[Rezension] Der Schmerz, die Zukunft, meine Irrtümer und ich – Jenny Jägerfeld

Titel: Der Schmerz, die Zukunft, meine Irrtümer und ich
Autor: Jenny Jägerfeld
Original: Här ligger jag och blöder
Verlag: Hanser
Erschienen am: 03.02.2014
ISBN: 978-3-446-24506-8
Preis: 14,90€
Leseprobe










Autor

Jenny Jägerfeld, 1974 geboren, arbeitet als Journalistin und Lektorin für Fachbücher und Zeitschriften, sowie hauptberuflich als Psychologin in Stockholm. 2006 erschien ihr erster Roman. Für Der Schmerz, die Zukunft, meine Irrtümer und ich erhielt sie 2010 den August-Preis, die wichtigste literarische Auszeichnung ihres Landes. Sie ist weit gereist, hat zwei Kinder und besitzt den gelben Gürtel in Karate.

Inhalt

Erst ist da nur Schmerz, als Maja sich beim Hantieren mit der Stichsäge die Daumenspitze absägt. Dann kommt die Wut, weil ihr Vater glaubt, sie hätte es mit Absicht getan. Das ist absurd – nur weil sie ihre Launen hat und schräge Klamotten anzieht, ist sie doch kein Psycho! Oder doch? Kommt sie womöglich nach ihrer Mutter, die am Asperger-Syndrom leidet und einfach nicht versteht, wie andere Leute ticken? Wird sie, Maja, etwa auch so? Kann sie sich deshalb nicht vorstellen, dass ein cooler Typ wie Justin sich in sie verliebt? Solche Fragen können schmerzhafter sein als ein fehlendes Stück Daumen, doch Maja stellt sie. Nur so hat sie eine Chance, sich über die Irrtümer in ihrem Leben klarzuwerden.

Erster Satz

Das Blut spritzte.

Meine Meinung

Irgendwie fand ich dieses Buch total psychodelisch. Maja ist nicht ganz dicht, im Ernst. Selten einen Charakter gelesen, mit dem ich so wenig anfangen wie mit ihr! Ich verstehe ihr Handeln nicht, ihr Denken nicht und entgegen dem Kommentar, dass das Buch mitten ins Herz trifft, konnte es mich nicht packen. Irgendwie… verstehe ich Teile des Buches nicht. Das übersteigt mein Verständnis, das gebe ich ganz offen zu.

Der Beginn: Maja sägt sich ein Teil vom Daumen ab. Super. So beginnt die Geschichte also. Das zieht sich eine Weile hin und irgendwie bin ich teilweise einfach nur angewidert von der Detailgenauigkeit, aber das ist noch nicht so dramatisch. Das ist einfach nur persönliches Empfinden.
Aber was danach kommt, löst bei mir nur noch Kopfschütteln aus. Majas Beziehung zu ihrer Mutter, ihr Verhalten gegenüber ihrem Vater, den sie auch ausspioniert, das Benehmen gegenüber ihrem angeblich besten Freund und das gegenüber ihrem Lehrer. Ich versteh dieses Mädel einfach nicht, ich verstehe diese Geschichte nicht. Irgendwie fehlt mir da der Sinn oder ein roter Faden oder irgendein Geschehen, aber Maja lebt einfach nur in den Tag hinein. Und das Buch konzentriert sich auf ihr Gefühlsleben, so dass da ein großes Ganzes irgendwie etwas fehlt. Mit anderen Worten: Wenn ihr – wie ich – mit der Protagonistin also überhaupt nicht warm werden und Probleme hat und sie nicht versteht, dann ist das Buch einfach nicht für euch geeignet.

Stilistisch konnte es mich auch nicht überzeugen… immerhin ist Maja auch Ich-Erzählerin, somit ist eigentlich schon klar, dass ich nichts damit anfangen kann, da ich sie einfach nicht verstehe.

Fazit

Okay… kurz gesagt: Ich verstehe dieses Buch nicht. Falls euch das noch nicht klar war 😉
Dieses Buch und ich waren so gar nicht auf einer Wellenlänge, aber vielleicht gibt es bei euch tatsächlich jemand, der mehr mit so etwas anfangen kann. Bei mir ist es somit leider unten durch!

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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