[Rezension] Sticken, stricken, strangulieren – Tatjana Kruse

Titel: Sticken, stricken, strangulieren
Autor: Tatjana Kruse
Verlag: Knaur
Erschienen: Juli 2014
ISBN: 978-3-426-51428-3
Preis: 9,99€
Leseprobe









Autor
Tatjana Kruse, Jahrgang 1960, lebt und arbeitet in Schwäbisch Hall. Sie ist überzeugte Krimiautorin. Sie wurde bereits mit dem Marlowe der Raymond-Chandler-Gesellschaft ausgezeichnet und mehrmals für den Agatha-Christie-Preis nominiert. Nach „Kreuzstich, Bienenstich, Herzstich“, „Nadel, Faden, Hackebeil“, „Finger, Hut und Teufelsbrut“ und „Gestickt, gestopft, gemeuchelt“ gibt es nun den fünften Roman um den Kommissar aus Schwäbisch Hall.

Inhalt

Kommissar a.D. Siegfried Seifferheld entdeckt in der Cafeteria der Bausparkasse Schwäbisch Hal, von Insidern auch die Büchs, genannt, eine Leiche. Kurioses Detail: Die Tote wurde mit einem Gürtel stranguliert, den eine auffällige Elvis-Presley-Schnalle ziert. Ein Fall ganz nach Seifferhelds Geschmack!
Einziger Wermutstropfen: Ein frisch in die Stadt gezogener Stricker macht Kommissar Seifferheld, seines Zeichens leidenschaftlicher Sticker, das Leben und damit die Ermittlungen schwer.

Erster Satz

„Hast du etwas die komplette Packung Lübecker Marzipan im Mund?“

Meine Meinung

Ich wusste nicht so genau, was mich mit Kommissar Seifferheld erwarten wird, ich meine: ein stickender Kommissar? Aber ich habe mich ziemlich schnell eingefunden in diese doch eher ländliche Atmosphäre Schwäbisch Halls und auch mit dem stickenden Seifferheld wurde ich auch schnell warm.
Ein bisschen verwirrt war ich von dem Polizeibericht, der sich über dem ersten Kapitel befindet, doch warum sich diese über den Kapiteln im Gesamten befinden, klärt sich im Verlaufe der Geschichte und irgendwie fand ich sie doch von Kapitel zu Kapitel amüsanter. Ich musste doch immer wieder über diese Kuriositäten schmunzeln!

Beim Mörder hatte ich jedoch relativ früh meine Ahnungen, wer es sein könnte. Somit war es nicht so, dass ich komplett dem Ende entgegen fieberte und wissen musste, wer der Mörder war. Dennoch fand ich das Ende interessant, weil es einige unerwartete Wendungen gab.
Seifferhelds Abscheu gegenüber seinem Stricker war… nervig. Wie kann sich ein eigentlich vernünftiger Mensch nur so auf jemanden einschießen? Das war definitiv übertrieben, wobei übertrieben auch wieder gut in diesen ländlichen Krimi passt.
Ländlich ist das Stichwort: Denn Schwäbisch Hall ist wirklich nicht unbedingt das, was man als Großstadt bezeichnen kann und genau so fühlt man sich dann teilweise auch. Noch dazu wird es von vielen verschiedenen Typen bevölkert. Und mit Typen meine ich hier dann doch Unikate! Der Kochclub mit seinem ‚Kochbuch‘, die anderen verschiedenen Charaktere, denen man begegnet (ich liebe die Trommler, ernsthaft!), sind wirklich originell. Da musste ich doch immer mal wieder grinsen, weil sie einfach manchmal sehr speziell sind.

Fazit

Etwas kürzer als gewohnt fällt meine Rezension verletzungsbedingt aus, aber noch kürzer lässt sich sagen: Obwohl ich den Mörder schon früh ‚enttarnte‘, hat mich das Buch gut unterhalten, sowohl der Grund für den Mord als auch Seifferhelds Umfeld… mir hat’s g’falle!

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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