[Rezension] Wettlauf in der Nacht – Thomas Taylor

Titel: Wettlauf in der Nacht
Autor: Thomas Taylor
Original: Haunters
Verlag: Chicken House
Erschienen: Juni 2014
ISBN: 978-3-551-52056-2
Preis: 14,99€
Leseprobe













Autor

Thomas Taylor, geboren in Norwich, wuchs an der Küste von Wales auf. In seiner Kindheit zeichnete er häufig, am liebsten während des Matheunterrichts. Nach seinem Studium an der Kunstakademie illustrierte er zunächst Bücher und gestaltete unter anderem das englische Cover zu J.K. Rowlings Harry Potter und der Stein der Weisen. Schließlich begann er selbst Bücher zu schreiben. Wettlauf in der Nacht ist sein erster Roman. Nachdem Thomas Taylor mehrere Jahre in Frankreich verbracht hat, lebt er jetzt mit seiner Familie in England.

Inhalt

Eddie, Adam und David leben in verschiedenen Jahrzehnten. Trotzdem laufen sie sich immer wieder über den Weg. Denn die Jugendlichen verbindet eine seltene Gabe. Während sie schlafen, können sie alle Grenzen überwinden und durch Raum und Zeit reisen. Dabei verfolgt jeder sein ganz eigenes Ziel. Eddie will alles über das Traumwandeln herausfinden. Adam versucht mit allen Mitteln den Lauf der Geschichte zu verändern. Und David muss seine Familie retten, bevor sie ausgelöscht wird.

Erster Satz

David kauerte auf dem Dach des Hauses seines besten Freundes, während die Flammen, die es verschlangen, in den Nachthimmel loderten. 

Meine Meinung

Viele Gedanken schwirren gerade durch meinen Kopf und ich hoffe, ich bringe sie in eine einigermaßen geordnete Form! Also… versuche ich mal mein Glück: Zuerst mal habe ich mich echt gefreut, als ich bei den Buchbotschaftern Losglück hatte, denn so Geschichten mit Träumen und Traumwandeln fand ich schon immer wirklich faszinierend! Mit dieser Idee kann mich ein Autor doch immer wieder locken, während der reine Titel hier das nicht hätte können. Ernsthaft, den Titel finde ich richtig schwach. Die Covergestaltung finde ich toll, das hätte mich sofort angesprochen, aber der Titel? Da würde mich doch interessieren: Was haltet ihr von dem Titel?

Beim Inhalt muss ich sagen, dass es typisch leichte Jugendlektüre ist. Und zwar keine, die jetzt bei mir ein Hypegefühl auslöst. Wettlauf gegen die Zeit ist definitiv kein gutes Buch, aber kein nachhaltiges Buch, kein Buch, das mir jetzt längerfristig hängen bleiben würde. Ich habe es gelesen, ich fand es gut, aber ein Weilchen später muss ich schon darüber nachdenken, was da jetzt eigentlich geschah.
Weil es eben auch auf ein junges Publikum anspielt, bleiben technische Hintergründe teilweise doch etwas unklar. Wer also Wert auf solche Details liegt, ist hier nicht gut beraten, aber ernsthaft: Ich erwarte das bei so einem Buch auch gar nicht erst 😉
Dafür ist die Idee und deren Umsetzung echt klasse: Traumwandler, die eben nicht nur Gutes bewirken, sondern durch ihre Fähigkeiten die Welt beeinflussen können und das in jede Richtung!
Und wenn ich mir vorstelle, was für Möglichkeiten in diesem Universum noch bestehen, das macht mich neugierig, ob da vielleicht doch noch mehr Geschichten folgen.

Am Anfang war ich leicht verwirrt, doch letzten Endes hat sich da alles geklärt und das auf sehr interessante Art und Weise! Die Verstrickungen fand ich doch ziemlich gut und man wird auch gleich in das Geschehen geschmissen, ohne einen Schimmer zu haben, was da nun alles vorgeht.

Die Charaktere… David ist durchaus sympathisch, ich mochte ihn. Allerdings hat er für mich etwas Durchschnittliches. Das finde ich einerseits gut, andererseits hätte ich mir noch mehr Persönlichkeit gewünscht. Seine kleine Schwester beispielsweise finde ich da prägnanter. Sehr niedliches, kleines, altkluges Ding! Auch später trifft David einige Charaktere, die einfach mehr Wesen haben als er. Eddie ist auch einer dieser Protagonisten mit Tiefe.
Die Antagonisten fand ich hingegen ziemlich flach. Gut, am Ende gab es einen kleinen Moment mit Tiefe, aber so alles in allem konnte ich die Gründe für das Dasein dieser Gegenorganisation nicht ganz so… okay… ich kann sie schon nachvollziehen, aber es ist flach. Irgendwie hätte ich mir da noch mehr gewünscht. Aber es ist nun mal ein Jugendbuch!

Fazit

Ein Jugendbuch mit unglaublich viel Potenzial zu einer tollen Welt, die mich fasziniert. Ich hätte mir jedoch etwas mehr Details und an mancher Stelle tatsächlich auch Tiefe gewünscht. Dennoch ein tolles, empfehlenswertes Buch, das Spaß macht!

Bewertung

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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