[Rezension] Das Ende der Welt – Sara Gran

Titel: Das Ende der Welt
Autor: Sara Gran
Original: Claire DeWitt and the Bohemian Highway
Band: 2/aktuell 2
Verlag: Droemer
Erschienen: März 2013
ISBN: 978-3426226377
Preis TB: 14,99€
Leseprobe






Autor

Bevor Sara Gran, geboren 1971 in Brooklyn, hauptberuflich Schriftstellerin wurde, hat sie in einer Vielzahl von Berufen gearbeitet, die aber allesamt mit Büchern zu tun hatten. Nach ausgedehnten Weltreisen lebt sie nun in Kalifornien.


Inhalt

Claire DeWitts Ex-Freund Paul wurde in seiner Wohnung erschossen, seine wertvollen Gitarren gestohlen. Alles deutet auf einen Raubmord. Seltsamerweise verkraftet Pauls Ehefrau Lydia den Tod ihres Mannes besser als Claire. Zu viele Freunde hat die brillante Ermittlerin schon an den Tod verloren. Sie muss herausfinden, was wirklich geschah. Claires stetig steigender Drogenkonsum ist ihr Betäubung und geniale Ermittlungshilfe zugleich. Doch längst hat sie die Grenze überschritten, die sie vor einem tödlichen Absturz bewahrt.

Erster Satz

Der Detektiv glaubt, einen Mord aufzuklären oder das Verschwinden eines Mädchens, aber in Wirklichkeit ist er einer vollkommen anderen Sache auf der Spur, einer Sache, die er selbst nicht ganz versteht.
S.5

Meine Meinung

Okay… das Buch ist… seltsam. Jedenfalls empfinde ich es als seltsam. Ich kann eigentlich gar nicht genau sagen, was ich von diesem Buch halten soll. Wie ja schon aus dem Klappentext hervorgeht, sind viel Drogen im Spiel und ganz ehrlich? Nach dem Lesen dieses Buch fühle ich mich so wirr, wie die zugedröhnte Claire manchmal ist.

Der übermäßige Drogenkonsum ist auch etwas, das mir mit der Zeit schlichtweg auf die Nerven ging: Dauernd schnieft Claire ein bisschen schlechtes Zeug oder kauft sich was neues, das ebenfalls nicht besser ist und/oder gepanscht ist, um dann dieses Zeug zu konsumieren. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass Claire mehr mit Drogen nehmen beschäftigt ist, als mit Ermitteln.
Überhaupt ist das Ermitteln eher Nebensache, Claire nimmt Drogen, Claire denkt an die Vergangenheit und manchmal kommt dann auch noch etwas Ermittlung vor. Tatsächlich.
Ich hatte übrigens auch das Gefühl, dass praktisch jeder aus dieser Stadt und jeder, den Claire kennt, und jeder, der mit dem Fall zu tun hat, aus Musikszene kommt. Erfrischend hätte ich es gefunden, wenn auch mal Menschen, die möglicherweise diese kleinen Bands gerne hören, aber nicht in zig Bands gespielt haben, beteiligt gewesen wären. Das war ein Detail, das mir persönlich irgendwann einfach zu viel war.
Es gab aber auch etwas, das mir gefallen hat: der Fall der Miniaturpferde. Hier kommt der melancholische Grundton, der das Buch durchweg beherrscht, richtig gut zur Geltung. Auch wenn Claire hier eigentlich nicht direkt ermittelt, sondern eher nur vermittelt, haben mir die Beschreibungen dieser Pferde aus ihrer Sicht richtig gut gefallen. Ich konnte sie vor mir sehen und das war der Teil, der mir eigentlich am besten gefallen hat – dabei war das auch der kleinste Teil.
Es gab immer wieder Einschübe aus dem Buch, das Claire zu dem gemacht hat, was sie nun ist – Detektivin (ja, damit meinte ich nicht ihren Drogenkonsum und ihr Junkie-Dasein, obwohl das sicher zusammenhängt). Diese Einschübe haben mir eigentlich ganz gut gefallen, sie haben das Buch etwas aufgelockert.
Obwohl ich viel zu meckern habe, hat mich erstaunlicherweise das Ende neugierig gemacht. Es ist so offen und geheimniskrämerisch, dass man sich schon fragt, was nun passiert. Dennoch glaube ich nicht, dass ich mir eine Fortsetzung kaufen würde.

Fazit

Ich glaube, Das Ende der Welt ist so ein Buch, das man entweder mag oder nicht. Bei mir ist eher zweiteres der Fall. Das liegt auch daran, dass mir eigentlich – hauptsächlich – Claires Drogenkonsum wirklich zu viel wurde und zu ausführlich beschrieben wird. Im Fall der Miniaturpferde kommt das raus, was ich mir eigentlich gewünscht hätte. Schade.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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