[Rezension] Der Junge muss an die frische Luft – Hape Kerkeling


Titel: Der Junge muss an die frische Luft
Autor: Hape Kerkeling
Verlag: Piper
Erschienen: Oktober 2014
ISBN: 978-3-492-05700-4
Preis: 19,99€
Leseprobe
 
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Autor

Hape Kerkeling, geboren 1964 in Recklinghausen, spricht Spanisch,
Italienisch, Französisch, Englisch und Holländisch, was ihm bei der
Verständigung auf dem Jakobsweg oft zugute kam. Er arbeitet seit 1984
beim Fernsehen; berühmt wurde er mit der Rolle »Hannilein«. Seitdem
folgte eine Vielzahl erfolgreicher Live-Auftritte sowie TV-Shows und
-Serien wie »Känguru«, »Total Normal«, »Hape trifft« und »Let’s Dance«
sowie in der Rolle als Horst Schlämmer. Der Entertainer, Moderator und
Kabarettist wurde u.a. mit der Goldenen Kamera, dem Bambi, dem
Adolf-Grimme-Preis, dem Deutschen Comedy-Preis und dem Deutschen
Fernsehpreis ausgezeichnet. Für »Ich bin dann mal weg« erhielt er den
ITB Buch Award für das beste literarische Reisebuch. Er lebt in Berlin
und Italien.

Inhalt

Mit »Ich bin dann mal weg« hat er Millionen Leser inspiriert, persönliche Grenzen zu überschreiten. Jetzt spricht Hape Kerkeling über seine Kindheit; entwaffnend ehrlich, mit großem Humor und Ernsthaftigkeit. Über die frühen Jahre im Ruhrgebiet, Bonanza-Spiele, Gurkenschnittchen und den ersten Farbfernseher; das Auf und Ab einer dreißigjährigen, turbulenten Karriere – und darüber, warum es manchmal ein Glück ist, sich hinter Schnauzbart und Herrenhandtasche verstecken zu können. Über berührende Begegnungen und Verluste, Lebensmut und die Energie, immer wieder aufzustehen.
»Was, um Himmels willen, hat mich bloß ins gleißende Scheinwerferlicht getrieben, mitten unter die Showwölfe? Eigentlich bin ich doch mehr der gemütliche, tapsige Typ und überhaupt keine Rampensau. Warum wollte ich also bereits im zarten Kindesalter mit aller Macht „berühmt werden“? Und wieso hat das dann tatsächlich geklappt? Nun, vielleicht einfach deshalb, weil ich es meiner Oma als sechsjähriger Knirps genau so versprechen musste …«
Hape Kerkeling, der mit seinem Pilgerbericht »Ich bin dann mal weg« seine Fans überraschte und Leser jeden Alters begeisterte, lädt auf die Reise durch seine Memoiren ein. Sie führt nach Düsseldorf, Mosambik und in den heiligen Garten von Gethsemane; vor allem aber an die Orte von »Peterhansels« Kindheit: in Recklinghausens ländliche Vorstadtidylle und in die alte Bergarbeitersiedlung Herten-Scherlebeck. Eindringlich erzählt er von den Erfahrungen, die ihn prägen, und warum es in fünfzig Lebensjahren mehr als einmal eine schützende Hand brauchte.


Erster Satz

Liebe Leser,

es ist schon ein ziemliches Ding, dass jemand, dessen Namen man im deutschen Sprachraum nicht mal wirklich kennt, großspurig ein Buch über seine Kindheit verfasst.

Meine Meinung

Ich habe geheult, ich habe gelacht, ich habe mitgefühlt und ich habe mich… eingeweiht gefühlt. Bei Hape Kerkeling fasziniert mich gerade wirklich, wie schon bei seinem letzten Buch, dass ich ihn im Kopf einfach reden höre. Ich lese einen Satz und höre Hape diesen Satz sagen. Das ist toll.
Im Prinzip bräuchte ich auch gar nicht weiter machen, denn eigentlich ist schon alles gesagt. Buch toll. Hape drin. Chimiko total geplättet davon.

Aber gut… also: Was mich fasziniert hat, war das Gefühl, dass er mir vermittelt hat: Dass er mich ‚persönlich‘ da mit einzieht, seine Geschichte erzählt. Dass Hape es einfach schafft, seine große Anzahl an Lesern irgendwie… nicht zu verallgemeinern. Das mag ich wirklich sehr an diesem Buch.

Doch ganz besonders ist auch dieser Spagat zwischen Lachen und Weinen. Teilweise musste ich einfach nur Schmunzeln angesichts der bezaubernden und amüsanten Beschreibungen von Hapes Verwandtschaft, z.B. seine Großmutter Änne. Und er hat es geschafft, dass ich diese Personen eigentlich gerne selbst getroffen hätte… Und auf der anderen Seite sind da diese anderen Momente und damit meine ich nur diesen dramatischsten aller Momente, auf den das ganze Buch hinzielt. Gleich zu Beginn fängt das eigentlich schon an. Das ist etwas, dass Hape Kerkeling wirklich ausmacht: Er ist nicht nur ein großartig komischer Mensch, sondern hat – wie viele Komiker – eine sehr einfühlsame Seite und diese Beschreibungen sind hier einfach nur… wundervoll berührend.
Nach diesem Buch… würde ich ehrlich gesagt gerne noch mehr wunderbare Geschichten aus Hape Kerkelings bewegtem Leben lesen…

Fazit

Leute, für dieses Buch muss ich gar nicht mehr schreiben. Wenn es euch interessiert, lest es selbst und bildet euch eine eigene Meinung, vielleicht kann es in euch ja genauso viel bewegen wie in mir. Selbst jetzt, beim Schreiben dieser Rezension, kommen das Emotionale, das mich bewegt hat, wieder hoch. Bei mir ein absoluter Volltreffer.

Bewertung

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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