[Rezension] Ich koch dich tot – Ellen Berg

Titel: Ich koch dich tot
Autor: Ellen Berg
Verlag: Aufbauverlag
Erschienen am: 20.05.2013
ISBN: 978-3746629315
Preis TB: 9,99€
Leseprobe













Autor


Ellen Berg, geboren 1969, studierte Germanistik und arbeitete als Reiseleiterin und in der Gastronomie. Heute schreibt sie und lebt mit ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu.

Inhalt

Schmeckt’s dir nicht, Schatz?
Beim ersten Mal ist es noch ein Versehen: Statt Pfeffer landet Rattengift im Gulasch – und schon ist Vivi ihren Haustyrannen Werner los. Als sie wenig später vom schönen Richard übel enttäuscht wird, greift sie erneut zum Kochlöffel. Fortan räumt Vivi all jene Fieslinge, die es nicht esser verdient haben, mit den Waffen einer Frau aus dem Weg – ihren Kochkünsten. Dann trifft sie Jan, der ihr alles verspricht, wovon sie immer geträumt hat- Vivi beschließt, dass jetzt Schluss sein muss mit dem kalten Morden über dampfenden Töpfen. Als ihr aber mehrere Unfälle passieren, keimt ein böser Verdacht in ihr. Sollte Jan ihr ähnlicher sein als gedacht? Zu dumm, dass sie sich ausgerechnet in diesen Schuft verliebt hat. Doch Vivis Kampfgeist ist geweckt…


Erster Satz

Als Vivi das Dessert ins Esszimmer trugt, ein Orangenparfait mit frischen Erdbeeren, ruhte der Kopf ihres Gatten in einem See aus Bratensauce.
S.7

Meine Meinung

Ich hatte mich doch auf das Buch gefreut, nachdem mir Du mich auch doch recht gut gefallen hatte, aber Ich koch dich tot hat mich nicht überzeugt. Und das liegt in erster Linie an Protagonistin Vivi. Sie wirkt (nicht nur auf dem Cover) deutlich älter als sie eigentlich ist und schon bei ihrer sinngemäßen Selbstbeschreibung „für meine 35 Jahr sehe ich noch ganz passabel aus“ war sie eigentlich bei mir unten durch. Sehr übertrieben dargestellt. Im Laufe des Buches hat sie sich in der Hinsicht zwar entwickelt, aber dennoch ist sie mir nicht sympathisch geworden. Manchmal wirkt sie auf mich sehr dumm, aber auch abhängig von Männern. Und Sympathie für Protagonisten macht gerade bei solchen Büchern viel aus.
Hinzu kommt, dass nicht nur Vivis Handeln, sondern auch einige Reaktionen darauf ziemlich unglaubwürdig wirken. Da ich spoilere, markiert den folgenden Abschnitt, wenn es euch interessiert: Ganz ehrlich, welcher Polizist stellt schon Liebe vor Gesetz und würde diese Morde tarnen? Und seit wann kriegt man im Vorbeigehen mal eben so eine Hypothek? Realitätsgetreu ist die Geschichte wirklich nicht, wer allerdings darauf verzichten kann und kein Problem mit der Protagonistin hat, wird sicherlich seinen Spaß am Buch haben.

Denn der schwarze Humor ist definitiv vorhanden – eigentlich etwas, das ich gerne lese, obwohl ich zugegebenermaßen doch schlucken muss, wenn Vivi die Männer stellenweise fast schon nebenher vergiftet, ohne sich ernsthafte Gedanken über andere Lösungen zu machen. Dennoch absolut morbider Humor, der sicherlich manchem zusagen wird. Ich kann mir das Buch auch hervorragend als Urlaubslektüre vorstellen, da es sich einfach und leicht lesen lässt.

Das Ende kommt für mich etwas zu schnell, da hätten es dann doch ein paar Seiten mehr sein können, da die Geschichte hier doch sehr gerafft wirkt. Zumal einige Teile davor im Verhältnis dann doch zu lange wirken, immerhin ist der Schluss der Teil, der in der Beschreibung groß angepriesen wird! Die Hektik passt nicht zu dem Buch und für mich ist es somit kein runder Abschluss.

Es gab übrigens noch ein kleines Detail, das mich manchmal wirklich genervt hat: Vivi singt dauernde Songtexte vor sich hin, die zur Situation passen. An sich eigentlich eine liebenswerte Macke, aber mir hat es einfach nicht gefallen. Das ist nicht meins, muss ich ganz ehrlich zugeben!

Fazit

Wenn ich mit der Protagonistin besser klar gekommen wäre, hätte das Buch mir sicher zugesagt, doch das war leider eben nicht der Fall. Ansonsten der gewohnte Humor von Ellen Berg und viele amüsante Stellen, wenn man die Glaubwürdigkeit mal zur Seite schiebt.

Bewertung

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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