[Rezension] Alle meine Wünsche – Grégoire Delacourt

Titel: Alle meine Wünsche
Autor: Grégoire Delacourt
Original: La liste de mes envies
Verlag: Hoffmann und Campe
Erschienen am: 12.09.2012
ISBN: 978-3455403848
Preis HC: 15,99€ (erscheint im März bei Heyne als Taschenbuch)
Leseprobe







Autor

Grégoire Delacourt wurde 1960 im nordfranzösischen Valenciennes geboren. Seine Roman Alle meine Wünsche ist in Deutschland und Frankreich ein gefeierter Bestseller und erschien in sechzehn Ländern.

Inhalt

Jocelyne, 47, führt einen Kurzwarenladen im nordfranzösischen Arras. Die Kinder sind aus dem Haus und Jocelynes ganze Leidenschaft gilt ihrem Internet-Blog übers Sticken, Nähen und Stricken. Sie liebt ihr kleines Leben, liebt sogar ihren ungehobelten Mann – bis durch einen riesigen Lottogewinn alles aus den Fugen gerät.

Erster Satz

Man lügt sich immer an.

Meine Meinung

Wer kennt sie nicht, die Geschichten von Lottomillionären, die hochverschuldet enden? Die ihr Leben damit verpfuschen? Die plötzlich viele gute Freunde haben, solange das Geld noch locker sitzt? Dieser kleine, wunderbare Roman beschäftigt sich genau mit dieser möglichen Problematik… und dabei auch wieder nicht.

Es ist kein langes Buch, ich bin mir sicher, dass mancher den Preis auch abschreckend findet, aber dafür ist es umso wundervoller und einfühlsamer. Mich hat schon das Cover begeistert, da es wirklich wunderschön ist und auch perfekt zum Inhalt passt.
Die Geschichte ist einfach erzählt: Jocelyne führt einen kleinen Laden, hat schon einige Schicksalsschläge hinter sich, sucht dabei aber immer nach dem Positiven im Leben. Sie ist soweit glücklich, liebt ihren Mann, ihren Laden, ihren Blog. Dann gewinnt sie 18 Millionen im Lotto und verrät es niemandem, sondern überlegt sich nur, was sie damit machen kann.
Doch dem Autor gelingt es mit seiner wundervollen Sprache, aus dieser Geschichte etwas Besonderes zu machen. Man fühlt mit Jocelyne, man fragt sich auch, was man mit so viel Geld machen würde. Insbesondere ihre Listen haben mir immer gut gefallen, weil sie eben nicht so teure Dinge beinhalteten, sondern auch wirklich Bodenständiges. Sie bleibt am Boden, sie bleibt sich selbst treu. Dennoch gibt es eine unerwartete Wendung und ihr Leben scheint zerstört zu sein.

Ich mag, dass die Geschichte ruhig und leise bleibt und trotz dieser späteren Wendung nicht dramatisch wird, sondern Jocelyne einfach bleibt wie sie ist. Dazu noch die schöne Sprache und die vielen Fragen, die auch die Protagonistin selbst sich stellt, die Listen… es passt zusammen und ergibt eine runde, kleine, schöne Geschichte.

Fazit

Mich hat dieses kleine Buch wirklich verzaubert. Es ist ein stilles Buch, ohne große Aufregungen und genau das lese ich zwischendurch einfach sehr gerne. Eine kleine Auszeit in Buchform.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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3 thoughts on “[Rezension] Alle meine Wünsche – Grégoire Delacourt

  1. Bisher habe ich von diesem Buch noch gar nichts gehört gehabt, aber das Cover fand ich irgendwie ansprechend. Deine Rezi hat mich auf jeden Fall dazu überzeugt, mal einen weiteren Blick auf das Buch zu werfen, deshalb wandert es auf meine WuLi 🙂

    Liebe Grüße, Katja 🙂

    1. Ja, das Cover ist wirklich toll. Ich hatte beim Adventskalender von Lesefee das Glück, das Buch zu gewinnen, so direkt hatte ich nämlich davor auch noch nichts gehört. Aber es ist wirklich ein bezauberndes Buch ♥

      Alles Liebe, Chimiko

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