[Rezension] Extinction – Kazuaki Takano


Titel: Extinction
Autor: Kazuaki Takano
Original: Jenosaido
Verlag: C. Bertelsmann
Erschienen: Januar 2015
ISBN: 978-3-570-10185-8
Preis: 14,99€
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Autor

Kazuaki Takano, geb. 1964 in Tokio, arbeitet in Hollywood und Japan als Drehbuchautor. Für seine Romane erhielt er renommierte Preise. »Extinction« stand in Japan monatelang auf den Bestsellerlisten und wurde u.a. als bester Thriller des Jahres ausgezeichnet.

Inhalt

Jonathan Yeager wird im Auftrag der amerikanischen Regierung in den Kongo geschickt. Bei einem Pygmäenstamm sei ein tödliches Virus ausgebrochen. Die Verbreitung muss mit allen Mitteln verhindert werden. Doch im Dschungel erkennt Yeager, dass es um etwas ganz anderes geht: Ein kleiner Junge, der über unglaubliche Fähigkeiten und übermenschliche Intelligenz verfügt, ist das eigentliche Ziel der Operation. Kann es sein, dass dieses Geschöpf die Zukunft der Menschheit bedroht? Yeager weigert sich, das Kind zu töten. Er setzt alles daran, den Jungen in Sicherheit zu bringen. Eine gnadenlose Jagd auf die beiden beginnt.


Erster Satz

Diese Villa war nie ein Zuhause für ihn, auch wenn er schon jahrelang darin wohnte.

Meine Meinung

Insgesamt fand ich diesen Thriller ziemlich beeindruckend, doch es gab auch einige Schwächen. Zum Einen der Beginn: Das erste Drittel fand ich persönlich langweilig und es hat sich einfach hingezogen, doch dann hat es Autor Kazaki Takano doch noch geschafft, mich als Leserin zu fesseln und danach ging es deutlich schneller. Aber immer noch nicht schnell. Dieses Buch liest sich nicht schnell. Das ist kein negatives Kriterium, aber wenn ihr es lest, solltet ihr euch Zeit dafür nehmen, denn die werdet ihr brauchen. Es ist kein Thriller für zwischendurch, sondern er braucht die Aufmerksamkeit des Lesers. Vielleicht war das auch der Grund, warum ich erst nach einer Weile mit dem Buch warm wurde, ich musste mich an mein deutlich langsameres Lesetempo gewöhnen.

Es gibt unterschiedliche Erzählperspektive in diesem Buch. Zum einen der im Klappentext erwähnte Joanathan Yeager. Er wird hier somit deutlich herausgehoben, aber so spannend fand ich seine Geschichte nicht, erst gegen Ende habe ich auch da richtig mitgefiebert. Dennoch, rein erzähltechnisch gemacht, superspannend. Die Wendung wird ja leider vorweg genommen, auch wenn man sich das auch denken könnte, wenn man Yeagers Charakter und Hintergrund näher kennen lernt.
So tun sich im Laufe der Geschichte immer mehr Perspektiven auf, die sich zu einem großen Ganzen verknüpfen. Da gibt es die Regierung, die ich persönlich als am Uninteressantesten empfand, die aber dennoch viel zum Verständnis beiträgt. Mir die liebste war die Sicht aus Japan, aber den Teil nehme ich nicht vorweg, den müsst ihr euch brav selbst erlesen, wenn ihr interessiert seid.
Obwohl hier sehr viele naturwissenschaftliche Fakten und Daten vorkommen, fand ich das eigentlich ganz interessant. So Thriller lese ich in der Regel lieber als die rein blutigen Thriller. Dazu kommt hier noch jede Menge Gesellschaftskritik. Und eine interessante Idee. So verpackt ergibt das doch einen interessanten Thriller, der eben auch seine Längen hat.

Fazit

Für dieses Buch braucht man seine Zeit, aber wenn man sich die nimmt, hat man einen ganz interessanten Thriller, der mit gesellschaftskritischen Elementen und außergewöhnlichen naturwissenschaftlichen Hintergründen neben einer spannenden Verfolgungsjagd punkten kann.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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3 thoughts on “[Rezension] Extinction – Kazuaki Takano

  1. Hallo Cimi,

    deine Rezension zu diesem Buch passt ziemlich gut zu meiner Meinung. Zeit ist das Einzige, was dieses Buch frisst. Doch es lohnt sich. Ich fand alle Perspektiven sehr interessant und finde, dass es sehr passend war.

    Liebe Grüße
    Henrik

    PS: Meine kommt auch bald. :p

    1. Habe ich deine Rezi schon verpasst? Ich bin doch neugierig, was du schreiben wirst.
      Aber es stimmt, Extinction ist einfach zeitintensiv, kann sich jedoch lohnen!

      Alles Liebe, Chimiko

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