[Kommentar] Inferno – Dan Brown

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Erster Satz

Ich bin der Schatten.

Meine Meinung
 
So ein Dan Brown ist nicht die Neuerfinden der Thriller-Welt. Definitiv nicht, aber dennoch tauche ich immer wieder gerne in Robert Langdons Geschichten ein, weil mich die vielen Zeichen und Symbole jedes Mal aufs Neue faszinieren. Diese ganzen religiösen Hintergründe und Verwicklungen… einfach nur faszinierend. Außerdem mag ich Robert Langdon als Charakter, weil er nicht unbedingt der Mutigste ist, meistens eher in diese Situationen reinschlittert und seine Micky-Mouse-Uhr über alles liebt. Allein für den letzten Punkt ist Robert Langdon für mich einer der liebsten Charaktere überhaupt.

Dieses Mal geht es um Dante. Genau den Dante, den mit der göttlichen Komödie. (Irgendwie passend dieses Jahr, oder?) Und einen Robert Langdon, der sein Gedächtnis verloren hat, weil er einen Streifschuss abbekommen hat. Man startet also völlig planlos in die Geschichte und das finde ich super. Anfangs muss man sich mit Robert erstmal erarbeiten, was passiert ist, während später dann doch einige Hinweise dazu kommen, in dem aus anderen Perspektiven berichtet wird. Und so kommt man langsam der Lösung näher, bis plötzlich – bäääm! – eine Überraschung kommt und die kleine, naive Chimiko echt dumm aus der Wäschen geguckt hat. Ja, ich habe das irgendwie nicht kommen sehen. Es hat mich überrascht. Aktuell weiß ich immer noch nicht, ob mir das einen Ticken zu viel war oder doch noch im Rahmen. Auf alle Fälle war es doch ziemlich raffiniert. Das mag ich an Dan Brown, er überrascht mich immer wieder mit einer Wendung, die ich so tatsächlich nicht erwartet hätte. Ob diese immer so perfekt ist, ist eine andere Sache, aber es gelingt ihm – zumindest bei mir – immer wieder.
Wie immer hat Herr Langdon eine schöne Frau an seiner Seite, die ihn mit ihrem Intellekt unterstützt und auch aus der ein oder anderen Situation retten kann. Das wiederum war keine große Überraschung, aber auch nicht so schlimm, denn wirklich amourös war diese Beziehung nicht, so viel sei gesagt.

Inhaltlich hatte es dieses Mal neben dem guten alten Dante eine Thematik, die ich persönlich beängstigend finde, wenn man sich mal wirklich Gedanken darüber macht. In so viel Symbolik ein so aktuelles Problem verpackt, das wirklich… ja, ein wirklich großes Problem werden kann. Ein Thema, über das ich eigentlich gar nicht so nachdenken mag, über das aber jeder nachdenken sollte!

Was ich übrigens auch echt an Browns Büchern mag, ist das Fernweh (insbesondere nach Italien), dass er in mir erzeugt. Ich habe nach diesem Buch so Lust, mal nach Florenz zu reisen… oder mal wieder nach Venedig, das könnt ihr auch gar nicht vorstellen.
Außerdem habe ich auch das Bedürfnis, die ersten Bänden zu greifen und einfach nochmal zu lesen. Das ist ein gutes Zeichen, wie ich finde!

Fazit

Sicherlich hat Dan Brown das Rad nicht neu erfunden, aber das würde auch nicht zu Robert Langdon passen, oder? Dennoch gibt es spannende Elemente und die Hintergründe der Symbolik sind faszinierend wie eh und je. Dann noch eine überraschende Wende und ein Ende, das vielleicht etwas over the top ist, aber trotzdem ein wesentliches und beängstigendes Thema anspricht.

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5 thoughts on “[Kommentar] Inferno – Dan Brown

  1. Hallo Chimiko, ich hab das vor einiger Zeit als Hörbuch gehört 😉 Grundsätzlich mag ich die Bücher von Dan Brown, aber hier war es mit mitunter doch etwas zu langatmig…Aber durch den tollen Sprecher habe ich es dann bis zum Schluss gehört.
    LG Moni

    1. Woah, mein Blog mobbt mich. Zehn Stunden später (gefühlt) öffnet sich das Antwort-Kästchen.
      Ich glaube, ich weiß, was du meisnt und ich glaube, das empfindet man beim Hören vielleicht stärker als beim Lesen in diesem Fall. Aber letztlich war ich doch ganz zufrieden und habe wieder Italien-Sehnsucht!

      Alles Liebe, Chimiko

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