[Rezension] Inselsommer – Gabriella Engelmann

Titel: Inselsommer
Autor: Gabriella Engelmann
Band: 2/2
Verlag: Knaur
Erschienen: Mai 2013
ISBN: 978-3426511459
Preis TB: 8,99€
Leseprobe






Autor

Gabriella Engelmann, 1966 geboren in München, ist gelernte Buchhändlerin. Nach Stationen als Lektorin und als Verlagsleiterin eines Kinderbuchverlages arbeitet sie heute freiberuflich als Literaturscout und Autorin von Romanen für Erwachsene sowie von Kinder- und Jugendbüchern. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.

Inhalt

„Kommen Sie uns jederzeit in Keitum besuchen, und bleiben Sie, solange Sie wollen.“ Immer wieder liest die 45-Jährige Hamburger Galeristin Paula die Einladung auf der hübschen Karte mit dem reetgedeckten Haus, der friesisch blau gestrichenen Tür, romantisch umrankt von Sylter Rosen. Seit Wochen geht ihr der wesentlich jüngere Vincent, der sie so offen umschwärmt, nicht aus dem Kopf. Dabei ist sie doch glücklich in ihrer Ehe mit Patrick – oder ist es nur die Gewohnheit, die da spricht? Soll sie einen Neuanfang wagen oder festhalten, was sie hat? Ein Inselurlaub als Gast der Buchhändlerin Bea und deren Nichte Larissa soll helfen, Klarheit in Paulas Gedanken und Gefühle zu bringen…

Erster Satz

Sie können uns jederzeit besuchen und so lange bleiben, wie Sie wollen.
S.7

Meine Meinung

Was dieses Buch nicht alles auslöst: vom Verlangen nach einer gemütlichen Buchhandlung über Sehnsucht nach dort oben bis hin zu Hunger. Ich habe selten ein Buch gelesen, das so appetitanregend war! Bei diesen ganzen Leckereien lief mir gefühlt mehr als die Hälfte der Geschichte das Wasser im Mund zusammen. Mein Rat ist dementsprechend: Lest das Buch nicht mit leerem Magen, das würdet ihr bereuen!

Das erste Kapitel und ich waren nicht so ganz konform, da hatte ich noch etwas Schwierigkeiten, es war somit eigentlich kein vielversprechender Start, doch danach hat Paulas Geschichte mit komplett gepackt und nach Sylt mitgenommen. So sehr, dass ich jetzt auch den Vorgänger Inselzauber unbedingt lesen muss!

Von der Insel war ich richtig verzaubert, doch auch die Menschen, denen Paula begegnet, haben mich berührt. Das fängt beispielsweise mit Adalbert an, dieser Mann ist ein absolut liebenswerter Original. Doch es sind wirklich fast alle (Ausnahmen sind gewollt) sympathisch und herzlich geschrieben. Jeder hat seine eigene Persönlichkeit, ohne dabei klischeebehaftet zu wirken.

Gabriella Engelmann hat es geschafft, dass ich als Leserin richtig in die Geschichte eintauchen konnte und somit das Gefühl hatte, dabei zu sein und z.B. das tolle Büchercafé zu besuchen.

Nicht nur das, durch Inselsommer habe ich mich etwas in das Sylt der Autorin verliebt… wobei… vor allen Dingen in die vielen Leckereien, die dort angeboten werden. Ich kann mich nur wiederholen, da bekommt man einfach Appetit!
Aber ich muss auch sagen, dass Sylt nicht als reine Idylle dargestellt wird, es werden auch die gängigen Probleme, wie z.B. der Wohnungsmangel, passend eingebaut, so dass es auch die Geschichte an sich nicht gestört, sondern nur um einen Fakt erweitert hatte. Einer der Charaktere, die dafür verwendet wurden, ist mir ja besonders ans Herz gewachsen, der gute Olli!

Paulas Konflikt ist verständlich, er ist nachvollziehbar und vor allen Dingen ist er nicht überzogen oder übertrieben worden. Sie ist einfach nicht glücklich und braucht eine Auszeit, die sie auf Sylt nimmt. Ich empfand Paula keine Sekunde lang als jammernd oder nervig, denn es ist eine Situation, wie sie eigentlich jeder Frau passieren kann, und sie bleibt, trotz kleinen schlechteren Momenten, eigentlich vernünftig und baut sich etwas Neues auf, sie kämpft sich durch und das macht sie so sympathisch.

Fazit

Es passt. Es passt einfach alles für mich. Geschichte, Ort, Charaktere… das Essen… Eine rundum runde Geschichte, die ich sicher immer wieder gerne lesen werde!

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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4 thoughts on “[Rezension] Inselsommer – Gabriella Engelmann

    1. Ehrlich? Sylt schreckt dich ab? Ich muss sagen, es war eigentlich schön… also das beschriebene Sylt. Nicht idyllisiert, aber dennoch schön 🙂

      Alles Liebe, Chimiko

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