[Rezension] Saeculum – Ursula Poznanski


Titel: Saeculum
Autor: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Erschienen: 2011
ISBN: 978-3-7855-7783-7
Preis: 9,95€

 
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Autor

Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das
Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die
Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem
Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie
Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche
Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte
die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der
erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen Deutschlands und schreibt zudem
Thriller-Bestseller für Erwachsene. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden
von Wien.

Inhalt

Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter – ohne Strom, ohne Handy –, normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.
Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein.
Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.

Erster Satz

Bastian hörte das Klirren der Schwerter schon von Weitem.

Meine Meinung

Was? Chimiko liest das erst jetzt? Chimiko hat dieses Buch tatsächlich noch nicht gelesen? Ja, Chimiko versteht es ja selbst nicht so richtig. Aber da gibt es ja glücklicherweise, die Mandy, die sich das Buch gekauft hat und mich dann überzeugt hat, es endlich auch mal zu lesen! Und ich bereue es nicht!

Mittelaltermärkte finde ich ja toll, von daher war das einfach der richtige Start in das Buch rein. Das war gleich schon mal eine Atmosphäre, die mir richtig gut gefallen hat. Und die Charaktere haben mich auch gleich fasziniert.
Okay, ich hab grad eine richtige Blockade, weil mir so viel gefallen hat und ich so viel bemerkenswert finde! Da platzt mein Kopf förmlich und ich kriege doch nichts Gescheites hier formuliert. Auf alle Fälle hat dieses Buch ganz viel Kopfkino ausgelöst! Die Bilder der Gegend, in der die Con stattfindet, entstand genauso vor meinen Augen wie die Charaktere. Bastian, der strebsame Student, seine Entwicklung (und er macht wirklich eine großartige Entwicklung in diesem Buch durch!) war einfach so lebendig beschrieben. Hätte auch einer meiner ehemaligen Kommilitonen sein können – Bastian ist einfach eine Figur, die aus dem Leben gegriffen ist.
Iris hingegen ist schon etwas spezieller, doch das macht sie nicht weniger sympathisch. Und diese beiden sind eben die zwei, die diese Geschichte letztendlich erzählen. Natürlich gibt es da auch Vorhersehbares, aber das war nicht relevant für die restliche unglaublich hohe Spannung! Davon gab es mehr als genug, von der Spannung. Und dann das Ende erst… ich war so richtig vertieft (und saß im Zug und musste die letzten dreißig Seiten abbrechen, weil meine Station kam, wie mir glücklicherweise grad noch so klar wurde!), das Buch hat mich einfach nur gefesselt.
Die Autorin hat es einfach auch immer wieder geschafft, mich in die Irre zu führen, so dass ich geraten und geraten habe, aber die Lösung mich am Ende einfach nur überrumpelt hat. Das war so: Waaaaas? Im Eeeernst? Nee, oder? Und dann dachte ich zugleich doch, dass es echt logisch ist!

Noch mal zu den Charakteren: Bastian, wie erwähnt, ist wirklich wie aus dem Leben gegriffen, aber auch alle anderen Charaktere sind wundervoll ausgearbeitet und wirken auf mich als Leserin sehr authentisch. Iris empfinde ich als etwas spezieller, aber das passt nicht nur wunderbar zu ihr, sondern fügt sich auch perfekt in die Geschichte ein. Und ich liebe die Szenen, in denen Iris uns aus ihrer Sicht erzählt, weil ich sie als Charakter einfach mal total ins Herz geschlossen habe! Allgemein gab es keinen Charakter, bei dem ich ‚Hm… na ja…‘ dachte, ich fand einfach alle hervorragend gestaltet, auch in der Motivation und dem Interagieren. Am Ende war ich bei einem Charakter etwas gehässig… aber gut, das verrat ich euch natürlich nicht!

Fazit

Ein Thriller mit hohem Spannungsfaktor, vielen überraschenden Wendungen und Lesevergnügen bis zum Schluss! Außerdem gibt es tolle Charaktere mit sehr schön gestalteten Hintergründe. Mittelalterfan? Larp-Fan? Zugreifen!

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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