[Rezension] Spuren der Hoffnung – Nora Roberts


Titel: Spuren der Hoffnung
Autor: Nora Roberts
Original: Dark Witch
Band: 1
Verlag: Heyne
Erschienen: Datum
ISBN: April 2014
Preis: 9,99 €
Leseprobe
 
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Autor

Durch einen Blizzard entdeckte Nora Roberts ihre Leidenschaft fürs
Schreiben: Tagelang fesselte sie 1979 ein eisiger Schneesturm in ihrer
Heimat Maryland ans Haus. Um sich zu beschäftigen, schrieb sie ihren
ersten Roman. Zum Glück – denn inzwischen zählt sie zu den
meistgelesenen Autorinnen der Welt. Nora Roberts hat zwei erwachsene
Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.

Inhalt

Iona verlässt Baltimore, um sich im sagenumwobenen County Mayo auf die Suche nach ihren Vorfahren zu machen. Als sie den attraktiven Boyle trifft, bietet er ihr an, auf seinem Gestüt zu arbeiten. Schnell spüren beide, dass sie mehr verbindet als die gemeinsame Leidenschaft für Pferde. Doch dann droht ein dunkles Familiengeheimnis das Glück der beiden zu zerstören.


Erster Satz

Nahe beim Schatten des Schlosses, tief im grünen Wald, führte Sorcha ihre Kinder durch die Dunkelheit nach Hause.

Meine Meinung

Ein weiterer Nora-Roberts-Roman hat den Weg in das Regal gefunden, der Auftakt zu einer neuen Trilogie… schon wieder! Und das sah ungefähr so aus: Ne neue Trilogie? Der erste Band? Uff. Ächz, seufz… wo bringt man den denn jetzt noch unter? Die zwei Nora-Roberts-Regalbretter sind schon ziemlich voll, gestopft voll, aber… aber… ach, her damit!
Ja, Frau Roberts kann man doch nur schwer widerstehen, wenn man einmal ihren Büchern verfallen ist. Und mir kam dieser neue Band gerade recht: Nicht zu schwer, lässt sich flott lesen und die Autorin schafft es auch immer wieder, mich zu fesseln, auch wenn man mal krank im Bett liegt und eigentlich überhaupt nicht in Leselaune ist. Und so hatte ich relativ demotiviert mit dem Lesen begonnen, aber die Figuren haben mich ziemlich schnell gepackt. Insbesondere Iona ist so ein liebenswert dargestellter Charakter, sie hat mich gleich für sich eingenommen!
Anfangs, das muss ich sagen, war ich irritiert, denn es wird mit der Geschichte von Sorcha eingeleitet. Und… sonderlich kreativ ist der Name nicht unbedingt…  aber gut, dieses Detail ist ja auch wieder nicht so störend, wenn auch eben etwas langweilig. Die Geschichte war ganz niedlich und ein ganz netter Auftakt, aber ich finde es schöner, wenn Frau Roberts die Geschichten mehr mit den eigentlichen Stories verwebt. Wenn ich als Leserin Stück für Stück erfahre, was da hinter steckt, warum sich diese Figuren jetzt ausgerechnet zusammenfinden. Hier war es eher so: Peng. Haste die Story. Peng. Haste die Figuren. Alle. Alle der nächsten drei Bände. Peng. Weißte genau, wer mit wem in die Kiste steigt. Das war ebenfalls langweilig. Nicht raffiniert.
Kommen wir mal zu den Charakteren: Iona ist, wie schon erwähnt, echt entzückend. Ein quirliger kleiner Charakter, der einen mit seinen tausend Entschuldigungen einnehmen kann. Boyle als wortkarger Pferdenarr: super. Wirklich. Als Einzelcharakter toll. Die starke, selbstbewusste, beherrschte Branna. Ihr sympathischer offener Bruder. Die taffe Amazone aus dem Reitstall. Klasse. Und dann noch der dunkle Charakter, der irgendwie auf der einen Seite steht, aber eigentlich auf die andere Seite gehört. Eigentlich gut. Doch irgendwie… nichts Neues. Gut, das erwarte ich auch nicht, aber es haut mich halt auch nicht vom Hocker, versteht ihr? Gerade die Geschichte mit Fin und Branna? Die kommt sicher erst im dritten Band und ist jetzt schon so durchschaubar? Nach dem ersten Auftritt der zwei? Nicht spannend.
Hinzu kommt noch die Sache, dass alles irgendwie schnell geht. Hui, ein Ereignis… oh, jetzt müssen wir ein paar Moante warten… Moment, überspringen wir die Monate doch einfach. Juhu, das nächste Ereignis… verdammt, warum muss das Datum jetzt auch so weit weg sein? Wir könnten doch…
Es wirkte irgendwie konstruiert, übereilt und so eine schöne romantische Liebesgeschichte, wie sich sonst oft entwickelt… so empfand ich es dieses Mal nicht. Es war abgehackt, es war ruppig. Definitiv hatte Frau Roberts wieder mal die richtigen Ansätze, nur die Umsetzung überzeugt mich hier nicht. Ich liebe die Idee der Geschichte, ich liebe auch Sorchas Geschichte, die Charaktere finde ich super. Aber ich fühle mich einfach erschlagen, weil gleich alles auf mich einprasselt und sich nicht entwickelt!

Fazit

Definitiv gehört dieser Band zu den schwächeren Büchern von Frau Roberts. Mir geht alles zu sehr Schlag auf Schlag und die Entwicklungen, die mich sonst so faszinieren, fehlen hier. Aber ich mag sowohl Grundidee als auch Charaktere wirklich sehr… daher kriegt das Buch noch eine mittelmäßige Bewertung, obwohl ich nach unten tendieren würde…

Bewertung

 
Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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