[Kommentar] Naokos Lächeln – Haruki Murakami

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Erster Satz


Ich war siebenunddreißig Jahre alt und saß in einer Boeing 747,



























Meine Meinung


Lange habe ich dieses wundervolle Buch in meinem Bücherregal vermisst, da ich es – Achtung, ein Klassiker – verliehen habe und nicht mehr wieder bekam. Naokos Lächeln war mein Auftakt zu meiner großen Liebe für den Autoren Haruki Murakami. Nun, nach vielen Jahren, ist auch dieses Buch endlich wieder in mein Regal eingezogen. Und ich kann euch eines sagen: Ich habe schon seit einer Weile kein Murakami-Buch mehr gelesen. Warum? Das kann ich wirklich nicht sagen. Aber Naokos Lächeln hat es wieder geschafft: Ich bin Murakami wieder verfallen. Das fängt mit der Sprache an, geht über die außergewöhnlichen Inhalte, die jedes seiner Werke zu etwas besonderem machen und endet schließlich bei diesen so unglaublich menschlichen Charakteren, die eben nicht außergewöhnlich sind. So auch der Protagonist dieser Geschichte: Er ist ein unglaublich normaler, fast schon langweiliger Student, der in keinerlei Hinsicht besonders ist. Aber er trifft die richtigen Menschen: Die Titelgeberin des Buches, Naoko, ist einer davon. Und die beiden verbindet eine Geschichte, die nicht unbedingt schön ist. Naokos Freund, der beste Freund des Protagonisten, hat sich mit siebzehn Jahren umgebracht. Diese Situation hat auch sowohl Naoko als auch Watanabe (besagter Protagonist, dessen Name mir jetzt wieder eingefallen ist!) verändert und nach längerer Zeit treffen sie sich zufällig wieder.

So beginnt also diese wundervolle, nachdenklich stimmende Geschichte. Und ganz ehrlich: Murakami ist einer dieser Autoren, bei denen es mir schwer fällt, die richtigen Worte zu finden, da sie mich einfach nur flashen. Es ist wirklich so, dass ich mich in dieser Geschichte verliere und einfach abtauchen kann. Noch dazu eine vollkommen andere Welt, die doch so manche Überraschung birgt. Ich finde es faszinierend, wenn ich diese japanische Welt, die zeitlich noch dazu in der Vergangenheit liegt, mit unserer heutigen Kultur vergleiche. Kulturschock kann man da schon manchmal sagen… wobei es mich immer noch überrascht, wie offen Murakami in manchen Dingen ist, das kenne ich gar nicht von den verklemmten Japanern.

Fazit


Was soll ich sagen? Ich liebe diesen Roman, er hat mich zu einem meiner liebsten Autoren gebracht und das ist einfach so. Punkt. Murakami ist sicher Ansichtssache, aber für mich gehört er eben zu meinen großen Autoren-Helden. Und Naokos Lächeln ist ein wundervoller, nachdenklicher Roman mit viel Tiefe.

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4 thoughts on “[Kommentar] Naokos Lächeln – Haruki Murakami

  1. Dies war ebenfalls mein erstes Buch von Murakami und ist bis heute mein liebstes von ihm geblieben.
    Die Sprache ist wirklich großartig und seine Geschichten fesseln mich total.
    Den Einblick in die japanische Kultur finde ich auch total faszinierend.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende! 🙂
    Nora

    1. Dass wir da übereinstimmen, dachte ich mir fast. Aber cool, dass 'Naokos Lächeln' auch dein erster Murakami war. Ist auch ein großartiger Einstieg!

      Alles Liebe, Chimiko

  2. Ich lese auch alles, was ich von Murakami in die Finger kriege 😉 Nur 1Q84 war so gar nicht mein Fall… Naokos Lächeln habe ich noch nicht gelesen, ich nehm's meistens, wie's kommt: Wenn mir eins seiner Bücher über den Weg läuft, nehme ich es mit. Im Moment habe ich noch einen Band mit Kurzgeschichten im Regal.

    1. '1Q84' liegt noch (zumindest Buch 1/2) ungelesen in meinem Regal. Ich muss irgendwann mal reinschnuppern. Bin dann doch mal gespannt, wie es sich liest.
      'Naokos Lächeln' ist für mich eins seiner besten Bücher, sollte dir wirklich bald mal über den Weg laufen 😉

      Alles Liebe, Chimiko

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