[BaBü] Der Keltenkreis – Carlo Schäfer


Titel: Der Keltenkreis
Autor: Carlo Schäfer
Band: 2
Verlag: Rowohlt
Erschienen: Oktober 2003
ISBN: 978-3-499-23414-9
Preis: 8,90€

 

Autor

Carlo Schäfer (* 1964) lebt und arbeitet in Heidelberg und deswegen schreibt er auch über diese Stadt. Er versichert aufrichtig, dass er vor seinem ersten Roman gar nicht wusste, dass es das Wort „Lokalkrimi“ gibt. Seitdem hat sich manches getan, unter anderem passt die Formulierung: „Schäfer wohnt mit Frau und Kind in Heidelberg“, die sich in allen bisherigen Theuer-Bänden („Im falschen Licht“(rororo 23283), „Der Keltenkreis“(rororo 23414), „Das Opferlamm“ (rororo 23704), „Silberrücken“ (rororo 24107) findet, nicht mehr so recht: Das Kind hat inzwischen die gleiche Schuhgröße wie der Autor und wird sich wohl bald rasieren müssen. (Es ist also – entgegen eines Netzeintrags einer Volkshochschule – keine Tochter.)

Inhalt

Auf offener Straße wird spät abends ein Mann erschossen. Die Zeugenaussagen sind vage. Sie beschreiben einen verwahrlosten aussehenden Mann, der geflüchtet sei. Für Polizeidirektor Seltmann ist die Sache klar: Der Mörder ist der „Plasmamann“, der stadtbekannte, bisher als völlig harmlos geltende Irre. Und der ist spurlos verschwunden. Doch Hauptkommissar Theuer misstraut sich selbst, noch mehr Seltmann, am meisten aber einfachen Lösungen. Ehe er noch anderen Spuren nachgehen kann, geschieht ein zweiter brutaler Mord. Der melancholische Ermittler muss schleunigst den Plasmamann finden, wenn er und sein skurriles Team ihre Jobs behalten wollen…

BaBü

Heidelberg, oh du schöne Stadt. Dort spielt Der Keltenkreis. Natürlich werden die Straßen und Ortsteile erwähnt und gerade Leidig betont ja immer sein Dasein als Altstädter (das ist ja etwas Spezielles… erst dann ist man gefühlt richtiger Heidelberger!), aber mir fehlt doch ein bisschen das Gefühl dafür. Der Charme von Heidelberg wird nicht so richtig dargestellt und kommt für mich nicht so ganz rüber.
Bei dem Ausflug nach Pforzheim wird hingegen die Eigenschaften der Anwohner dort, ihre Stadt schön zu reden, ziemlich gut getroffen. Aber es gibt eindeutig Bücher, die den Baden-Aspekt und die Liebe dafür deutlich besser darstellen. Was vielleicht auch daran liegt, dass…

Meine Meinung


… der Autor sich wohl wahnsinnig gern selbst liest. Irgendwie habe ich einfach das Gefühl, dass da jemand seinen Stil ganz toll findet und einfach ein bisserl zu viel formuliert. Mir jedenfalls wurde das alles manchmal zu schwülstig und zu viel des Guten.

Dennoch war es eine an sich ganz gute Kriminalgeschichte, mehr aber auch nicht. Hm… was soll ich jetzt schreiben? Ich mochte das eigentlich Unaufgeregte zwischen Theuer und Yildirim. Aber auch der Rest des Theuer-Teams waren schon eigene Köpfe, da kann man wirklich nichts gegen sagen. Der Krimi war ganz interessant, auch wenn ich diese Kelten-Kreis-Geschichte ein bisschen gebastelt fand. Allerdings kam dadurch zumindest nochmal der tolle Heiligenberg kurz vor, schade dass dieser nicht besser genutzt wurde.

Fazit

Ich schreibe wirklich nicht mehr dazu, denn es war einfach mittelmäßig. Konnte mich nicht überzeugen, aber auch nicht vollkommen entsetzen. Es war ganz okay.

Bewertung

Quellen
CoverAutorenvitaInhalt
Das Zitat ist dem Buch entnommen und auf der angegebenen Seite zu finden.

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