[Manga-Rezension] Lost CTRL – Evelyne Park


Titel: Lost CTRL
Autor: Evelyne Park
Band: 1
ISBN: 978-3-551-77688-4
Genre: Dystopie, Mecha
Verlag: Carlsen
Erschienen: September 2014
Preis: 6,95€
 
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Autor

Evelyne Park (geb. Bösch) wurde 1989 in Basel geboren und studierte Wissenschaftliche Illustration in Zürich, wo sie im Juni 2013 ihren Abschluss machte.


Inhalt

In nicht allzu ferner Zukunft starten Experimente, um Menschen direkt mit dem Internet zu verbinden, ohne dass sie von externen Geräten wie Computer und Smartphones abhängig sind. Datenchips und Empfänger werden ins Nervensystem eingepflanzt. Während ein Großteil der Bevölkerung die Veränderungen interessiert mitmacht, bildet sich Widerstand unter der Führung von Nium, einem berühmten Autor, der Kritik an der Vernetzung äußert.
Schon bald muss er sich in den Untergrund flüchten, begleitet und beschützt von seiner Geliebten, Scarlett, die als sein Bodyguard agiert – obwohl sie sich nur ein paar Jahre zuvor selbst als Versuchsperson für die digitalen Experimente zu Verfügung gestellt hatte.
Es beginnt eine Zeit, in der das Einbauen von Chips obligatorisch wird. Die Widerstandsgruppe ist hoffnungslos in der Unterzahl, und Nium und Scarlett sollen in die Zukunft flüchten, um dort den Kampf neu aufzunehmen.
Doch der Plan schlägt fehl und Scarlett erwacht alleine, 100 Jahre später als geplant. Desillusioniert und einsam schließt sie doch bald die winzige verbleibende Gruppe von Rebellen in ihr Herz. In Niums Andenken, und um ihren Platz in der Zukunft zu finden, beginnt sie einen scheinbar hoffnungslosen Kampf gegen das unterdessen alles umspannende, unkontrollierbare Netzwerk…

Zeichenstil


Oh, das Cover finde ich schon mal richtig, richtig schön. Ich könnte dieses Bild stundenlang anschauen und mag insbesondere die Lippen und die Augen. Scarletts Lippen haben mir es aber besonders angetan. Ganz oft sind Lippen einfach nur ein Strich, doch Evelyne Park stellt diese besonders schön dar: Ich mag es, wenn die Lippen eben auch nach Lippen aussehen. So… genug gelippt.
Was mir aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass es recht wenig Hintergründe gibt. Oft agieren die Figuren vor einem weißen Hintergrund. Oder alternativ eben auch einem komplett schwarzen. Ich persönlich oute mich jetzt mal als Fan von Hintergründen, auch gerne sparkelige Hintergründe, die kitschig sind. Doch zumindest ein bisschen Hintergrund sollte es schon sein für mich. Daher irritiert mich diese sehr klare Linie etwas. Rasterfolien setzt die Zeichnerin recht selten ein, dafür nutzt diese allerdings in sehr passenden Situationen.
Die Figuren muten manchmal durchaus etwas realistischer an und sind nicht mit übertrieben großen Augen oder Brüsten oder besonderen Muckis und Taillen ausgestattet, das finde ich richtig gut.

Meine Meinung


Klappentext und Cover haben mich hier zum Kauf des Mangas überzeugt. Das klang alles einfach richtig super und spannend, doch packen konnte mich die Geschichte nicht. Das mag unter anderem daran liegen, dass ich keinen richtigen Zugang zu Scarlett fand. Ihre Geschichte ist zwar ganz gut und eigentlich hat sie auch alles, was mir gefallen würde, doch mir fehlt dieser Funke, der einfach überspringen muss, damit ein Buch oder in diesem Fall ein Manga mich fesselt.

Doch auch die Charaktere, die Scarlett in der Zukunft trifft, bleiben für mich etwas farblos (… ja, es ist ein Schwarz-Weiß-Manga, aber ihr wisst ja, was ich meine, ne?). Am Anfang habe ich sogar zwei der Kerle miteinander verwechselt und war dann dezent verwirrt, was das Ganze denn soll. Gut, da habe ich nicht aufgepasst, aber zeigt eben zeitgleich auch, dass da besondere Kennungsmerkmale doch noch fehlen.

Fazit

Der Zeichenstil ist durchaus schön und lässt sich gut ansehen, aber auch wenn die Geschichte gut ist, fehlt mir das gewisse Extra, der gewisse Bäm, der mich einfach fesselt. Grundsätzlich gute Geschichte, die mich jedoch nicht überzeugen kann.

Bewertung

Quellen:

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