[Rezension] Die Auslese – Joelle Charbonneau

Titel: Die Auslese. Nur die Besten überleben
Autor: Joelle Charbonneau
Original: The Testing
Band: 1/3
Verlag: Penhaligon
Erschienen:
ISBN:
978-3764531171
Preis HC: 16,99€
Leseprobe









Autor

Joelle Charbonneau begann mit dem Schreiben, als sie noch Opernsängerin war. Heute ist die Schriftstellerei ihre größte Leidenschaft. Joelle Charbonneau lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn in der Nähe von Chicago. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet sie als Schauspiel- und Stimmtrainerin.

Inhalt

Sie wurden auserwählt, um zu führen – oder zu sterben
Nach den verheerenden Fehlern der Vergangenheit war sich die Gesellschaft einig, dass nur noch die Besten politische Macht ausüben dürfen. Von nun an sollten die Psychologen darüber urteilen, in wessen Händen die Zukunft es Landes liegen sollte. So entstand die Auslese.
Cia ist sechzehn und damit eine der Jüngsten die zu den Prüfungen antreten, die darüber entscheiden, ob man für ein Amt geeignet ist. Zunächst ist sie von Stolz erfüllt – bis die erste Kandidatin stirbt! Jetzt breitet sich Angst aus, und Cia erkennt: Nur die Besten überleben…

Erster Satz

Heute ist also der Tag der Abschlussfeier.
S.7

Meine Meinung

Ich erzähl euch jetzt sicher nichts Neues, aber Die Auslese wirkt einfach wie eine Mischung aus den Tributen von Panem und Die Bestimmung. Auch wenn ich das Buch vielleicht nicht unbedingt direkt nach den Panem-Büchern hätte lesen sollen, hat es mir dennoch eigentlich ganz gut gefallen. Natürlich hat es mich nicht so umgehauen wie Katniss und Peeta, aber es ist dennoch ein gutes Buch. Ich persönlich fand es, trotz der frapierenden Ähnlichkeiten, übrigens auch etwas besser als den ersten Band von Veronica Roth.

Die Liebesbeziehung von Cia war mir allerdings zu seicht. Genauso wie ich sie nicht sehr emotional fand. Oder ging das nur mir so? Ich finde nämlich, ihre Empfindungen kommen nicht so gut rüber, wie sie könnten. Cia ist geschockt nach dem Tod der Kandidatin, da kommt jedoch fast nichts rüber, bei einem weiteren toten Kandidaten war da zumindest etwas mehr.
Aber eigentlich wollte ich ja über die Liebesbeziehung sprechen: Diese war für mich unnötiges Beiwerk, nicht ausgereift und einfach nicht glaubwürdig. ‚Hui, wir sind beide in der Auslese, lass uns ein Paar werden!‘ – Das war ungefähr das, was ich angesichts der ganzen Sache gedacht habe 😉

Der Hintergrund ist noch ziemlich… bedeckt, würde ich sagen. Es ist noch viel offen, man weiß einfach noch wenig, daher glaube ich da definitiv an Steigerungspotential. Dieser erste Band dreht sich wirklich nur um die Auslese, um den Weg zu den Psychologen und das ist eigentlich ganz passend, denn als Schüler hat man nun wirklich keinen so guten Einblick in die oberen Regierungsstrukturen. Daher bin ich mir auch noch nicht sicher, was die Psychologen mit dieser Auslese bezwecken wollen. Ich frage mich ganz ehrlich: Was bringt es ihnen, dass die Begabtesten der Begabten sterben wie die Fliegen? Vielleicht eine Frage, die in der Fortsetzung geklärt wird.

Schöne Elemente sind hier in dieser Dystopie das Träumen und vor allen Dingen das Vergessen. Gerade letzteres ist im Epilog noch einmal ziemlich gut hervorgehoben. Das sind auch so Komponenten, die mir immer gut gefallen und mit denen man mich ziemlich leicht neugierig machen kann. Diese zwei Dinge sind auch allgemein hervorragend eingebaut, während es anderes gibt, dass nicht eingearbeitet wirkt (z.B. die Liebesgeschichte, habe ich schon erwähnt, wie seltsam ich diese finde?).

