[BaBü] Honigsüßer Tod – Alexander Rieckhoff & Stefan Ummenhofer

Titel:  Honigsüßer Tod
Autor: Alexander Rieckhoff & Stefan Ummenhofer
Verlag: Piper
Erschienen am: 01.11.2009
ISBN: 978-3492254359
Preis: 8,99€
Leseprobe



Autor

Alexander Rieckhoff, geboren 1969 und aufgewachsen in Villingen, studierte Geschichte und Politikwissenschaft in Konstanz und Rom und ist zurzeit als Fernsehredakteur beim ZDF in Mainz beschäftigt. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von Mainz.

Stefan Ummenhofer, geboren 1969 und aufgewachsen in Villingen und Schwenningen, studierte Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg, Wien und Bonn. Er ist als Journalist für Zeitungen sowie die dpa tätig und lebt mit seiner Familie bei Freiburg.

Inhalt

Studienrat Hummel, der ungewollt in immer neue Kriminalfälle verwickelt wird, steckt in einer handfesten Ehekrise. Seine esoterische Frau ist in ein einsames Gehöft im Schwarzwald gezogen, zu einer Sekte namens „Kinder der Sonne“. Als der dortige Imker ermordet aufgefunden wird, beschließt Hummel gemeinsam mit seinem Freund, dem Journalisten Riesle, dem Fall auf den Grund zu gehen. Im angrenzenden Dort beäugt man die Sekte schon immer mit Argwohn und glaubt nun zu wissen, dass der Täter aus den Reihen der Sekte stammen muss. Doch dann wird eine zweite Leiche gefunden…

Erster Satz


Hubertus Hummel fühlte sich leicht und frei: die großen Ferien.
S.7

BaBü

Natürlich kommt auch in diesem Buch der unverwechselbare Dialekt der Region hervor, einen Dialekt, den ich einige Kilometer entfernt schon wieder nicht mehr zu hundert Prozent verstehe. Aber was mir besonders in Erinnerung bleibt, ist einfach die Schwarzwälder Gemütlichkeit und das Faible für gute, deftige Hausmannsküche. Da ist mir mal wieder das Wasser im Mund zusammen gelaufen – ich mag unsere deftigen, schlichten Mahlzeiten hier aber auch sehr, sehr gerne, ob nun Speckbrot oder Wurstsalat, lecker!
Die Landschaftsbeschreibungen sind direkt vor meinem Auge entstanden und ich konnte die Gegend förmlich vor mir sehen, einfach typisch! Allgemein war der badische Faktor für mich definitiv vorhanden und die Atmosphäre kommt rüber.


Meine Meinung


Das Ende der Geschichte hat mir am Besten gefallen: Zwar waren Teile der Verbrechen wirklich vorhersehbar, die endgültige Lösung war dagegen sehr überraschend, eine Lösung, die ich so definitiv nicht erwartet hätte. Der Teil davor lässt mich eher zwiegespalten zurück, denn der Mordfall und Hummels Liebesleben geben sich ungefähr die Waage, wenn die Liebesirrungen nicht sogar überwiegen. Dadurch hatte ich stellenweise auch das Gefühl, dass Hummel einfach gar nicht richtig mit ermittelt hat. Klar, er hatte am Schluss die Eingebung und die Lösung plötzlich parat, allerdings ist diese ihm eher zugeflogen und der einzige, der neben den Kommissaren ermittelt hat, war Riesle. Da wurden meine Erwartungen durch den Klappentext einfach nicht erfüllt. Riesle ermittelt und Hummel badet stellenweise richtiggehend in Selbstmitleid.
Ein Regionalkrimi muss nicht vor blutiger Action triefen, definitiv nicht, es darf auch gerne gemütliche Atmosphäre herrschen, doch hier kam für mich eigentlich keinerlei Spannung auf. Irgendwie konnte der Mordfall mich einfach nicht fesseln, mir hat mehr der Schwarzwälder Flair gefallen.
Die Charaktere fand ich dadurch auch richtig gelungen, da sie allesamt sehr eigen sind und für mich richtig toll ausgestaltet sind, wenn man mal von Hummels Liebeswirrungen absieht. Ob es nun der wunderbare schwule Schauspieler, Regisseur und verlassener Mann ist oder der neugierige Journalist am Polizeifunk oder eben auch der überkorrekte auf Sauberkeit bedachte Polizist.

Fazit

Das Buch konnte mich einfach nicht packen, auch wenn so ein Regionalkrimi auch ruhig mal entspannt sein kann. Dazu lag der Schwerpunkt viel zu sehr auf Hummels Beziehungsproblemen – definitiv nicht der richtige Einstieg in die Hummelreihe.
BaBü-technisch finde ich die Eigenarten der Menschen dort hervorragend eingefangen, doch das reicht nicht für ein gutes Buch.

Bewertung



Quellen
CoverAutorenvita 1; Autorenvita 2; Inhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.

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2 thoughts on “[BaBü] Honigsüßer Tod – Alexander Rieckhoff & Stefan Ummenhofer

  1. Hm, Cover und Handlungsort haben mich sofort angesprochen und eigentlich war ich schon drauf und dran die Wunschliste hervorzukramen um mir alles zu notieren…aber anscheinend ist es ja nicht ganz so gut…nö, dann vielleicht doch nicht…danke für Deine gut geschriebene Rezi 🙂

    1. Ich hab mal die Rezensionen zu anderen Hummel-Büchern durchgelesen, die sind besser und viele sind hier bei dem Buch meiner Ansicht. Also wenn, solltest du dich vielleicht bei den ersten Bänden orientieren, ich denke tatsächlich, das wäre der bessere Hummel-Einstieg!

      Alles Liebe, Chimiko

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