen Anspielungen zu sehen, aber dann doch etwas zu ‚erhalten‘, das anders ist. Überraschungsmomente gab es somit einige.

Auch die Geschichte an sich ist innovativ und traditionell zugleich. Man merkt, wie viel Liebe zum Detail in den Hintergründen steckt. Einige Dinge sind auch etwas vorhersehbar, wie beispielsweise die Tatsache, dass Susanna sich in Patrick verlieben wird. Dennoch bin ich froh, dass diese Liebesgeschichte eben nicht so viel Raum einnimmt und die eigentliche spannende Suche nach Susannas Bestimmung im Vordergrund steht. Auf der anderen Seite gab es auch einen Teil, der mir etwas zu klischeehaft war: Ich wünschte sehr, die Autorin hätte mich bei der Geschichte mit dem Wesir etwas mehr überraschen können. Man liest den ersten Satz über ihn und weiß eigentlich schon, was passieren wird.
Dafür sind die Geschichten über Übel, Glück, Schicksal und Zufall wesentlich interessanter und ich fand diese Idee einfach nur herrlich. Anfangs hat es mich beim Lesen zwar irritiert, aber das ist nur eine Frage der Gewohnheit. Wie? Ihr wisst nicht, was ich meine? Dann solltet ihr vielleicht selbst einen Blick in das Buch werfen, denn dazu will ich nicht zu viel zu verraten.
Von der Logik her waren da doch auch ein, zwei Gegebenheiten, wo ich mich gewundert habe. Unter anderem die Sache mit der Schule, das interessiert keinen Beteiligten: weder Susanna noch Patrick oder dessen Onkel, aber auch nicht die Eltern der zwei. Es sind tatsächlich diese Kleinigkeiten, die mich doch immer ein bisschen stören und mich aufhalten, weil ich rum rätsele.

Fazit

Ein Buch, das sich fantastisch liest und wirklich empfehlenswert ist. Neue Kreaturen, Märchenelemente und eine faszinierende Geschichte über Dschinns, eine besondere Welt und Magie – das alles beinhaltet ‚Am dreizehnten Tag‘. Etwas Abzug für das Wesir-Klischee und die paar Details, die für mich persönlich nicht stimmig waren 😉

Bewertung


Mein Dank geht an die Autorin Regina Mengel für das Rezensionsexemplar. 

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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