[Rezension] Die Berufene – M.R. Carey


Titel: Die Berufene
Autor: M.R. Carey
Original: The Girl with all the Gifts
Verlag: Knaur
Erschienen: Oktober 2014
ISBN: 978-3-426-51513-6
Preis: 14,99€
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Autor

M. R. Carey ist das Pseudonym eines britischen Fantasy-Autors, der
bisher besonders im Comic-Bereich erfolgreich war ( er schrieb unter
anderem für die Reihen „X-Men“ und „Fantastic Four“). Seine eigenen
Comics sind regelmäßig auf der New York Times Comic-Bestsellerliste
vertreten. Außerdem hat er bereits weitere Romane und ein
Hollywood-Drehbuch verfasst.

Inhalt

Großbritannien, in nicht allzu ferner Zukunft: Ein grauen­hafter Parasit
befällt die Menschheit. Millionen sind bereits infiziert und bedrohen
die wenigen Gesunden. Alle Hoffnungen ruhen auf einer Schar Kinder, die
anders auf den Erreger reagieren. Auf einer ent­legenen Militärbasis
halten Wissenschaftler sie gefangen – zu allem entschlossen, um ihnen
ihr biologisches Geheimnis zu entreißen. Doch es läuft nicht nach Plan


Erster Satz

Ihr Name ist Melanie.

Meine Meinung

Okay… es gibt sicher Leute, die beim Lesen dieses Buch wussten, worauf es hinausführt, ich hingegen bin tatsächlich im Dunkeln getappt. Die ganze Zeit über habe ich mich gefragt, wohin das nun führen soll, weil ich keine gescheite Idee hatte, was nun das Ziel dieser Geschichte sein würde. Und dann kam das Ende und ich war einfach nur so: Okay. Das habe ich nicht erwartet. Dabei ist es eigentlich logisch, aber mich hat es überrascht. Irgendwie war ich von dem Rest so fasziniert (und teils auch angewidert), dass ich zu keiner logischen Schlussfolgerung in der Lage war. Aber das ist doch auch mal eine nette Abwechslung, wenn man nicht schon auf Seite 3 weiß, wie das Buch enden wird, oder?

Ich kann wirklich nicht sagen, ob ich eher fasziniert oder angewidert war, während ich das Buch gelesen habe. Ich schwanke dabei immer noch. Diese Idee an sich hat mich tatsächlich unglaublich fasziniert, doch zugleich (ich gestehe, ich bin da eher schnell dabei) war ich von den Beschreibungen stellenweise angeekelt. Auf eine eigentlich gute Art und Weise. Das war alles… voll krass.

Dennoch muss ich sagen, dass es zwischendurch auch Momente gab, wo es mir zu leicht, zu schnell, einfach mit zu wenig Hintergrund passiert.
Puha, irgendwie fällt es mir recht schwer, die richtigen Worte für das Buch zu finden, warum auch immer: Ich finds gut, manchmal aber ein bisserl flach. Melanie ist ein interessanter Charakter und wir kriegen einfach durch die Perspektive einen richtig spannenden Einblick in ihr Denken. Wobei ich mich manchmal frage, wie sie… so menschlich werden konnte. So charaktertechnisch gesehen. Und jetzt muss ich was gestehen, die anderen Namen sind mir nicht wirklich im Gedächtnis geblieben. Das will ich gar nicht so sehr ankreiden, denn im Prinzip sind das eher Stereotypen als wirkliche Charaktere, an die man sich erinnern muss. Und sie erfüllen ihren Zweck, das ist doch die Hauptsache, oder? Dafür bleibt Melanies Zwiespalt und ihr Wesen umso mehr im Gedächtnis, zumindest bei mir…

Fazit

Es fiel mir echt recht schwer, hier die richtigen Worte zu finden. Ich finde das Buch gut, aber nicht herausragend. Ich finde einen Charakter bemerkenswert, den Rest stereotyp. Ich war fasziniert, aber zugleich stellenweise angewidert. Und das… war das Wesentliche von meiner Seite aus.

Bewertung

 
Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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2 thoughts on “[Rezension] Die Berufene – M.R. Carey

  1. Hallo Chimiko!
    Mir ging es ähnlich: Ich hab schlicht etwas anderes erwartet und war überrascht, dass es sich als Zombieroman entpuppt. Das hätte man ein wenig im Klappentext andeuten können, finde ich.
    Ich stimme dir zu, ich fand das Buch gut, aber ebenso wie du nicht herausragend. Für zwischendurch okay, sofern man kein zimperlicher Leser ist.
    Allerdings empfand ich die Figuren besser. Jede hatte eine bestimmte Funktion, von daher blieben sie bei mir im Gedächtnis.
    Wünsche dir ein schönes (Lese)Wochenende, liebe Grüße, Iris

    1. Hallo Iris,

      du hast natürlich recht, die Figuren haben ihre bestimmten Funktionen, dennoch… ist mir eher dieser Grundtyp in Erinnerung geblieben: verrückte Wissenschaftlerin usw. Die Namen jedoch nicht, weil ich sie trotz dieser Funktion als stereotyp empfand 😉
      So unterschiedlich kann es gehen 😀

      Alles Liebe, Chimiko

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