[Gefragt] Marita Sydow Hamann

Ich hatte die Möglichkeit, der lieben Marita auch noch ein paar Fragen zu stellen und hier könnt ihr ihre Antworten nachlesen:
1. Wie kamst du zum Schreiben? Was waren deine Anfänge?
Ich hatte schon immer den Traum einmal ein Buch zu schreiben. Doch wie
das mit Träumen so ist, bleiben sie oft nur Träume.
Geschichten habe ich geschrieben seit ich denken kann, allerding fanden
die nur in meinem Kopf statt. Irgendwann schrieb ich dann die erste
Kurzgeschichte auf. Später entwarf ich einzelne Illustrationen zu den
Kindergeschichten. Dann schrieb ich „Jori, der kleine Troll – Der erste
Schultag“ und illustrierte das Kinderbuch vollständig. Es hat mir viel Spaß
gemacht.
Der Gedanke reifte, meinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen und ein
richtiges Buch zu schrieben. Das war im Juni 2006. Ich liebe Fantasy und Science
Fiction. Ich hatte eine vage Idee für ein Fantasy-Kinderbuch im Kopf. Um dem
Ganzen Substanz zu verleihen, begann ich mich mit Mythologien zu beschäftigen
und beschloss meine Geschichte in die nordische Mythologie einzubetten.
Es war keine fertige Idee, sondern ein Reifeprozess. Zuerst gab es die
Idee um ein Mädchen, das aus einem Heim flieht und dann mit Hilfe von Feen und
Magie zu sich selbst findet. Die Grundidee ist geblieben, doch sonst hat „Die
Erben der alten Zeit“ nicht mehr viel damit zu tun. Es wurde auch kein Kinderbuch,
sondern ein AllAge ab 14 Jahre.
2. Wodurch lässt du dich inspirieren?
Ich liebe die Natur. Die meisten meiner Ideen kommen mir
beim Spazierengehen.
Allerdings überlege ich mir auch so einiges, wenn ich abends
im Bett liege. Die Zeit vor dem Einschlafen ist für mich eine Muse-Zeit. Da ist
es so schön ruhig, mollig warm und ab geht’s ins Marita`s Wunderland. ;o)


3. Hast du vielleicht sogar auch einen Autorenvorbild?
Eigentlich nicht. Allerdings hat mich Rowlings Art zu schreiben
wirklich begeistert.


4. Wie sieht dein Tagesablauf (Autorenalltag) aus? Und wie sieht dein
Arbeitsplatz aus?
Ich habe keinen festen Autorenalltag. Obwohl es wohl einige
feste Punkte gibt: Pferde versorgen, ausmisten, Holz holen (zumindest in der
kalten Jahreszeit), Hunde und Katzen versorgen, mir was zu essen machen. Wenn
ich das hinter mir habe, setze ich mich meist an den Computer, um emails und
anderes zu checken.
Falls keine weiteren Hausarbeiten anliegen, mache ich es mir
dann vor dem Kamin gemütlich (im Sommer draußen auf der Hollywoodschaukel) und
schnappe mir Stift und Block. Manchmal fließt es, manchmal nicht. Kommt einfach
nichts zustande, zwinge ich mich nicht zum Schreiben. Dann mache ich
stattdessen erst einmal etwas anderes.
Mein Arbeitsplatz ist da wo ich mich mit Stift und Block
niederlasse, obwohl ich auch einen Schreibtisch habe, wo mein Computer steht.
Da ist es recht aufgeräumt, denn Chaos macht mich nervös. Allerdings habe ich
eine Macke: Ich schreibe mir immer To-Do-Listen auf kleine Zettelchen. Die
liegen bei mir überall herum. Ich streiche dort aus, was erledigt ist.
Streichen ist überaus befriedigend. 😀


5. Was machst du an den Tagen, an denen du einfach mal eine Auszeit vom
Schreiben brauchst?
Ich erledige liegengebliebene Wäsche, räume auf, mache
sauber und warte auf die Muse. Meist gehe ich auch spazieren, lese ein Buch
oder schau mir vielleicht noch einen Film an.


6. Könntest du dir vorstellen auch Bücher anderer Genre zu schreiben? Gibt es
vielleicht schon konkrete Pläne?
Ich habe ja bereits ein Kinderbuch und zwei
Kindergeschichten selbst veröffentlicht. Eines handelt von Trollen, also auch
Fantasy, aber die anderen beiden sind mystische Kinderkrimis.
Im Moment arbeite ich an einem Romantasy-Projekt. Außerdem
schwebt mir ein Science Fiction im Kopf herum. Ganz auf ein Genre festgelegt
bin ich also nicht.


7. Und bei konkreten Plänen: Liegt das nächste Projekt vielleicht schon in
deiner Schublade bereit? Oder ist es bisher nur in Planung?

Das erste Buch meiner neuen Romantasy-Reihe ist handschriftlich
fertig und muss jetzt ins Reich der Einsen und Nullen. Und natürlich ins
Lektorat und an meine Testleser. Ein Cover habe ich auch bereits entworfen. Ich
werde aber noch ein paar Kleinigkeiten daran ändern. Den zweiten Band habe ich
bereist angefangen zu schreiben, handschriftlich.


8. Gibt es noch eine Inspiration, einen Ort, einen Gedanken, den du unbedingt
noch verarbeiten musst?
Oh, da gibt es viele! 😀 Ich habe einen ganzen Block voll
von Ideen. Jedes Mal wenn mir was einfällt, schriebe ich es mir in Stichpunkten
dort auf, damit ich die einzelnen „Lichtblitze“ später entweder in eine ganz
neue Story verwandeln kann, oder in meine Projekte integrieren kann.


9. Liest du selbst auch so gerne oder nutzt du deine Zeit lieber zum Schreiben?
Oder hast du andere Dinge, denen du in deiner Freizeit lieber nachgehst?

Ich lese sehr gerne. Ich komme nicht mehr ganz so viel dazu
wie früher, da ich nun selbst meine Geschichten erfinde, aber Lesen kann ich
mir aus meinem Leben nicht herausdenken.
In meiner Freizeit kümmere ich mich natürlich auch um meine
Tiere. Die machen mir sehr viel Freude.


10. Hast du Lieblingsautoren? Welche sind es?

Wie ich schon erwähnte, gefällt mir Rowlings Art zu
schreiben ausgesprochen gut. Ich bin zwar nicht der Fan-Typ, aber ihre Bücher
habe ich mehrmals gelesen und mich gut amüsiert. Ich liebe gute Fantasy, aber
auch Romantasy und Science Fiction.

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