Was mir bei Die Auslese fehlt, ist dieses Mitfiebern, das Aufgeregtsein, das Mitleiden! Leider hat gerade Cia als Protagonistin da leider keine so gute Arbeit geleistet.

Fazit

Ich kann die Kritik, die vom Abkupfern spricht, gut verstehen, es sind schon extrem viele Ähnlichkeiten zu aktuellen Dystopien zu finden. Leider muss man ja sagen, dass das Rad nicht so leicht neu erfunden wird…
Irgendwie fand ich die Geschichte eigentlich ganz interessant, mit Cia, der Protagonistin, konnte ich jedoch nicht so viel anfangen. Ein Buch, bei dem sich bei mir an und für sich ziemlich alles die Waage hält und ich neugierig auf die noch sehr wenigen Hintergründe bin.

Bewertung

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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8 thoughts on “[Rezension] Die Auslese – Joelle Charbonneau

    1. Hallo Desiree,

      na da hast du definitiv recht 😉 Ich glaube wirklich, ich habe es einfach zu einem schlechten Zeitpunkt gelesen, so direkt nach den Tributen… Manchmal ist das einfach so, nicht wahr?

      Alles Liebe, Chimiko

  1. Hallo Chimiko!
    Mir hat das Buch ja super gefallen, allerdings kenne ich weder die Tribute von Panem noch Die Bestimmung. War wahrscheinlich in diesem Fall ein Vorteil für mich. Denn ich hab schon öfter Vergleiche mit den anderen beiden Büchern gelesen.
    Vielleicht sollte ich mir auch noch Die Bestimmung besorgen? Mal sehen.
    Wünsch dir ein schönes Wochenende, liebe Grüße, Iris

    1. Hallo Iris,

      ja, das kann durchaus ein Vorteil sein. Und ich muss auch noch dazu sagen, dass 'Die Bestimmung' bei mir auch keine Begeisterungsstürme ausgelöst hat, sondern dass sie auch mit drei Brillen bewertet wurde. Aber, wie bereits erwähnt. ich habe das Buch auch schlichtweg zu einem falschen Zeitpunkt gelesen.

      Alles Liebe, Chimiko

  2. Hi Chimiko,
    ich kann deine Kritikpunkte gut verstehen, obwohl ich finde dass "Die Auselse" durchaus auch Dinge hat, die sich von anderen Dystopien abheben. Sicherlich gibt es noch Luft nach oben.
    Ich finde man kann auch noch nicht wirklich von einer Liebesgeschichte sprechen, ich finde den Typ äußerst merkwürdig und zwielichtig, das wird sicher noch spannend.

    LG
    Anja

    1. Hallo Anja,

      hach, noch jemand, der den Typen so seltsam findet. Das beruhigt mich.
      Und klar, es hebt sich durchaus von anderen Dystopien ab, aber wenn man es unmittelbar nach so einer Dystopie liest, stechen immer eher die Gemeinsamkeit hervor 😉 Ich denke, wenn ich mehrere andere Bücher dazwischen gelesen hätte, wäre meine Meinung möglicherweise auch etwas anders ausgefallen.

      Alles Liebe, Chimiko

  3. Hey!
    Das Buch hatte ich vor wenigen Tagen in der Buchhandlung in der Hand, habe es dann aber doch nicht gekauft. Vielleicht ist das auch gut so, wenn ich mir deine Rezension so anschaue.
    LG
    Yvonne

    1. Hallo Yvonne!

      Das Buch ist definitiv nicht schlecht, aber es hat mich einfach nicht komplett überzeugt. Na ja… so ist das halt 🙂

      Alles Liebe, Chimiko

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