[Rezension] Mona – Dan T. Sehlberg


Titel: Mona
Autor: Dan T. Sehlberg
Original: Mona
Verlag: KiWi
Erschienen: September 2014
ISBN: 978-3-642-04613-7
Preis: 16,99€
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Autor

Dan T. Sehlberg, Jahrgang 1969, MBA der
Stockholm School of Economics, in den 80ern Mitglied der Rockband Nova,
hat mehrere IT- und Internetfirmen gegründet. Seinem Debütroman Mona soll 2014 ein zweiter Thriller um Professor
Eric Söderqvist folgen. Dan T. Sehlberg lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in Stockholm.

Inhalt

»Mind Surf« ermöglicht es, allein mit Gedankenkraft im Web zu surfen.
Hanna, die Frau des Erfinders Eric Söderqvist, probiert das
revolutionäre neue System aus – und fällt in ein lebensbedrohliches
Koma. Derweil verbreitet sich Mona, ein aggressiver Computervirus, im
israelischen Bankensystem. Besteht ein Zusammenhang zwischen diesen
beiden Ereignissen?
Eric Söderqvist, Informatikprofessor aus
Stockholm, hat »Mind Surf« erfunden – ein gedankengesteuertes System,
das die Bedienung von Computern von Grund auf verändern kann.
Der
Libanese Samir Mustaf ist ein früherer MIT-Professor, dessen Tochter
Mona von einer israelischen Splitterbombe getötet wurde. Er hat den
komplexesten Computervirus – Mona genannt – entwickelt, den die Welt je
gesehen hat. Mit ihm soll ein Cyberangriff auf Israels Finanzsystem
unternommen und das Land destabilisiert werden.
Eric ist, auch wenn
alle ihn für verrückt erklären, davon überzeugt, dass seine Frau, die
für eine israelische Bank in Schweden arbeitet, von dem Computervirus
infiziert wurde. Um sie zu retten, gibt es nur einen Weg: Er muss den
Erfinder des Virus ausfindig machen.
Während Eric die Jagd auf
seinen akademischen Gegenpart Samir aufnimmt, wobei ihm Mossad wie
Hisbollah und zu allem Überfluss auch das FBI stets auf den Fersen sind,
fordert in Stockholm der mysteriöse Virus sein erstes Opfer, und Hannas
Zustand verschlechtert sich zunehmend …

Erster Satz


Das kleine Mädchen in dem hübschen Kleid ging ein großes Wagnis ein.

Meine Meinung

Ich hatte den Klappentext gelesen und dachte nur: Das musst du lesen. Im Nachhinein muss ich sagen: Da hat die Inhaltsgabe mehr versprochen als sie halten konnte. Mich konnte das Buch nicht überzeugen und auch nicht fesseln. Da war Hanna, die litt und immer kranker wurde, da war Jens, der beste Freund, der immer wütender wurde, da war Samir, der geniale Computermensch, dessen Motive so schnell klar wurden, dass es echt langweilig war, und natürlich Eric, der durch Zufälle immer wieder auf die richtige Fährte stolpert. Denn Ermittlungsarbeit kann man ihm nicht zusprechen, da hat der Professor eher Glück im Unglück im Glück und so weiter. Das alles wird gekrönt von viel zu vielen Sichtweisen, die man im Verlauf des Buchs erlebt und einem Stil, der trocken ist, allerdings ohne jegliche Form von Humor…

Aber noch mal im Einzelnen, ich fang mal mit der Sprache an. Wie bereits erwähnt, fand ich diese trocken, knöchern und nicht fesselnd. Natürlich sind gerade die Teile, in denen es um die technischen Hintergründe des Virus geht (oder auch von Erics ‚Mind Surf‘-Programm) nicht anders zu lösen. Das ist auch akzeptabel, aber zumindest in den anderen Passagen hätte ich mir doch etwas mehr Spannung gewünscht, denn leider ging es so trocken weiter. Selbst in einer recht leidenschaftlichen Szene war nur der Inhalt lebendig, doch das Stilistische bleibt zurück.

Auch inhaltlich bleibt die Geschichte hinter meinen Erwartungen zurück. Ich weiß nicht, woran das liegt, denn letztlich passiert genau das, was der Klappentext prophezeit. Dennoch fehlt da der Kick, das Besondere, das, worauf ich gehofft hätte. Für meinen Teil kann ich sagen, dass es bei mir an den vielen verschiedenen Parteien liegt. Der Moussad, die Bank, Hanna, Samir, und, und, und. Es wurde immer mehr und irgendwann war mir das einfach zu kleinteilig. Das hat nicht zur Erhöhung der Spannung beigetragen, sondern diese eher verzögert. Manchmal kann man auch einfach zu sehr ins Detail gehen.

Eric als Figur war auch nicht ganz stimmig für mich. Einerseits war er total wild darauf, die Lösung zu finden, dann total verängstigt und zögerlich und unsicher. Außerdem gibt es Szenen, in denen er, der geniale Computer-Experte und Professor, einiges vergisst, was selbst ich als Laie bedenke. Und das liegt definitiv nicht nur an seiner Angst um Hanna. Nur so konnte die Geschichte vorangehen, aber… gut getan hat es ihr nicht. Die anderen Figuren bleiben eher farblos, selbst Samir, der einen traurigen, aber eben vorhersehbaren Hintergrund hat, ist einfach langweilig und uninteressant.

Fazit

Wer Politthriller und so visionäre Geschichten mag und sich auch nicht von einem etwas trockeneren Stil abschrecken lässt, mag hier sicher eine spannende Geschichte finden, doch ich persönlich konnte kaum Positives abgewinnen, außer einer Figur, die allerdings ein Spoiler ist und bleibt.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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