[Rezension] Mehr als das – Patrick Ness


Titel: Mehr als das
Autor: Patrick Ness
Original: More than this
Verlag: cbt
Erschienen: März 2014
ISBN: 978-3-570-16273-6
Preis: 17,99€
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Autor

Patrick Ness wuchs in den Vereinigten Staaten und auf Hawaii auf. Seit Ende der 90er-Jahre lebt er in London und ist dort als Literaturkritiker für die Tageszeitung The Guardian tätig. Für seine Kinder- und Jugendbücher wurde er mehrfach ausgezeichnet, er gewann unter anderem den renommierten Costa Children’s Book Award und als erster Autor überhaupt gleichzeitig die Carnegie Medal und den Kate Greenaway Award sowie neben unzähligen anderen Auszeichnungen den Deutschen Jugendliteraturpreis 2012.

Inhalt

Ein Junge ertrinkt, verzweifelt und verlassen in seinen letzten Minuten. Er stirbt. Dann erwacht er, nackt, verletzt und durstig, aber lebendig. Wie kann das sein? Und an was für einem seltsamen, verlassenen Ort befindet er sich? Während er versucht zu verstehen, was mit ihm geschehen ist, regt sich Hoffnung bei dem Jungen. Ist das vielleicht doch noch nicht das Ende? Bietet dieses Leben vielleicht doch mehr als das?


Erster Satz

Hier ist der Junge.

Meine Meinung

Das Buch ist… verwirrend. Irgendwo auch beeindruckend, aber in erster Linie empfand ich es im positiven Sinne als verwirrend. Anhand der Inhaltszusammenfassung konnte ich nicht sagen, was mich endgültig in diesem Buch erwarten wird und ich muss sagen, so im Nachhinein bin ich immer noch etwas ratlos, denn nichts war, wie ich es mir im Laufe des Buches vorgestellt habe und dennoch hat es mir richtig gut gefallen. Aber weil ich zugleich auch verwirrt bin, fehlen mir die Worte, um meinen Leseeindruck wirklich in Worte zu fassen.
Wir haben da diesen Protagonisten, einen Jugen, der tot ist. Der tot sein sollte, aber dann in einer anderen Welt aufwacht und da ziemlich reelle Dinge empfindet: Hunger, Durst, Müdigkeit, Erschöpfung, Schmutzgefühl. Und genauso wie Seth, so der Name des Jungen, bin ich verwirrt. Sollte ein Toter nicht tot sein? Und kann so das Leben nach dem Tod aussehen? Alles Fragen, die ich mir da gestellt habe und mit jeder Seite kamen mehr Fragen hinzu. Patrick Ness hat mich gefesselt, obwohl ich keinen Plan hatte, was da überhaupt passiert! Und wenn ich ehrlich bin, so ging es mir das ganze Buch über… ich glaube, ich war selten so verpeilt nach der Lektüre eines Buches.
Gegen Ende des Buches (gut, so aber dem letzten Drittel) geht der Autor einen Weg, bei dem ich einfach nur noch ‚Woas?!‘ dachte. Da hat der ein Ende, einen Grund, ein Was-auch-immer gewählt, dass ich wirklich NIE so erwartet hätte. So Überraschungen… sind manchmal gar nicht schlecht. Auch wenn es zumindest für mich unbedarftes Leserlein vorher keinerlei Hinweise darauf gab, dass so etwas angezielt wurde.
Seth als Charakter lernt man natürlich ziemlich gut kennen. Seine Familie und den Hintergrund stellt er immer wieder schön dar, dennoch fühlte ich mich ihm gegenüber nicht wirklich nah oder kann sagen, dass ich dachte: Junge, ich versteh dich vollkommen. Genau wie die Welt, in der er aufwacht, kommt er mir manchmal etwas mysteriös und unnahbar vor, obwohl seine Geschichte eigentlich ganz interessant und schön ist…

Fazit

Leicht wirr (okay, sehr wirr) hat mich das Buch zurückgelassen. Das Ende war überraschend, die gesamte Geschichte mysteriös und Seth als Charakter war zwar interessant, aber nicht ganz überzeugend für mich.
Dennoch hat Patrick Ness mich echt fasziniert und ein interessantes Setting geschaffen, das jedoch nicht mit seinem vollen Potenzial ausgeschöpft wurde.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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