[Rezension] Open Mind. Gefährliche Gedanken – Susan Kaye Quinn

Titel: Open Minds. Gefährliche Gedanken
Autor: Susan Kaye Quinn
Band: 1
ASIN: B00IYPBLB0
Preis E-Book: 2,99€
Leseprobe



















Autor

Susan Kaye Quinn wuchs in Kalifornien auf, wo sie schon als Schülerin Zettelchen mit Geschichten in der Klasse herumreichte. Ihre Lehrer gaben meistens vor, nichts davon mitzubekommen und beschlagnahmten ihre Arbeiten nur ein paar Mal. Sie ging einer Reihe von Ingenieursstudiengängen nach (Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau, Umwelttechnik) und arbeitete in einer Menge von Streber-Jobs, unter anderem bei GE Aircraft Engines, der NASA und NCAR. Jetzt, wo sie Bücher schreibt, steht auf ihrer Visitenkarten „Autorin und Raketenwissenschaftlerin“ und sie muss ihre Arbeiten nicht länger heimlich weiterschmuggeln. All diese Ingenieurswissenschaften sind von Nutzen, wenn man sich paranormale Fähigkeiten in futuristischen Welten ausdenkt, oder Wissenschaft mit Fantasie mischt, um einigermaßen glaubwürdige Erfindungen zu erschaffen. Nur für ihre Geschichten natürlich. Ignoriert den Kram in ihrem Keller. Susan schreibt in einem Vorort von Chicago, wo sie mit ihren drei Jungs, zwei Katzen und einem Ehemann lebt. Was, wie sich herausgestellt hat, genau so viel ist, wie sie auch handhaben kann.

Inhalt

Die sechzehnjährige Kira Moore ist eine Null, jemand, der weder Gedanken lesen noch von anderen gelesen werden kann. Nullen sind Außenseiter, denen man nicht vertrauen kann, weswegen sie auch keine Chancen bei Raf hat, einem normalen Gedankenleser und ihr bester Freund, in den sich heimlich verliebt ist. Als sie aus Versehen die Kontrolle über Rafs Verstand übernimmt und ihn dadurch beinahe umbringt, versucht Kira ihre unheimliche neue Fähigkeit vor ihrer Familie und dem zunehmende misstrauischer werdenden Raf zu verbergen. Aber sie verstrickt sich in ihren Lügen und wird immer tiefer in eine geheime Unterwelt voller Gedankenkontrollierer gezogen. Den Verstand all derer zu kontrollieren, die ihr am Herzen liegen, ist dabei nur eine von vielen gefährlichen Entscheidungen, die noch vor ihr liegen.

Erster Satz

Eine Null wie ich sollte nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.

Meine Meinung

Gefährliche Gedanken ist definitiv ein spannender Auftakt für diese schon ziemlich vielversprechende Reihe. Insbesondere diese Vorstellung, dass die Welt nur aus Gedankenlesern besteht, dass alles dadurch geregelt ist und jeder jeden lesen kann, ist für mich zwar eigentlich beängstigend, aber gleichzeitig lese ich so etwas wiederum einfach gerne. Noch dazu kommt dann Kiras Fähigkeit der Gedankenkontrolle, die sich erst im Laufe des Buches richtig zeigt. In dieser Welt steckt noch unglaublich viel Potenzial, denn weder das Gedankenlesen noch das Mindjacking, also die Kontrolle, sind so einfach, wie es den Anschein hat. Es gibt viele unterschiedliche Schichten und Fähigkeiten. Doch eines ist einfach: Eine Null ist jemand, der einfach nichts kann, der wie ein Stück blankes Papier ist… also… ihr und ich im Prinzip. Stellt euch das mal vor: Bei uns ist Kommunikation normal, in Kiras Welt wären wir taub und stumm zugleich und einfach abgeschlossen von allem und jedem. Ein furchtbarer Gedanke, oder?

Kira ist definitiv ein Charakter, der es nicht leicht hat. Und das nicht nur weil sie von vielen einfach ignoriert wird, auch ihre Zukunft macht ihr Sorgen. Manchmal überraschte mich das, weil sie immer noch ein Teenager ist, doch dann denke ich wiederum, dass jemand, der kaum Freunde hat und von der Gesellschaft ausgeschlossen ist (oder gar gemobbt wird), auch Zeit hat, sich auf solche Dinge zu konzentrieren. Und Kira ist durch ihren Status als Null einfach ein kompletter Außenseiter. Interessant ist auch die Entwicklung, die sich durchmacht, die Skrupel, die sie hat, wenn es um ihre Fähigkeit der Gedankenkontrolle geht. Sie hat durchaus moralische Bedenken, auch gegenüber denen, die sie eigentlich mies behandeln. Letztendlich ist sie mir, trotz dem Anfang als Null, etwas zu perfekt. Ihre Fähigkeit ist mehr als nur besonders, sie hat diese moralischen Bedenken und ganz ehrlich, wer würde sich nicht an den Leuten, die einen gemobbt haben, auch mal so ein bisschen rächen wollen? Selbst wenn es nur am Anfang ist. Bei Kira fehlt mir einfach ein bisschen eine etwas andere Seite, etwas mehr Tiefe. Etwas mehr von Simon hätte man bei ihr definitiv finden können. Simon? Simon könnt ihr euch gerne selbst erlesen 😉

Das Buch ist überwiegend dystopisch, doch es gibt doch auch immer wieder Science Fiction-Elemente dazwischen. Und inhaltlich gesehen bin ich mir sicher, dass die folgenden Bände noch weitere Spannung bieten, denn auch dieser Band ist da schon richtig, richtig gut dabei. Die Konstellation war jetzt nicht unbedingt das Neueste überhaupt: Mädchen entdeckt spezielle Fähigkeit, Regierung entdeckt dieses, Mädchen muss gegen Regierung kämpfen. Dennoch hat Susan Kaye Quinn jede Menge spannende Details untergebracht, die sich von anderen ähnlichen Grundgerüsten wieder unterscheiden. Ich bin neugierig, was uns da noch erwarten wird!

Fazit

Das ist definitiv eine empfehlenswerte Dystopie für alle Fans von diesem Genre, auch wenn für mich das Grundgerüst nicht ganz so außergewöhnlich und besonders ist. Auch Kira könnte für mich ruhig noch ein paar neue Seiten bekommen, etwas mehr Tiefe und vielleicht auch mal ein bisschen Unvernunft. Dennoch hat mir Gefährliche Gedanken schon richtig gut gefallen!

Bewertung


Quellen
CoverAutorenvitaInhalt

Weitere Posts zum Thema

One thought on “[Rezension] Open Mind. Gefährliche Gedanken – Susan Kaye Quinn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.